Nachrichten aus der Oberliga Westfalen (12.02.2008)
Alle Clubs der Oberligen Westfalen und Nordrhein haben mittlerweile Post vom Westdeutschen Fußball-Verband erhalten. In dem unscheinbaren Umschlag steckte eine CD, die es in sich hat. Darauf ist ein 72 Seiten umfassender Forderungskatalog mit dem unscheinbaren Titel „NRW-Liga-Statut“ enthalten. Anscheinend ein “Horrorkatalog“ für viele kleine Vereine. Die Frage ist, wer die Zulassung für kommende NRW-Liga. erhält. Denn der Verband verlangt seinen Vereinen viel ab. Beispiele gefällig: Gefordert werden Zuschauerbereiche mit vier getrennten Sektoren mit jeweils eigenen Toiletten und Kiosk, ein VIP-Raum, VIP-Parkplätze, eine Presse- und Ehrentribüne, zehn Arbeitsplätze für Journalisten mit Pult und Telefonanschlüssen und, und, und. Die Spieler sollen sich auch wohl fühlen und in 40 Quadratmeter großen Umkleidekabinen umziehen. Ganz zu schweigen davon, dass die Clubs auch ordentlich zur Kasse gebeten werden. Sie sollen pro Heimspiel fünf Prozent der Zuschauereinnahmen – mindestens aber 250 € – auf das Konto des Verbandes überweisen. Dabei hat der Verband die Gebühren für die Oberliga gerade erst um 100 Prozent auf 2600 € angehoben. Und in der NRW-Liga gibt’s keine Fernsehgelder mehr! Bis zum 15. März, 15.30 Uhr, muss das “Zulassungsverfahren technisch-organisatorische und sicherheitstechnische Leistungsfähigkeit NRW-Liga“ beim Verband vorliegen. Bis dahin gibt’s viel zu tun. Die Vereine müssen auch ihre “wirtschaftliche Leistungsfähigkeit“ für die NRW-Liga beweisen. Dafür müssen die Clubs bis zum 15. April unter anderem eine Bilanzaufstellung, Gewinn- und Verlustrechnung sowie einen Forderungs- und Verbindlichkeitenspiegel vorlegen.
Nach der Austragung der Nachholpartie vom 19. Spieltag zwischen dem FC Gütersloh 2000 und der Spvgg. Erkenschwick (Endstand 2:2) ist die bisher schiefe Tabelle der Oberliga Westfalen bis auf ein Spiel (Germania Gladbeck – SV Schermbeck) fast wieder begradigt.
Gütersloh kam in der Schussphase noch durch einen umstrittenen Foul-Elfmeter, den Schiedsrichter Martin Gropengießer zur Verwunderung aller auch noch wiederholen ließ, nachdem Erkenschwicks Schlussmann Pascal Kurz den ersten Elfmeter von Max Heinrich abgewehrt hatte, zum mehr als glücklichen 2:2 Ausgleich. Erkenschwick führte nach anfänglichen Problemen bis zur 73. Spielminute verdient mit 2:0 und vergaß einfach den Sack endgültig zuzumachen. Spvgg.-Trainer Manfred Wölpper mokierte hinterher: "Wir haben wegen fehlendem Selbstvertrauen schlecht begonnen. Ich glaube, wir hätten aber eher das dritte Tor erzielt als das zweite Gegentor zu kassieren. Wir haben das Spiel gefilmt, es war ein Foul am Torwart und zum Dank gibt es einen Strafstoß für Gütersloh. Das kann ich nicht begreifen, es ist ein Riesenskandal. Dennoch muss ich meiner Mannschaft ein Kompliment machen." Erkenschwick ist nunmehr Sechster, Gütersloh liegt jetzt als Zehnter auf einem Qualifikationsplatz für die kommende NRW-Liga.
Im “Krombacher-Pokal“ (DFB-Pokal auf Verbandsebene) standen am letzten Wochenende die Begegnungen im Viertelfinale an:
VfB Fichte Bielefeld - SV Rothemühle 4:0,
SV Lippstadt 08 - SC Delbrück 1:4 n.E.,
SF Lotte - SC Wiedenbrück 2000 0:1,
SC Preußen Münster - SG Wattenscheid 09 3:2.
"Das war eines der schlechtesten Spiele, die ich seit langem gesehen habe", gab Delbrücks Trainer Jörg Bode nach dem Auftritt seiner Mannschaft beim Pokalspiel in Lippstadt zu Protokoll. Zur Halbzeit wollte er sich schon selber einwechseln. Beide Teams hatten anscheinend eine Art Nicht-Angriffspakt geschlossen und das Spiel plätscherte so dahin. Delbrücks Timo Niermann sah in der 89. Minute zudem Rot.
Mit 0:1 mussten sich die Sportfreunde Lotte überraschend dem SC Wiedenbrück beugen und schieden damit im Viertelfinale des Krombacher-Verbandspokals aus. Dass die Hausherren nach 90 höchst schwachen Minuten mit gesenktem Kopf vom Platz schlichen, müssen sie sich selbst zuschreiben. Sie blieben vieles schuldig und erspielten sich trotz drückender Überlegenheit in der gesamten Partie nur eine zwingende Torchance. Das goldene Tor für Wiedenbrück erzielte der aus Erkenschwick geholte Neuzugang Gökhan Özdemir.
Was als harmloses Viertelfinale in Münster angekündigt worden war, entwickelte sich zu einer hektischen Partie mit skurillen Zügen. Spaß, Trauer, Schmunzeln, Fluchen, Tore, Rote Karten – alles war dabei. 2661 Zuschauer im Preußenstadion wurden Zeugen des 3:2-Heimerfolgs der Hausherren über Verbandsligist Wattenscheid 09. Der Oberliga-Spitzenreiter dominierte und verpasste wieder einmal einen deutlicheren Sieg, weil viele hochkarätige Chancen vergeben wurden. Preußen-Goalgetter Michael Erzen (bisher 9 Tore) sah einer Tätlichkeit die Rote Karte und wird in den nächsten Spielen sehr vermisst werden.
Somit ergeben sich für das Halbfinale (Austragungstermin Gründonnerstag 20.03.2008) folgende Paarungen:
SC Preußen Münster - SC Wiedenbrück 2000,
VfB Fichte Bielefeld - SC Delbrück.
Die Austragungsorte der Halbfinalespiele und des Finals (1. Mai) werden noch durch den Verbandsfußballausschuss des FLVW festgelegt. Die beiden Finalisten sind automatisch für die erste DFB-Pokal-Hauptrunde mit Bundesliga-Beteiligung qualifiziert und partizipieren zusätzlich an den Fernsehgeldern (ca. 50.000 €).
Am kommenden Wochenende ist die Oberliga mit dem 20. Spieltag wieder komplett am Start:
SV Lippstadt 08 - Delbrücker SC (Freitag, 15.02.2008, 19:30 Uhr),
DSC Arminia Bielefeld II - VfL Bochum II (Samstag, 16.02.2008, 15:00 Uhr),
FC Gütersloh 2000 - SC Preußen Münster,
SC Westfalia Herne - TSG Sprockhövel,
Sportfreunde Lotte - SF Oestrich-Iserlohn,
Hammer SpVg - DJK Germania Gladbeck,
Spvgg. Erkenschwick - SV Schermbeck,
FC Eintracht Rheine - SC Wiedenbrück 2000,
FC Schalke 04 II - RW Ahlen II (alle Spiele Sonntag, 17.02.2008, 15:00 Uhr).
Nach der Austragung der Nachholpartie vom 19. Spieltag zwischen dem FC Gütersloh 2000 und der Spvgg. Erkenschwick (Endstand 2:2) ist die bisher schiefe Tabelle der Oberliga Westfalen bis auf ein Spiel (Germania Gladbeck – SV Schermbeck) fast wieder begradigt.
Gütersloh kam in der Schussphase noch durch einen umstrittenen Foul-Elfmeter, den Schiedsrichter Martin Gropengießer zur Verwunderung aller auch noch wiederholen ließ, nachdem Erkenschwicks Schlussmann Pascal Kurz den ersten Elfmeter von Max Heinrich abgewehrt hatte, zum mehr als glücklichen 2:2 Ausgleich. Erkenschwick führte nach anfänglichen Problemen bis zur 73. Spielminute verdient mit 2:0 und vergaß einfach den Sack endgültig zuzumachen. Spvgg.-Trainer Manfred Wölpper mokierte hinterher: "Wir haben wegen fehlendem Selbstvertrauen schlecht begonnen. Ich glaube, wir hätten aber eher das dritte Tor erzielt als das zweite Gegentor zu kassieren. Wir haben das Spiel gefilmt, es war ein Foul am Torwart und zum Dank gibt es einen Strafstoß für Gütersloh. Das kann ich nicht begreifen, es ist ein Riesenskandal. Dennoch muss ich meiner Mannschaft ein Kompliment machen." Erkenschwick ist nunmehr Sechster, Gütersloh liegt jetzt als Zehnter auf einem Qualifikationsplatz für die kommende NRW-Liga.
Im “Krombacher-Pokal“ (DFB-Pokal auf Verbandsebene) standen am letzten Wochenende die Begegnungen im Viertelfinale an:
VfB Fichte Bielefeld - SV Rothemühle 4:0,
SV Lippstadt 08 - SC Delbrück 1:4 n.E.,
SF Lotte - SC Wiedenbrück 2000 0:1,
SC Preußen Münster - SG Wattenscheid 09 3:2.
"Das war eines der schlechtesten Spiele, die ich seit langem gesehen habe", gab Delbrücks Trainer Jörg Bode nach dem Auftritt seiner Mannschaft beim Pokalspiel in Lippstadt zu Protokoll. Zur Halbzeit wollte er sich schon selber einwechseln. Beide Teams hatten anscheinend eine Art Nicht-Angriffspakt geschlossen und das Spiel plätscherte so dahin. Delbrücks Timo Niermann sah in der 89. Minute zudem Rot.
Mit 0:1 mussten sich die Sportfreunde Lotte überraschend dem SC Wiedenbrück beugen und schieden damit im Viertelfinale des Krombacher-Verbandspokals aus. Dass die Hausherren nach 90 höchst schwachen Minuten mit gesenktem Kopf vom Platz schlichen, müssen sie sich selbst zuschreiben. Sie blieben vieles schuldig und erspielten sich trotz drückender Überlegenheit in der gesamten Partie nur eine zwingende Torchance. Das goldene Tor für Wiedenbrück erzielte der aus Erkenschwick geholte Neuzugang Gökhan Özdemir.
Was als harmloses Viertelfinale in Münster angekündigt worden war, entwickelte sich zu einer hektischen Partie mit skurillen Zügen. Spaß, Trauer, Schmunzeln, Fluchen, Tore, Rote Karten – alles war dabei. 2661 Zuschauer im Preußenstadion wurden Zeugen des 3:2-Heimerfolgs der Hausherren über Verbandsligist Wattenscheid 09. Der Oberliga-Spitzenreiter dominierte und verpasste wieder einmal einen deutlicheren Sieg, weil viele hochkarätige Chancen vergeben wurden. Preußen-Goalgetter Michael Erzen (bisher 9 Tore) sah einer Tätlichkeit die Rote Karte und wird in den nächsten Spielen sehr vermisst werden.
Somit ergeben sich für das Halbfinale (Austragungstermin Gründonnerstag 20.03.2008) folgende Paarungen:
SC Preußen Münster - SC Wiedenbrück 2000,
VfB Fichte Bielefeld - SC Delbrück.
Die Austragungsorte der Halbfinalespiele und des Finals (1. Mai) werden noch durch den Verbandsfußballausschuss des FLVW festgelegt. Die beiden Finalisten sind automatisch für die erste DFB-Pokal-Hauptrunde mit Bundesliga-Beteiligung qualifiziert und partizipieren zusätzlich an den Fernsehgeldern (ca. 50.000 €).
Am kommenden Wochenende ist die Oberliga mit dem 20. Spieltag wieder komplett am Start:
SV Lippstadt 08 - Delbrücker SC (Freitag, 15.02.2008, 19:30 Uhr),
DSC Arminia Bielefeld II - VfL Bochum II (Samstag, 16.02.2008, 15:00 Uhr),
FC Gütersloh 2000 - SC Preußen Münster,
SC Westfalia Herne - TSG Sprockhövel,
Sportfreunde Lotte - SF Oestrich-Iserlohn,
Hammer SpVg - DJK Germania Gladbeck,
Spvgg. Erkenschwick - SV Schermbeck,
FC Eintracht Rheine - SC Wiedenbrück 2000,
FC Schalke 04 II - RW Ahlen II (alle Spiele Sonntag, 17.02.2008, 15:00 Uhr).