Nachrichten aus der Oberliga Westfalen (19.02.2008)
Nach der langen Winterpause geht es in der Oberliga Westfalen endlich normal weiter. Dabei vergeigte der Aufstiegsfavorit und Tabellenführer SC Preußen Münster und verlor in Gütersloh mit 0:2.
Der FC Schalke 04 II nutzte die Chance und zog durch das knappe 1:0 gegen RW Ahlen II an den Preußen vorbei. Den wunderschönen Freistoß zum Tor des Tages verwandelte Julian Loose, der nach vier Monaten Verletzungspause ein erfolgreiches Comeback feierte. "Wichtig war heute, dass wir die drei Punkte eingefahren haben", merkte Schalkes Trainer Mike Büskens hinterher an. Zufrieden sah er nicht aus, denn über die Darbietungen hätte wohl auch er gerne den Mantel des Schweigens gehüllt. "Ich habe sicherlich keinen guten Fußball gesehen, aber das ist auch nicht einfach gewesen. Auf diesem Geläuf kombinieren - wie soll das gehen?", lamentierte Eurofighter "Buyo". Ahlens Bernhard Venker sah wegen angeblichen Nachtretens noch die Rote Karte.
Preußen Münster verlor letztendlich verdient vor 2296 Zuschauern mit 0:2 im Gütersloher Heidewald durch Tore von Max Heinrich und Pierre Hallé. Die Ostwestfalen überzeugten dabei mit unbändigem Einsatzwillen, hoher Laufbereitschaft und fast fehlerlosem Abwehrverhalten. "Der Sieg geht für den FC vollauf in Ordnung. Wir sind eigentlich zu keiner Phase der Begegnung in unser Kombinations- und Passspiel gekommen. Die Mannschaft hat jetzt drei Tage Zeit, sich zu ärgern. Doch schon am Freitag gegen Rheine muss sie die richtige Antwort geben", fasste SCP-Coach Roger Schmidt nach dem Spiel zusammen. Ähnliche Worte gab er seinen Akteuren auch mit auf den Heimweg.
Germania Gladbeck gelang beim 2:1 in Hamm die Überraschung des Spieltags. Sascha Siebert und Dennis Rommel trafen für die Germania, die Gästeführung glich die Hammer Spvg. kurz vor der Pause durch Waldemar Jurez aus. Insgesamt machten sich die Gladbecker das Leben selbst schwer. Bereits in der ersten Hälfte verschoss Siebert einen Foulelfmeter, im zweiten Abschnitt verabschiedeten sich Ante Sicenica und Özay Gökyesil mit Gelb-Rot vorzeitig zum Duschen. Trotz der zweifachen Unterlegenheit reichte es am Ende zu einem glücklichen Sieg. Vor dem Anpfiff war das altbekannte Hammer Malhbergstadion in “Evora-Arena“ umgetauft worden.
Der SC Westfalia Herne gab sich beim 2:0 gegen das Schlusslicht TSG Sprockhövel keine Blöße. Mit dem ersten Angriff gelang das frühe 1:0 durch Edin Terzic, fünf Minuten vor dem Ende besiegelte Andre Badur den souveränen Heimerfolg. Mit kühl kalkuliertem Zweckfußball heimste der SC Westfalia drei weitere Punkte ein und kletterte erstmals auf den siebten Platz. "Eigentlich hatten wir nur zwei halbwegs nennenswerte Chancen", fasste TSG-Trainer Robert Wasilewski zusammen. "Beide durch Marius Kundrotas, der jeweils knapp vorbei schoss. Und weil nur zwei Chancen in 90 Minuten viel zu wenig sind, ist der Herner Sieg unter dem Strich auch völlig verdient."
Ein hektisches Vest-Derby erlebten die Zuschauer in Erkenschwick. Am Ende behielt der Gast aus Schermbeck gegen die heimische Spvgg. mit 1:0 die Oberhand. Das Siegtor für Schermbeck gelang Pascal Herzog in der 37. Minute. In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel nickelig und die Fouls härter, so dass der Schiedsrichter drei Akteure vorzeitig vom Platz schickte. Bei den Hausherren traf es Zouhair Allali (70.) und Mirko Eisen (90.), beim SV Schermbeck sah Pierre Bendig die Ampelkarte.
Die Sportfreunde Lotte, in der Winterpause noch einmal kräftig verstärkt, mussten in letzter Sekunde auf eigenem Platz ein 2:2 gegen die Sportfreunde aus Oestrich hinnehmen. Zwei schnelle Tore kurz nach Wiederbeginn schienen die Fronten geklärt zu haben. Der Favorit führte und beschränkte sich in der Endphase auf konsequentes Ergebnisverwalten. Doch dann kamen die Oestricher, die nie aufgaben. Achilleas Courtouglou schlug in der Nachspielzeit zwei Mal für die Sauerländer zu. Lottes Neuzugang Thomas Piorunek sah nur sechs Minuten nach seiner Einwechselung die Rote Karte, nachdem er sich zu einer unüberlegten Äußerung dem Schiedsrichter gegenüber hinreißen ließ. Sein Trainer Klaus Bienemann schlug darauf scharfe Töne an: “Thomas hat der Mannschaft einen Bärendienst erwiesen. Das wird Konsequenzen haben.“
Im ersten Pflichtspiel unter dem neuen Trainer Hans-Dieter Jürgens kam der FC Eintracht Rheine nur zu einem enttäuschenden 1:1 gegen den SC Wiedenbrück 2000. Die Rheiner Führung durch Roling (38.) egalisierte SCW-Neuzugang Gökhan Oezdemir (52.). Punktgewinner wurde letztendlich Wiedenbrücks neuer Schlussmann Michael Strzys, der einen umstrittenen Foulelfmeter von Pantelis Kalaitzidis in der 54. Minute parierte.
Trotz zweier Platzverweise erkämpfte sich der VfL Bochum II in Bielefeld ein torloses Remis, was für die Akteure wie ein gefühlter Sieg wirkte. "Der Schiedsrichter musste so entscheiden", sagte VfL-Coach Nico Michaty nach der Roten Karte für Klinger und dem Gelb-Roten Karton für Schröder, des Lobes voll über seine Mannschaft, die eine halbe Stunde lang nur zu neunt "leidenschaftlich gekämpft" habe. Das rettende Ufer zur NRW-Liga ist für die Arminia-Amateure nunmehr schon acht Punkte entfernt.
Das Stadion Waldschlösschen bleibt für den Delbrücker SC ein gutes Pflaster. Acht Tage nach dem 4:1-Pokalsieg setzte sich der DSC am vergangenen Freitagabend beim SV Lippstadt 08 auch im Meisterschaftsspiel verdient mit 1:0 durch. "Wir haben verdient gewonnen. Denn wir hatten die klareren Chancen. Der Start in das neue Fußballjahr ist mit dem Sieg im Pokal und dem Dreier in der Liga rundum gelungen", so Delbrücks Trainer Jörg Bode nach dem Abpfiff. Eine Gefahr ist von den Hausherren beinahe nur bei Standardsituationen ausgegangen. Für Lippstadts neuem Trainer Sven Moning gleich zum zweiten Mal in Folge ein frustrierendes Erlebnis.
Der FC Schalke 04 II nutzte die Chance und zog durch das knappe 1:0 gegen RW Ahlen II an den Preußen vorbei. Den wunderschönen Freistoß zum Tor des Tages verwandelte Julian Loose, der nach vier Monaten Verletzungspause ein erfolgreiches Comeback feierte. "Wichtig war heute, dass wir die drei Punkte eingefahren haben", merkte Schalkes Trainer Mike Büskens hinterher an. Zufrieden sah er nicht aus, denn über die Darbietungen hätte wohl auch er gerne den Mantel des Schweigens gehüllt. "Ich habe sicherlich keinen guten Fußball gesehen, aber das ist auch nicht einfach gewesen. Auf diesem Geläuf kombinieren - wie soll das gehen?", lamentierte Eurofighter "Buyo". Ahlens Bernhard Venker sah wegen angeblichen Nachtretens noch die Rote Karte.
Preußen Münster verlor letztendlich verdient vor 2296 Zuschauern mit 0:2 im Gütersloher Heidewald durch Tore von Max Heinrich und Pierre Hallé. Die Ostwestfalen überzeugten dabei mit unbändigem Einsatzwillen, hoher Laufbereitschaft und fast fehlerlosem Abwehrverhalten. "Der Sieg geht für den FC vollauf in Ordnung. Wir sind eigentlich zu keiner Phase der Begegnung in unser Kombinations- und Passspiel gekommen. Die Mannschaft hat jetzt drei Tage Zeit, sich zu ärgern. Doch schon am Freitag gegen Rheine muss sie die richtige Antwort geben", fasste SCP-Coach Roger Schmidt nach dem Spiel zusammen. Ähnliche Worte gab er seinen Akteuren auch mit auf den Heimweg.
Germania Gladbeck gelang beim 2:1 in Hamm die Überraschung des Spieltags. Sascha Siebert und Dennis Rommel trafen für die Germania, die Gästeführung glich die Hammer Spvg. kurz vor der Pause durch Waldemar Jurez aus. Insgesamt machten sich die Gladbecker das Leben selbst schwer. Bereits in der ersten Hälfte verschoss Siebert einen Foulelfmeter, im zweiten Abschnitt verabschiedeten sich Ante Sicenica und Özay Gökyesil mit Gelb-Rot vorzeitig zum Duschen. Trotz der zweifachen Unterlegenheit reichte es am Ende zu einem glücklichen Sieg. Vor dem Anpfiff war das altbekannte Hammer Malhbergstadion in “Evora-Arena“ umgetauft worden.
Der SC Westfalia Herne gab sich beim 2:0 gegen das Schlusslicht TSG Sprockhövel keine Blöße. Mit dem ersten Angriff gelang das frühe 1:0 durch Edin Terzic, fünf Minuten vor dem Ende besiegelte Andre Badur den souveränen Heimerfolg. Mit kühl kalkuliertem Zweckfußball heimste der SC Westfalia drei weitere Punkte ein und kletterte erstmals auf den siebten Platz. "Eigentlich hatten wir nur zwei halbwegs nennenswerte Chancen", fasste TSG-Trainer Robert Wasilewski zusammen. "Beide durch Marius Kundrotas, der jeweils knapp vorbei schoss. Und weil nur zwei Chancen in 90 Minuten viel zu wenig sind, ist der Herner Sieg unter dem Strich auch völlig verdient."
Ein hektisches Vest-Derby erlebten die Zuschauer in Erkenschwick. Am Ende behielt der Gast aus Schermbeck gegen die heimische Spvgg. mit 1:0 die Oberhand. Das Siegtor für Schermbeck gelang Pascal Herzog in der 37. Minute. In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel nickelig und die Fouls härter, so dass der Schiedsrichter drei Akteure vorzeitig vom Platz schickte. Bei den Hausherren traf es Zouhair Allali (70.) und Mirko Eisen (90.), beim SV Schermbeck sah Pierre Bendig die Ampelkarte.
Die Sportfreunde Lotte, in der Winterpause noch einmal kräftig verstärkt, mussten in letzter Sekunde auf eigenem Platz ein 2:2 gegen die Sportfreunde aus Oestrich hinnehmen. Zwei schnelle Tore kurz nach Wiederbeginn schienen die Fronten geklärt zu haben. Der Favorit führte und beschränkte sich in der Endphase auf konsequentes Ergebnisverwalten. Doch dann kamen die Oestricher, die nie aufgaben. Achilleas Courtouglou schlug in der Nachspielzeit zwei Mal für die Sauerländer zu. Lottes Neuzugang Thomas Piorunek sah nur sechs Minuten nach seiner Einwechselung die Rote Karte, nachdem er sich zu einer unüberlegten Äußerung dem Schiedsrichter gegenüber hinreißen ließ. Sein Trainer Klaus Bienemann schlug darauf scharfe Töne an: “Thomas hat der Mannschaft einen Bärendienst erwiesen. Das wird Konsequenzen haben.“
Im ersten Pflichtspiel unter dem neuen Trainer Hans-Dieter Jürgens kam der FC Eintracht Rheine nur zu einem enttäuschenden 1:1 gegen den SC Wiedenbrück 2000. Die Rheiner Führung durch Roling (38.) egalisierte SCW-Neuzugang Gökhan Oezdemir (52.). Punktgewinner wurde letztendlich Wiedenbrücks neuer Schlussmann Michael Strzys, der einen umstrittenen Foulelfmeter von Pantelis Kalaitzidis in der 54. Minute parierte.
Trotz zweier Platzverweise erkämpfte sich der VfL Bochum II in Bielefeld ein torloses Remis, was für die Akteure wie ein gefühlter Sieg wirkte. "Der Schiedsrichter musste so entscheiden", sagte VfL-Coach Nico Michaty nach der Roten Karte für Klinger und dem Gelb-Roten Karton für Schröder, des Lobes voll über seine Mannschaft, die eine halbe Stunde lang nur zu neunt "leidenschaftlich gekämpft" habe. Das rettende Ufer zur NRW-Liga ist für die Arminia-Amateure nunmehr schon acht Punkte entfernt.
Das Stadion Waldschlösschen bleibt für den Delbrücker SC ein gutes Pflaster. Acht Tage nach dem 4:1-Pokalsieg setzte sich der DSC am vergangenen Freitagabend beim SV Lippstadt 08 auch im Meisterschaftsspiel verdient mit 1:0 durch. "Wir haben verdient gewonnen. Denn wir hatten die klareren Chancen. Der Start in das neue Fußballjahr ist mit dem Sieg im Pokal und dem Dreier in der Liga rundum gelungen", so Delbrücks Trainer Jörg Bode nach dem Abpfiff. Eine Gefahr ist von den Hausherren beinahe nur bei Standardsituationen ausgegangen. Für Lippstadts neuem Trainer Sven Moning gleich zum zweiten Mal in Folge ein frustrierendes Erlebnis.