Schalke, Münster und Bochum weiter auf Aufstiegskurs
Die U 23 des FC Schalke 04 konnte sich am 22. Spieltag der Oberliga Westfalen dank zweier später Treffer mit 2:0 gegen Eintracht Rheine durchsetzen und somit den Vorsprung auf Preußen Münster auf vier Zähler ausbauen. Münster kam bereits am Freitag nur zu einem torlosen Remis beim SV Schermbeck. Der VfL Bochum feierte im Spitzenspiel bei den Sportfreunden Lotte einen wichtigen 2:1-Erfolg und bleibt weiter auf Aufstiegskurs.
Über weite Strecken zeigte der Oberliga-Tabellenführer aus Gelsenkirchen gegen Eintracht Rheine Fußball-Magerkost, dafür aber eine mehr als turbulente Schlussphase. In der 82. Minute pfiff Schiedsrichter Sven Rhodgess einen fragwürdigen Foulelfmeter, den Kevin Kisyna zur glücklichen Schalker Führung verwandelte. S04-Keeper Ralf Fährmann musste in der 90. Minute nach Handspiel außerhalb des Strafraums vorzeitig unter die Dusche. Da Trainer Mike Büskens zu diesem Zeitpunkt schon drei Mal gewechselt hatte, musste Goalgetter Julian Loose (bisher 8 Treffer) für die restlichen Minuten ins Tor. Der eingewechselte Marc Lorenz sorgte mit einem Konter für die Entscheidung in der Nachspielzeit (93.). "Ich glaube, heute haben wir das Glück einer gesamten Saison aufgebraucht", so Büskens hinterher. Lottes Philipp Böwing-Schmalenbrock markierte per Foulelfmeter das Tor für seine Farben und führt nunmehr die Torschützenliste mit 16 Treffern alleine an!
Vor genau einer Woche, als die Reserve des VfL Bochum mit 0:2 gegen Herne verlor und dabei "eine ihrer schlechtesten Saisonleistungen" (Trainer Nico Michaty) abgeliefert hatte, war Heinrich Schmidtgal noch zum Zuschauen verdammt. Nun, beim Gastspiel in Lotte, feierte der Ex-Verler ein glänzendes Comeback. Das 1:1, das Jürgen Duah mit einem Volleyschuss aus fünf Metern besorgte, bereitete er vor, den siegbringenden Treffer zum 2:1 markierte er selbst. Prompt gab es ein Sonderlob vom Coach für Schmidtgal: "Er hat eine hervorragende Leistung abgeliefert." Lottes Trainer Klaus Bienemann warf seinem Team vor, trotz des starken Windes zu häufig mit langen, hohen Bällen operiert zu haben: "Wir haben Risiko gespielt, wo es absolut nicht notwendig war. Die zweite Hälfte war grausig." Die Sportfreunde, verbuchten nach der Pause keine Torchance mehr.
Bereits am Freitag trennten sich der SV Schermbeck und der Tabellenzweite Preußen Münster im Weseler Aue-Stadion, wohin das Spiel aus organisatorischen Gründen verlegt worden war, mit einem 0:0-Kampfspiel auf sehr tiefem Geläuf. Schermbecks Spieler und Fans feiern dabei das Remis gegen die Domstädter wie einen Sieg, der warme (Geld-) Regen von knapp 2000 Besuchern tat ein Übriges. “Wir haben keine Mittel gefunden, um gegen Schermbeck zum Erfolg zu kommen. Auf unserer Seite waren es zu viele technische Fehler. Unsere Ziele bleiben bestehen. Wir wollen am Ende der Saison Erster sein und in den DFB-Pokal einziehen“, befand Preußen-Trainer Roger Schmidt nach der Partie. Münster hat indes für die nächste Saison Guerino Capretti vom Delbrücker SC unter Vertrag genommen. Der 26-Jährige spielte in Delbrück schon unter Roger Schmidt.
Gegen den Delbrücker SC erspielte sich Westfalia Herne auf matschigem Untergrund viele sehenswerte Tormöglichkeiten, insbesondere Stürmer André Badur ließ dabei etliche Chancen aus. Die beste Gelegenheit hatten die Hausherren kurz vor Ende, als ein Badur-Freistoß an die Unterkante der Latte klatschte und auch aus dem Nachschuss nichts wurde. “Das war ein Spiel zweier gleichstarker Gegner“, konstatierte hingegen Delbrücks Coach Jörg Bode und zeigte sich mit dem Unentschieden schließlich zufrieden. “In Herne einen Punkt zu holen, ist okay. Hier werden andere Mannschaften Punkte liegen lassen!“
Germania Gladbeck kassierte beim 0:2 in Gütersloh die zweite Niederlage in Folge und rutschte in der Tabelle auf Platz 13 ab, während sich die Ostwestfalen auf Rang neun verbesserten. Nach der Führung für die Hausherren durch Fiore (22.) hatten die Gäste mehr und mehr Spielanteile, konnten aber kaum echte Torgefahr entwickeln. Das 2:0 durch Barton (82.) war die Entscheidung in einer unterhaltsamen Partie. Güterslohs Hauptsponsor und Präsident Norbert Wöstmann stinken aber indes Saisonverlauf und Leistungen ("Das ist absolutes Mittelmaß, mehr nicht") gewaltig. Wöstmann monierte, dass mit Erkenschwick, Herne oder Delbrück Klubs vor dem FCG stünden, "die nicht annähernd so viel Geld für ihre Oberligamannschaft ausgeben wie wir", und kündigte eine Reduzierung des mit 700.000 Euro bezifferten Etats für die kommende Saison an: "Das ist 5. Liga, da muss es ja weniger werden."
Wie gewonnen, so zerronnen. In der 90. Minute schoss David Sawatzki im Spiel der Spvgg. Erkenschwick gegen die Sportfreunde Oestrich-Iserlohn noch zum umjubelten 2:2 ein. 60 Sekunden später war das Spiel mit 2:3 dennoch verloren. Viel zu sorglos agierten in der Schlussphase die Platzherren, sodass Oestrich mit der vierten Torchance zum dritten Tor kam. Nicht nur die Fans schüttelten ungläubig den Kopf, auch Spvgg.-Trainer Manni Wölpper war am Ende restlos bedient.
Die Hammer SpVg. ist mit einem klaren 3:0-Arbeitssieg über Schlusslicht TSG Sprockhövel wieder zurück auf der Erfolgsspur. Sprockhövel hat im Jahr 2008 in einem Meisterschaftsspiel noch keinen Treffer erzielt. "In der ersten Halbzeit haben gut mitgehalten, schlagen uns durch Abwehrfehler aber wieder selbst", so TSG-Trainer Robert Wasilewski. "Ich gehe davon aus, auch in der nächsten Saison Trainer in Sprockhövel zu sein. Ich habe die Rückendeckung des Vorstands. Konkret haben wir mit den Planungen noch nicht angefangen. Wir wollen in der Verbandsliga oben mitspielen, dafür müssen wir eine schlagkräftige Mannschaft zusammenstellen. Einige Leistungsträger sollen gehalten werden und A-Jugendliche integriert werden", will Robert Wasilewski auch in der nächsten Spielzeit die TSG Sprockhövel als Trainer betreuen.
Im neuen Jahr bleibt Arminia Bielefeld II auf Erfolgskurs. Beim 1:0-Heimsieg gegen Rot Weiss Ahlen II blieben sie bereits zum vierten Mal in Serie ohne Gegentor und verkürzten den Rückstand zum wichtigen elften Tabellenplatz auf drei Punkte. "Beim 1:0-Sieg haben wir viel Glück gehabt. Da muss man ehrlich sein. Es hat uns in die Karten gespielt, dass der Gegner in der zweiten Halbzeit eine halbe Stunde in Unterzahl war. Den Platz haben wir genutzt", zog Detlev Dammeier, Trainer bei Arminia Bielefeld, nach dem Erfolg in Ahlen ein positives Fazit.
Schon am Freitag trennten sich der SV Lippstadt und der SC Wiedenbrück mit einem 2:2-Unentschieden. Der Vorletzte Wiedenbrück (11 Punkte Rückstand auf einen NRW-Liga-Platz) hat sich in der Fußball-Oberliga scheinbar noch nicht aufgegeben und im Lippstädter Waldschlösschen ein achtbares Remis erkämpft. Das ist für eine Aufholserie zwar zu wenig, nährt aber die Hoffnung auf die dringend benötigte Steigerung. Auch dem SV Lippstadt auf Tabellenplatz elf hilft die Punkteteilung nicht weiter.
Über weite Strecken zeigte der Oberliga-Tabellenführer aus Gelsenkirchen gegen Eintracht Rheine Fußball-Magerkost, dafür aber eine mehr als turbulente Schlussphase. In der 82. Minute pfiff Schiedsrichter Sven Rhodgess einen fragwürdigen Foulelfmeter, den Kevin Kisyna zur glücklichen Schalker Führung verwandelte. S04-Keeper Ralf Fährmann musste in der 90. Minute nach Handspiel außerhalb des Strafraums vorzeitig unter die Dusche. Da Trainer Mike Büskens zu diesem Zeitpunkt schon drei Mal gewechselt hatte, musste Goalgetter Julian Loose (bisher 8 Treffer) für die restlichen Minuten ins Tor. Der eingewechselte Marc Lorenz sorgte mit einem Konter für die Entscheidung in der Nachspielzeit (93.). "Ich glaube, heute haben wir das Glück einer gesamten Saison aufgebraucht", so Büskens hinterher. Lottes Philipp Böwing-Schmalenbrock markierte per Foulelfmeter das Tor für seine Farben und führt nunmehr die Torschützenliste mit 16 Treffern alleine an!
Vor genau einer Woche, als die Reserve des VfL Bochum mit 0:2 gegen Herne verlor und dabei "eine ihrer schlechtesten Saisonleistungen" (Trainer Nico Michaty) abgeliefert hatte, war Heinrich Schmidtgal noch zum Zuschauen verdammt. Nun, beim Gastspiel in Lotte, feierte der Ex-Verler ein glänzendes Comeback. Das 1:1, das Jürgen Duah mit einem Volleyschuss aus fünf Metern besorgte, bereitete er vor, den siegbringenden Treffer zum 2:1 markierte er selbst. Prompt gab es ein Sonderlob vom Coach für Schmidtgal: "Er hat eine hervorragende Leistung abgeliefert." Lottes Trainer Klaus Bienemann warf seinem Team vor, trotz des starken Windes zu häufig mit langen, hohen Bällen operiert zu haben: "Wir haben Risiko gespielt, wo es absolut nicht notwendig war. Die zweite Hälfte war grausig." Die Sportfreunde, verbuchten nach der Pause keine Torchance mehr.
Bereits am Freitag trennten sich der SV Schermbeck und der Tabellenzweite Preußen Münster im Weseler Aue-Stadion, wohin das Spiel aus organisatorischen Gründen verlegt worden war, mit einem 0:0-Kampfspiel auf sehr tiefem Geläuf. Schermbecks Spieler und Fans feiern dabei das Remis gegen die Domstädter wie einen Sieg, der warme (Geld-) Regen von knapp 2000 Besuchern tat ein Übriges. “Wir haben keine Mittel gefunden, um gegen Schermbeck zum Erfolg zu kommen. Auf unserer Seite waren es zu viele technische Fehler. Unsere Ziele bleiben bestehen. Wir wollen am Ende der Saison Erster sein und in den DFB-Pokal einziehen“, befand Preußen-Trainer Roger Schmidt nach der Partie. Münster hat indes für die nächste Saison Guerino Capretti vom Delbrücker SC unter Vertrag genommen. Der 26-Jährige spielte in Delbrück schon unter Roger Schmidt.
Gegen den Delbrücker SC erspielte sich Westfalia Herne auf matschigem Untergrund viele sehenswerte Tormöglichkeiten, insbesondere Stürmer André Badur ließ dabei etliche Chancen aus. Die beste Gelegenheit hatten die Hausherren kurz vor Ende, als ein Badur-Freistoß an die Unterkante der Latte klatschte und auch aus dem Nachschuss nichts wurde. “Das war ein Spiel zweier gleichstarker Gegner“, konstatierte hingegen Delbrücks Coach Jörg Bode und zeigte sich mit dem Unentschieden schließlich zufrieden. “In Herne einen Punkt zu holen, ist okay. Hier werden andere Mannschaften Punkte liegen lassen!“
Germania Gladbeck kassierte beim 0:2 in Gütersloh die zweite Niederlage in Folge und rutschte in der Tabelle auf Platz 13 ab, während sich die Ostwestfalen auf Rang neun verbesserten. Nach der Führung für die Hausherren durch Fiore (22.) hatten die Gäste mehr und mehr Spielanteile, konnten aber kaum echte Torgefahr entwickeln. Das 2:0 durch Barton (82.) war die Entscheidung in einer unterhaltsamen Partie. Güterslohs Hauptsponsor und Präsident Norbert Wöstmann stinken aber indes Saisonverlauf und Leistungen ("Das ist absolutes Mittelmaß, mehr nicht") gewaltig. Wöstmann monierte, dass mit Erkenschwick, Herne oder Delbrück Klubs vor dem FCG stünden, "die nicht annähernd so viel Geld für ihre Oberligamannschaft ausgeben wie wir", und kündigte eine Reduzierung des mit 700.000 Euro bezifferten Etats für die kommende Saison an: "Das ist 5. Liga, da muss es ja weniger werden."
Wie gewonnen, so zerronnen. In der 90. Minute schoss David Sawatzki im Spiel der Spvgg. Erkenschwick gegen die Sportfreunde Oestrich-Iserlohn noch zum umjubelten 2:2 ein. 60 Sekunden später war das Spiel mit 2:3 dennoch verloren. Viel zu sorglos agierten in der Schlussphase die Platzherren, sodass Oestrich mit der vierten Torchance zum dritten Tor kam. Nicht nur die Fans schüttelten ungläubig den Kopf, auch Spvgg.-Trainer Manni Wölpper war am Ende restlos bedient.
Die Hammer SpVg. ist mit einem klaren 3:0-Arbeitssieg über Schlusslicht TSG Sprockhövel wieder zurück auf der Erfolgsspur. Sprockhövel hat im Jahr 2008 in einem Meisterschaftsspiel noch keinen Treffer erzielt. "In der ersten Halbzeit haben gut mitgehalten, schlagen uns durch Abwehrfehler aber wieder selbst", so TSG-Trainer Robert Wasilewski. "Ich gehe davon aus, auch in der nächsten Saison Trainer in Sprockhövel zu sein. Ich habe die Rückendeckung des Vorstands. Konkret haben wir mit den Planungen noch nicht angefangen. Wir wollen in der Verbandsliga oben mitspielen, dafür müssen wir eine schlagkräftige Mannschaft zusammenstellen. Einige Leistungsträger sollen gehalten werden und A-Jugendliche integriert werden", will Robert Wasilewski auch in der nächsten Spielzeit die TSG Sprockhövel als Trainer betreuen.
Im neuen Jahr bleibt Arminia Bielefeld II auf Erfolgskurs. Beim 1:0-Heimsieg gegen Rot Weiss Ahlen II blieben sie bereits zum vierten Mal in Serie ohne Gegentor und verkürzten den Rückstand zum wichtigen elften Tabellenplatz auf drei Punkte. "Beim 1:0-Sieg haben wir viel Glück gehabt. Da muss man ehrlich sein. Es hat uns in die Karten gespielt, dass der Gegner in der zweiten Halbzeit eine halbe Stunde in Unterzahl war. Den Platz haben wir genutzt", zog Detlev Dammeier, Trainer bei Arminia Bielefeld, nach dem Erfolg in Ahlen ein positives Fazit.
Schon am Freitag trennten sich der SV Lippstadt und der SC Wiedenbrück mit einem 2:2-Unentschieden. Der Vorletzte Wiedenbrück (11 Punkte Rückstand auf einen NRW-Liga-Platz) hat sich in der Fußball-Oberliga scheinbar noch nicht aufgegeben und im Lippstädter Waldschlösschen ein achtbares Remis erkämpft. Das ist für eine Aufholserie zwar zu wenig, nährt aber die Hoffnung auf die dringend benötigte Steigerung. Auch dem SV Lippstadt auf Tabellenplatz elf hilft die Punkteteilung nicht weiter.