Presseberichte der Fussball Oberliga Westfalen vom 13.04.2007

„Das Potenzial der Spvgg. ist viel größer“
Oer-Erkenschwick - Am Sonntag kann die Spvgg. Erkenschwick gegen die Sportfreunde Oestrich-Iserlohn mit einem Sieg einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen. Wie Oestrichs Trainer Oliver Ruhnert der Spvgg. die Suppe versalzen möchte, verrät er im Interview.

Bereits von 1995 bis 2002 spielten die Sportfreunde Oestrich-Iserlohn, die sich am Sonntag (15 Uhr) zum Duell bei der Spvgg. Erkenschwick vorstellen, in der Oberliga. Vor der aktuellen Saison gelang der Aufstieg als Vize-Meister der Verbandsliga nur deshalb, weil der DSC Wanne-Eickel es versäumt hatte, die nötigen Unterlagen für eine Lizenz rechtzeitig einzureichen. Lange Zeit sah es so aus, als würden die Sportfreunde nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Doch durch zuletzt sieben sieglose Spiele in Serie ist der Klassenerhalt in große Gefahr geraten. Wir sprachen mit Trainer Oliver Ruhnert vor der wichtigen Partie im Stimbergstadion.

Frage: Zuletzt verlor Ihre Mannschaft 1:4 gegen die

Sportfreunde Lotte. Ihr Fazit?

Ruhnert: Das Spiel ist unglaublich gelaufen. Nach drei Minuten bringen wir den Ball aus drei Metern nicht im leeren Tor unter. Wenn wir da das 1:0 machen, geht das Spiel sicherlich ganz anders aus. Leider haben wir uns im weiteren Verlauf durch individuelle Abwehrfehler um ein besseres Ergebnis gebracht. Phasenweise war meine Mannschaft klar besser als Lotte.

Frage: Aus den letzten sieben Spielen holten Ihre Sportfreunde aber nur zwei von 21 möglichen Zählern. Warum läuft es im Moment nicht?

Ruhnert: Wir kommen langsam in die Region, wo uns vor der Saison jeder erwartet hat. Das ist etwas schade. Denn in jedem der angesprochenen sieben Spiele hatten wir die Chance, mindestens einen Punkt mitzunehmen. Uns fehlte teilweise das Glück, teilweise haben wir es den Gegnern aber auch zu leicht gemacht.

Frage: Nun kommt es in Erkenschwick zu einem ganz wichtigen Duell bei einem direkten Mitkonkurrenten im Kampf. Wie schätzen Sie die Spvgg. ein?

Ruhnert: Vor uns liegt eine ganz wichtige Woche. Denn nach der Partie in Erkenschwick müssen wir am Mittwoch auch noch zum Nachholspiel nach Wattenscheid. Ich habe die beiden Erkenschwicker Verantwortlichen Michael Pannenbecker und Manfred Wölpper beim 1:1-Unentschieden des VfB Hüls bei Emsdetten 05 getroffen. Ich habe beiden gesagt, dass die Spvgg. ganz bestimmt nicht da unten hingehört. Das Potenzial dieser Mannschaft ist sehr groß. Wir müssen sehen, dass wir Ahlen, Hüls und Emsdetten hinter uns lassen. Diese Vereine sehe ich als unsere Hauptkonkurrenten.

Frage: Belastet die derzeitige Situation die Planungen für die nächste Saison?

Ruhnert: Wir planen für beide Ligen. Da uns momentan gerade im Angriff die nötige Durchschlagskraft fehlt, schauen wir uns überwiegend nach Spielern für die Offensive um. Natürlich möchten wir in der nächsten Saison wieder in der Oberliga spielen, aber in Oestrich geht nicht alles den Bach runter, wenn wir absteigen sollten. Wir haben noch neun Spiele, die meisten Spitzen-Mannschaften liegen hinter uns. Ich bin zuversichtlich, dass wir es packen werden.

Frage: Wie sieht es vor dem Spiel im Stimbergstadion personell aus?

Ruhnert: Mit Samir Thari fehlt uns ein ganz wichtiger Offensivspieler. Er laboriert schon seit Monaten an einer Zystenabsplitterung im Fuß und wird wohl erst im Juni wieder Fußball spielen können. Außerdem fehlt mir in Erkenschwick Björn Goeseke. Ich hoffe, dass er in Wattenscheid wieder spielen kann. Manuel Huff hat sich einen Muskelfaserriss zugezogen. Er wird einige Zeit zuschauen müssen.



Zwangspause: Strzys wurde operiert
Oer-Erkenschwick. "Es ist schade genug. Aber damit müssen wir leben. Der Michael kann zwar nach fünf Tagen wieder am normalen Trainingsbetrieb teilnehmen. Aber eine Pause von vier bis sechs Wochen ist nicht zu vermeiden." Klar, dass Spvgg. Erkenschwicks Trainer Manfred Wölpper über den verletzungsbedingten Ausfall seines Torhüters Michael Strzys alles andere als glücklich ist. Aber der musste sich am Mittwoch einer Operation an seinem gebrochenen Zeigefinger-Glied unterziehen. Jetzt sind Sebastian Jörgens und Daniel Kozakowski wieder gefragt als Nummer eins im Tor des Fußball-Oberligisten. "Beide haben die Chance, sich beim Training anzubieten. Jörgens leidet zurzeit allerdings an einer leichten Hüftverletzung. Und auch für die Abwehr wird es wieder eine Umstellung sein, weil Strzys zuletzt natürlich sehr viel Sicherheit ausgestrahlt hatte", hofft der Coach, dass der Ausfall des Keepers trotzdem verkraftet werden kann.

Jürgen Seyb



Limberg nach Oestrich
Oestrich. (wasi) Offiziell sollen die Verlautbarungen zur Personalplanung beim Fußball-Oberligisten SF Oestrich-Iserlohn für die kommende Saison erst Anfang nächster Woche erfolgen, doch schon jetzt sickerten erste Einzelheiten durch. So ist bereits Ersatz für Stammtorhüter Andreas Braun gefunden worden, der Ende der Saison den Verein verlassen wird. Vom Verbandsligisten VfL Schwerte wird Daniel Limberg in die Schledde wechseln, der eine neue sportliche Herausforderung sucht. Der 26-Jährige gilt als Mustersportler und war bei den Ruhrstädtern in den vergangenen fünf Jahren ein absoluter Leistungsträger.



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