Presseberichte der Fussball Oberliga Westfalen vom 23.04.2007
Erkenschwick besser - aber wieder nur 0:0
Oer-Erkenschwick. - Die Null bei der Spvgg. Erkenschwick steht weiter – vorne wie hinten. Liest sich das gestrige 0:0 gegen die weitaus höher eingestuften Sportfreunde aus Lotte auf dem Papier als Erfolg, kann der ESV die Nullnummer mitnichten als solchen verbuchen
Lotte, angetreten als zweitstärkste Angriffsmannschaft der Liga, drosch das erste Mal gezielt in der 92. Minute aufs Spvgg.-Gehäuse. „Ich glaube, wir hatten heute keine Torchance“, gab auch Lottes Spielmacher Florian Dondorf zu, der das Spiel vorzeitig mit Verdacht auf Bänderriss beenden musste. So weit, so gut aus Sicht der Platzherren.
Die jedoch bewiesen einmal mehr größte Mühe, das Spielgerät selbst über die Torlinie zu bugsieren. Möglichkeiten vor 350 Unentwegten, die den Weg an den Stimberg noch fanden, waren zur Genüge da. Alleine, es haperte im Abschluss. Oder aber an der nötigen Konsequenz. Als in der 44. Minute Dennis Warncke mutterseelenallein im Lotter Strafraum eintauchte, durfte das Resultat nichts anderes sein als die Führung für die Hausherren. Doch der Linksfuß, trotzdem noch einer der Besseren auf dem Platz, schob den Ball halbherzig direkt auf Keeper Wilmsmeier.
Trotzdem und bei aller Enttäuschung der eigenen Anhänger: Gegenüber der Vorwoche war das Spiel gestern ein Schritt nach vorne. Nicht nur, dass die Gäste zu keiner aussichtsreichen Szene kamen (und wenn, dann tappten sie in die Abseitsfalle), nein, phasenweise war auch ein ansehnliches Kombinationsspiel der Platzherren zu beobachten. „Wir sind heute für ein Unentschieden, aber nicht für einen Sieg in Frage gekommen. Deshalb können wir mit dem 0:0 zufrieden sein“, sagte Lottes Trainer Klaus Bienemann. Der sich bedanken durfte bei Marcel Althaus (verpasste in der siebten Minute aus spitzem Winkel), Schiedsrichter Probst, der eine klares Foulspiel von Haverkamp im eigenen Strafraum gegen Allali übersah (13.), und vor allem bei Sebastian Westerhoff. Der Torjäger wurde den Ansprüchen wie zuletzt auch gestern nicht gerecht, dabei wurde ihm das Leder von Setzke und Warncke gleich mehrfach mustergültig aufgelegt (20.; 23.; 38.).
Nach dem Wechsel zeigten sich die Gäste nochmals in den eigenen Defensivbemühungen verbessert. Der Vorwurf, den auch Trainer Manni Wölpper seinen Mannen in den zweiten 45 Minuten machte, ist: Anstatt Geduld zu bewahren und weiter versuchen zu kombinieren, was in den ersten 45 Minuten ja durchaus geklappt hatte, verrannten sich die Schwarz-Roten nun in Einzelaktionen. Etliche Aktionen der Kategorie „Hätte ,Wenn und Aber“ gab es zwar noch, nichts jedoch war dabei, das derart zwingend war, als dass ein Tor hätte fallen müssen. Die letzte Möglichkeit resultierte aus der 62. Minute, als Lasse Fischer-Riepe einen Kopfball über die Querlatte legte. Acht Minuten zuvor hatte Martin Setzke mit einem Schuss aus der Drehung noch knapp verzogen. Setzke, Westerhoff, Vural oder Özdemir waren später noch in aussichtsreicher Position, fanden aber nicht den rechten Moment zum Abschluss.
Wie gesagt: Viel Hätte, Wenn und Aber. Ist-Zustand aber ist: Mit dem 0:0 kletterte die Spvgg. in der Tabelle sogar noch einen Platz hinauf.
Punktgewinn mit dem letzten Aufgebot
Lotte. Minimalziel erreicht, mehr nicht. Angesichts der angespannten personellen Situation der Sportfreunde Lotte ist das gestrige 0:0 bei der Spielvereinigung Erkenschwick allerdings wie ein Erfolg zu werten. Damit sammelt Lotte weiter eifrig Punkte, um auf die magische Zahl von 40 zu kommen. Derzeit sind es 39. „Wir müssen zufrieden sein“, fasste Trainer Klaus Bienemann die 90 Minuten zusammen. „Erkenschwick hatte insgesamt mehr vom Spiel, wenn auch die ganz großen Torchancen fehlten.“ Prunkstück der Sportfreunde gestern war die Abwehr. Der brandgefährliche Angriff der Hausherren um Martin Setzke und Sebastian Westerhoff kam überhaupt nicht zur Entfaltung. Die beiden waren bei Sebastian Lodter und Jan Kreuzheck gut aufgehoben. Während die Deckung hinten kaum etwas zuließ, lediglich Warnke hatte in der 44. Minute eine gute Einschussmöglichkeit für die Hausherren, ging nach vorne nicht fiel. „Da wurde deutlich, dass wir personell aus dem letzten Loch pfeifen“, meinte Bienemann. Hatte der Coach quasi schon das letzte Aufgebot aufs Feld geschickt, Torhüter Sven Wilsmmeier stand zudem angeschlagen zwischen den Pfosten, verletzten sich auch Florian Dondorf und Daniel Rehers. Bei Rehers brach nach einem Pressschlag die alte Knieverletzung wieder auf. Dondorf bekam einen heftigen Schlag auf die Wade, die keinen weiteren Einsatz zuließ. „Ich hoffe inständig, dass die beiden bis kommenden Samstag gegen Preußen Münster wieder fit sind“, äußerte Bienemann.
Vor gut 300 Zuschauern stand für die abstiegsbedrohten Erkenschwicker viel auf dem Spiel. Entsprechend engagiert gingen sie zu Werke, bissen sich aber immer wieder an der sattelfesten Lotter Abwehr die Zähne aus. Da ein geordnetes Aufbauspiel der Sportfreunde so gut wie gar nicht stattfand und so das Mittelfeld kaum für Entlastung sorgen konnte, entwickelte sich ein eher langweiliges Spiel. Nach dem Seitenwechsel wurde der Druck der Hausherren zwar noch größer, gefährlich wurde es aber nur selten. Um ein Haar wäre Sebastian Lodter in der Nachspielzeit sogar das Tor des Tages gelungen, doch verfehlte er das gegnerische Gehäuse mit einem 20-Meter-Knaller nur knapp. Das wäre auch des Guten zuviel gewesen.
SF Lotte: Wilmsmeier, Schiersand, Lodter, Kreuzheck, Heger, Haverkamp, Rehers (62. Taurino), Dondorf (75. Vehoff), Pahlig (53. Stein), Güraslan, Lüttmann.
Tore: Fehlanzeige.
Zuschauer: 300.
VON ALFRED STEGEMANN
Dannebergs Tor macht neue Hoffnung
FUSSBALL-OBERLIGA: Arminia II kommt Verl nach dem 1:0 in Oestrich wieder näher
VON HANS-JOACHIM KASPERS
Bielefeld. So kann’s gehen: Da hakt eine Mannschaft die Meisterschaft offiziell schon ab - und nur sieben Tage später scheint wieder vieles möglich. Mit dem "schmutzigen 1:0-Erfolg" (Originalton Trainer Detlev Dammeier) bei den Sportfreunden Oestrich haben Arminia Bielefelds Amateure den Rückstand auf den Spitzenreiter SC Verl, der mit 1:4 beim FC Gütersloh verlor, auf fünf Punkte verkürzt und das Saisonfinale wieder spannender gemacht.
"Ich halte nichts von Spekulationen und schaue nur von Spiel zu Spiel. Erstmal müssen wir weiter unsere Hausaufgaben erledigen", sagte Dammeier. Die gleich darauf ausgesprochene Hoffnung, dass sich der SV Lippstadt nach dem 0:7-Debakel gegen Bochum jetzt bloß nicht hängen lassen und Verl am kommenden Sonntag anständig Paroli bieten möge, beweist jedoch, dass auch der DSC-Coach wieder in Richtung Tabellenspitze spickert.
Auf dem Kunstrasenplatz in Oestrich taten sich die Arminen eine knappe halbe Stunde lang recht schwer. Erst nachdem schon zwei Drittel der ersten Halbzeit gespielt waren, fingen die Gäste an, Ball und Gegner zu kontrollieren. Zuvor hatte Nils-Christian Schmidt einmal für seinen schon geschlagenen Torwart Pascal Formann auf der Linie klären müssen (18.), während Daniel Scherning in der 14. Minute mit einem Kopfball das Oestricher Gehäuse nur um Zentimeter verfehlt hatte.
Dann aber ging es richtig los - etwa mit einer Doppelchance von Daniel Scherning und Tim Danneberg in der 27. Minute, bei der, so jedenfalls die Meinung von Arminias Fußball-Obmann Hannes Scholz, das 1:0 einfach hätte fallen müssen. Vor der Pause vergaben zudem Umut Kocin (28. und 43.) sowie Jared Jörgens, der in aussichtsreicher Position im Strafraum ausrutschte, weitere gute Möglichkeiten.
Nach dem Wechsel hatten die Oestricher nach 47 Minuten den Führungstreffer auf dem Fuß, doch Sarisoy, der beste Akteur der Gastgeber, übersah einen besser postierten und frei stehenden Mitspieler und schoss ans Außennetz. Kurz darauf sorgte Tim Danneberg mit dem "Tor das Tages" für eine enorme Beruhigung des Spiels, denn anschließend war Oestrich nicht mehr in der Lage, sich gegen die drohende Niederlage zu stemmen. "Da hat man gesehen, dass wir am Mittwoch im Nachholspiel in Wattenscheid viel Kraft gelassen haben", meinte SF-Trainer Oliver Ruhnert.
Detlev Dammeier war vor allem mit dem Ergebnis zufrieden, freute sich aber auch darüber, dass die Einstellung seines Teams wieder gestimmt hatte.
SF Oestrich - Arminia 2 0:1
Sportfreunde Oestrich: Braun – Buchwald, Kutlu, Dolczych, Davovic (73. Tomaschewski) – Scheerer (79. Tsotoulidis), Hensel, Sarsoy, Juchum – Huff (66. Tabanoglu), Firat.
Arminia Bielefeld 2: Formann – Schmidt, Fischer, Stadel, Jörgens – Danneberg (80. Ornatelli), Zech – Yildiz (84. Röber), Vacek (63. Koberstein), Kocin – Scherning.
Zuschauer: 400.
Schiedsrichter: Tobias Brand (St. Augustin) bot gemeinsam mit seinen Assistenten eine gute Leistung, wobei es ihm die Akteure in dieser fairen Partie aber auch sehr leicht machten.
Gelbe Karten: Tabanoglu (Foul) – Jörgens (Foul).
Eckenverhältnis: 3:3 (2:1)
Chancenverhältnis: 4:10 (2:6)
Tor:
0:1 (52.) Tim Danneberg;
Engin Yildiz profitiert von einem Fehler von Huff, der über den Ball schlägt, und macht sich auf der rechten Seite auf die Reise. Seine präzise flache Hereingabe erreicht am Elfmeterpunkt den mitgelaufenen Torschützen, der den Ball direkt nimmt und ihn im langen Eck versenkt.
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Oer-Erkenschwick. - Die Null bei der Spvgg. Erkenschwick steht weiter – vorne wie hinten. Liest sich das gestrige 0:0 gegen die weitaus höher eingestuften Sportfreunde aus Lotte auf dem Papier als Erfolg, kann der ESV die Nullnummer mitnichten als solchen verbuchen
Lotte, angetreten als zweitstärkste Angriffsmannschaft der Liga, drosch das erste Mal gezielt in der 92. Minute aufs Spvgg.-Gehäuse. „Ich glaube, wir hatten heute keine Torchance“, gab auch Lottes Spielmacher Florian Dondorf zu, der das Spiel vorzeitig mit Verdacht auf Bänderriss beenden musste. So weit, so gut aus Sicht der Platzherren.
Die jedoch bewiesen einmal mehr größte Mühe, das Spielgerät selbst über die Torlinie zu bugsieren. Möglichkeiten vor 350 Unentwegten, die den Weg an den Stimberg noch fanden, waren zur Genüge da. Alleine, es haperte im Abschluss. Oder aber an der nötigen Konsequenz. Als in der 44. Minute Dennis Warncke mutterseelenallein im Lotter Strafraum eintauchte, durfte das Resultat nichts anderes sein als die Führung für die Hausherren. Doch der Linksfuß, trotzdem noch einer der Besseren auf dem Platz, schob den Ball halbherzig direkt auf Keeper Wilmsmeier.
Trotzdem und bei aller Enttäuschung der eigenen Anhänger: Gegenüber der Vorwoche war das Spiel gestern ein Schritt nach vorne. Nicht nur, dass die Gäste zu keiner aussichtsreichen Szene kamen (und wenn, dann tappten sie in die Abseitsfalle), nein, phasenweise war auch ein ansehnliches Kombinationsspiel der Platzherren zu beobachten. „Wir sind heute für ein Unentschieden, aber nicht für einen Sieg in Frage gekommen. Deshalb können wir mit dem 0:0 zufrieden sein“, sagte Lottes Trainer Klaus Bienemann. Der sich bedanken durfte bei Marcel Althaus (verpasste in der siebten Minute aus spitzem Winkel), Schiedsrichter Probst, der eine klares Foulspiel von Haverkamp im eigenen Strafraum gegen Allali übersah (13.), und vor allem bei Sebastian Westerhoff. Der Torjäger wurde den Ansprüchen wie zuletzt auch gestern nicht gerecht, dabei wurde ihm das Leder von Setzke und Warncke gleich mehrfach mustergültig aufgelegt (20.; 23.; 38.).
Nach dem Wechsel zeigten sich die Gäste nochmals in den eigenen Defensivbemühungen verbessert. Der Vorwurf, den auch Trainer Manni Wölpper seinen Mannen in den zweiten 45 Minuten machte, ist: Anstatt Geduld zu bewahren und weiter versuchen zu kombinieren, was in den ersten 45 Minuten ja durchaus geklappt hatte, verrannten sich die Schwarz-Roten nun in Einzelaktionen. Etliche Aktionen der Kategorie „Hätte ,Wenn und Aber“ gab es zwar noch, nichts jedoch war dabei, das derart zwingend war, als dass ein Tor hätte fallen müssen. Die letzte Möglichkeit resultierte aus der 62. Minute, als Lasse Fischer-Riepe einen Kopfball über die Querlatte legte. Acht Minuten zuvor hatte Martin Setzke mit einem Schuss aus der Drehung noch knapp verzogen. Setzke, Westerhoff, Vural oder Özdemir waren später noch in aussichtsreicher Position, fanden aber nicht den rechten Moment zum Abschluss.
Wie gesagt: Viel Hätte, Wenn und Aber. Ist-Zustand aber ist: Mit dem 0:0 kletterte die Spvgg. in der Tabelle sogar noch einen Platz hinauf.
Punktgewinn mit dem letzten Aufgebot
Lotte. Minimalziel erreicht, mehr nicht. Angesichts der angespannten personellen Situation der Sportfreunde Lotte ist das gestrige 0:0 bei der Spielvereinigung Erkenschwick allerdings wie ein Erfolg zu werten. Damit sammelt Lotte weiter eifrig Punkte, um auf die magische Zahl von 40 zu kommen. Derzeit sind es 39. „Wir müssen zufrieden sein“, fasste Trainer Klaus Bienemann die 90 Minuten zusammen. „Erkenschwick hatte insgesamt mehr vom Spiel, wenn auch die ganz großen Torchancen fehlten.“ Prunkstück der Sportfreunde gestern war die Abwehr. Der brandgefährliche Angriff der Hausherren um Martin Setzke und Sebastian Westerhoff kam überhaupt nicht zur Entfaltung. Die beiden waren bei Sebastian Lodter und Jan Kreuzheck gut aufgehoben. Während die Deckung hinten kaum etwas zuließ, lediglich Warnke hatte in der 44. Minute eine gute Einschussmöglichkeit für die Hausherren, ging nach vorne nicht fiel. „Da wurde deutlich, dass wir personell aus dem letzten Loch pfeifen“, meinte Bienemann. Hatte der Coach quasi schon das letzte Aufgebot aufs Feld geschickt, Torhüter Sven Wilsmmeier stand zudem angeschlagen zwischen den Pfosten, verletzten sich auch Florian Dondorf und Daniel Rehers. Bei Rehers brach nach einem Pressschlag die alte Knieverletzung wieder auf. Dondorf bekam einen heftigen Schlag auf die Wade, die keinen weiteren Einsatz zuließ. „Ich hoffe inständig, dass die beiden bis kommenden Samstag gegen Preußen Münster wieder fit sind“, äußerte Bienemann.
Vor gut 300 Zuschauern stand für die abstiegsbedrohten Erkenschwicker viel auf dem Spiel. Entsprechend engagiert gingen sie zu Werke, bissen sich aber immer wieder an der sattelfesten Lotter Abwehr die Zähne aus. Da ein geordnetes Aufbauspiel der Sportfreunde so gut wie gar nicht stattfand und so das Mittelfeld kaum für Entlastung sorgen konnte, entwickelte sich ein eher langweiliges Spiel. Nach dem Seitenwechsel wurde der Druck der Hausherren zwar noch größer, gefährlich wurde es aber nur selten. Um ein Haar wäre Sebastian Lodter in der Nachspielzeit sogar das Tor des Tages gelungen, doch verfehlte er das gegnerische Gehäuse mit einem 20-Meter-Knaller nur knapp. Das wäre auch des Guten zuviel gewesen.
SF Lotte: Wilmsmeier, Schiersand, Lodter, Kreuzheck, Heger, Haverkamp, Rehers (62. Taurino), Dondorf (75. Vehoff), Pahlig (53. Stein), Güraslan, Lüttmann.
Tore: Fehlanzeige.
Zuschauer: 300.
VON ALFRED STEGEMANN
Dannebergs Tor macht neue Hoffnung
FUSSBALL-OBERLIGA: Arminia II kommt Verl nach dem 1:0 in Oestrich wieder näher
VON HANS-JOACHIM KASPERS
Bielefeld. So kann’s gehen: Da hakt eine Mannschaft die Meisterschaft offiziell schon ab - und nur sieben Tage später scheint wieder vieles möglich. Mit dem "schmutzigen 1:0-Erfolg" (Originalton Trainer Detlev Dammeier) bei den Sportfreunden Oestrich haben Arminia Bielefelds Amateure den Rückstand auf den Spitzenreiter SC Verl, der mit 1:4 beim FC Gütersloh verlor, auf fünf Punkte verkürzt und das Saisonfinale wieder spannender gemacht.
"Ich halte nichts von Spekulationen und schaue nur von Spiel zu Spiel. Erstmal müssen wir weiter unsere Hausaufgaben erledigen", sagte Dammeier. Die gleich darauf ausgesprochene Hoffnung, dass sich der SV Lippstadt nach dem 0:7-Debakel gegen Bochum jetzt bloß nicht hängen lassen und Verl am kommenden Sonntag anständig Paroli bieten möge, beweist jedoch, dass auch der DSC-Coach wieder in Richtung Tabellenspitze spickert.
Auf dem Kunstrasenplatz in Oestrich taten sich die Arminen eine knappe halbe Stunde lang recht schwer. Erst nachdem schon zwei Drittel der ersten Halbzeit gespielt waren, fingen die Gäste an, Ball und Gegner zu kontrollieren. Zuvor hatte Nils-Christian Schmidt einmal für seinen schon geschlagenen Torwart Pascal Formann auf der Linie klären müssen (18.), während Daniel Scherning in der 14. Minute mit einem Kopfball das Oestricher Gehäuse nur um Zentimeter verfehlt hatte.
Dann aber ging es richtig los - etwa mit einer Doppelchance von Daniel Scherning und Tim Danneberg in der 27. Minute, bei der, so jedenfalls die Meinung von Arminias Fußball-Obmann Hannes Scholz, das 1:0 einfach hätte fallen müssen. Vor der Pause vergaben zudem Umut Kocin (28. und 43.) sowie Jared Jörgens, der in aussichtsreicher Position im Strafraum ausrutschte, weitere gute Möglichkeiten.
Nach dem Wechsel hatten die Oestricher nach 47 Minuten den Führungstreffer auf dem Fuß, doch Sarisoy, der beste Akteur der Gastgeber, übersah einen besser postierten und frei stehenden Mitspieler und schoss ans Außennetz. Kurz darauf sorgte Tim Danneberg mit dem "Tor das Tages" für eine enorme Beruhigung des Spiels, denn anschließend war Oestrich nicht mehr in der Lage, sich gegen die drohende Niederlage zu stemmen. "Da hat man gesehen, dass wir am Mittwoch im Nachholspiel in Wattenscheid viel Kraft gelassen haben", meinte SF-Trainer Oliver Ruhnert.
Detlev Dammeier war vor allem mit dem Ergebnis zufrieden, freute sich aber auch darüber, dass die Einstellung seines Teams wieder gestimmt hatte.
SF Oestrich - Arminia 2 0:1
Sportfreunde Oestrich: Braun – Buchwald, Kutlu, Dolczych, Davovic (73. Tomaschewski) – Scheerer (79. Tsotoulidis), Hensel, Sarsoy, Juchum – Huff (66. Tabanoglu), Firat.
Arminia Bielefeld 2: Formann – Schmidt, Fischer, Stadel, Jörgens – Danneberg (80. Ornatelli), Zech – Yildiz (84. Röber), Vacek (63. Koberstein), Kocin – Scherning.
Zuschauer: 400.
Schiedsrichter: Tobias Brand (St. Augustin) bot gemeinsam mit seinen Assistenten eine gute Leistung, wobei es ihm die Akteure in dieser fairen Partie aber auch sehr leicht machten.
Gelbe Karten: Tabanoglu (Foul) – Jörgens (Foul).
Eckenverhältnis: 3:3 (2:1)
Chancenverhältnis: 4:10 (2:6)
Tor:
0:1 (52.) Tim Danneberg;
Engin Yildiz profitiert von einem Fehler von Huff, der über den Ball schlägt, und macht sich auf der rechten Seite auf die Reise. Seine präzise flache Hereingabe erreicht am Elfmeterpunkt den mitgelaufenen Torschützen, der den Ball direkt nimmt und ihn im langen Eck versenkt.
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