Presseberichte der Fussball Oberliga Westfalen vom 25.04.2007
VfB Hüls unter Druck
Marl. - Sieben Punkte bis zum rettenden 15. Platz, dazu ein miserables Torverhältnis – der Begriff „Endspiel“ ist in diesem Fall angebracht. Klaus Täuber, Trainer des VfB Hüls, bestätigt vor dem Spiel gegen den SC Delbrück: Seine Elf steht schwer unter Druck.
"Eigentlich sind es gleich zwei Endspiele", sagt Klaus Täuber vor der Partie am Badeweiher am Mittwochabend (Anstoß: 18.30 Uhr). "Jetzt gegen Delbrück und am Sonntag gegen Eintracht Rheine. Die beiden Heimspiele müssen wir unbedingt gewinnen, um den Anschluss herzustellen."
Besonders vorbereiten will der Trainer seine Elf auf das wegweisende Spiel nicht. "Für uns geht es darum zu regenerieren. Schließlich haben wir sieben Spiele in einem Monat absolviert."
Den Tabellenzehnten Delbrück hat er am Sonntag beim 1:1 in Wattenscheid beobachtet: "Ein starker Oberligist mit exzellenter Raumaufteilung und vielen guten Spielern. Das 1:1 täuscht über den Spielverlauf hinweg. Wir müssen schon einen sehr guten Tag erwischen und endlich auch mal das nötige Glück haben, um Delbrück zu schlagen."
"Für den VfB ist es die letzte Chance"
FUSSBALL. (MSPW) Trainer Roger Schmidt, der sich im Nachholspiel heute (18.30 Uhr) mit dem Delbrücker SC beim VfB Hüls vorstellt, bestreitet so etwas wie seine "Abschiedstour" durch die Oberliga Westfalen. -
Diese Saison, es ist seine dritte beim DSC, will er noch zu Ende bringen. In der kommenden Spielzeit wird Schmidt dann ausschließlich als Sportlicher Leiter fungieren. Seinen Nachfolger auf dem Trainerstuhl hat er schon ausgesucht, Werner Koch wird Schmidt beerben. Da die Ostwestfalen den Klassenerhalt trotz der jüngsten Negativserie so gut wie sicher haben, sind die Planungen für die neue Saison schon weit fort geschritten.
Zuletzt erreichte der VfB-Gegner ein 1:1-Unentschieden bei der SG Wattenscheid 09. Doch über das Remis konnte Schmidt sich gar nicht freuen. "Wir hätten das Spiel gewinnen müssen. Nach der 1:0-Führung hatten wir mehrere hochkarätige Chancen, den Abstand weiter zu vergrößern. Doch wie so oft im Fußball wird man bestraft, wenn man seine Möglichkeiten nicht nutzt."
Seit sechs Partien wartet der Delbrücker SC nun schon auf einen Sieg. Die Ursachen sind bei den Verantwortlichen längst bekannt. Schmidt: "Wir hatten einfach eine schwächere Phase. Das ist normal. Schließlich sind wir keine Übermannschaft. Zudem haben wir größtenteils gegen Gegner aus dem oberen Tabellendrittel gespielt." Das Spiel in Wattenscheid sieht der künftige Sportliche Leister als einen Schritt in die richtige Richtung. Schmidt: "Außer mit der Chancenverwertung war ich zufrieden."
Trotz der Schwächephase ist der Abstieg anders als beim VfB Hüls kein Thema mehr. "Man soll sich nie zu sicher sein, aber es sieht ganz gut aus. Wir werden sehen, was am Ende heraus kommt. Unser Anspruch ist es schon, noch den einen oder anderen Platz gut zu machen. Außerdem wollen wir unseren Fans noch ein paar schöne Spiele zeigen", lautet Schmidts Kampfansage für heute.
Fast mit ein bisschen Mitleid blickt Schmidt auf die sportliche Krise beim VfB Hüls. "Ich bin überrascht, dass die da unten mit reingerutscht sind. Inzwischen haben sie durch Kalayci und Pereira auch wieder die nötige spielerische Qualität. Für den VfB ist es gegen uns ja fast schon so etwas wie die letzte Chance. Die Wattenscheider waren gegen uns in einer ähnlichen Situation. Von daher weiß mein Team, wie es damit umzugehen hat."
Die letzte Chance - Live-Ticker
Der VfB Hüls holt gegen den Delbrücker SC nach. Trainer Täuber hofft auf einen Sieg, sagt aber auch: "Vorne sind wir armseelig besetzt"
FUSSBALL OBERLIGA
Marl. Horst Darmstädter, der Fußball-Boss des VfB Hüls, könnte auch für die Titel bei Box-Kämpfen sorgen. Wenn Faustkämpfer aufeinander treffen, wird das gerne "gehottet". Das ist neudeutsch und heißt: angeheizt. Da gibt es zum Beispiel "Das Comeback des Jahres" oder "Die Nacht der Rache" oder auch "Die "Boxsensation des Jahres". Bei Darmstädter heißt es vor dem Nachholspiel in der Oberliga gegen den Delbrücker SC: "Die letzte
Das klingt drastisch, gar dramatisch, kann aber vielleicht bei den Hülser Akteuren dafür sorgen, dass sie noch ein paar Körnchen mehr investieren und dann jetzt auch endgültig verstanden haben, um was es für sie, um was aber in erster Linie für den Verein VfB Hüls geht. Nämlich darum, dass er im Jahr vor dem 100. Geburtstag wahrscheinlich in die Verbandsliga absteigen wird - nach gefühlten 50 Jahren.
Das Spiel gegen Delbrück ist wichtig. Es ist aber mitnichten die letzte Chance, die das Team von Klaus Täuber hat. Aber auch der Trainer weiß, dass es eminent wichtig wäre, wenn es einen Sieg im letzten noch ausstehenden Nachholspiel geben würde. "Wir haben alles noch selber in der Hand", sagt er weiterhin. Dass er aber selber genau weiß, wie schwierig es sein wird, den VfB Hüls in der Klasse zu halten, und dass er keineswegs blauäugig an das Restprogramm seines Teams herangeht, macht er mit dem Zusatz, "na klar, wir müssen gewinnen", deutlich.
Was auch gegen Delbrück schwierig wird. Täuber hat den freien Sonntag, Hüls hatte bereits am Freitag bei Preußen Münster verloren, genutzt, um sich den Gegner beim Spiel bei der SG Wattenscheid 09 anzusehen. "Das ist eine gute Mannschaft. Da kann der Trainer mit drei Stürmern spielen und in der Schlussphase mit Ulf Raschke noch einen weiteren Stürmer bringen. Das ist nicht schlecht." Vor allem würde Täuber das gerne selber machen. Das Problem ist, "dass wir vorne armseelig besetzt sind". Täuber hat zwar nominell sogar mehr als drei Stürmer im Kader. Bis auf Seyfullah Kalayci und Miguel Pereira hat bislang keiner die Fähigkeiten gezeigt, eine Oberliga-Deckung entscheidend durcheinander zu bringen und zu treffen. Mirko Eisen schafft das nicht, Hasan Fidan auch nicht. Gerade den beiden jungen Stürmern ist deutlich anzumerken dass ihnen das Selbstvertrauen und das Erfolgserlebnis fehlt. Und weil das so ist, bekommt gegen Delbrück nach Lukas Kozielski und Patrick Walter voraussichtlich mit Markus Krawitz der nächste Spieler der zweiten Mannschaft ein Chance. "Das kann klappen", sagt Täuber. "Schließlich sind auch Walter und Kozielski Stammspieler geworden."
Kozielski aber wird gegen Delbrück ausfallen. Ebenso wie weiterhin Mario Paust, Tino Westphal, Carsten Sichler und auch Marcel Olschewski. "Das ist natürlich das nächste Problem, zumal es fraglich ist, ob Andreas Kluy wird spielen können. Er hat sich für das Montagstraining mit einer Magen-Darmgrippe abgemeldet", so Täuber. "Seitdem ich hier Trainer bin, konnte ich noch nicht einmal in zwei Spielen in Folge die gleiche Mannschaft aufstellen. Dadurch fehlen die Automatismen und die Sicherheiten." Noch wichtiger wäre allerdings ein weiteres Erfolgserlebnis, ein Sieg, der dann wahrscheinlicher wird, "wenn wir es endlich mal wieder schaffen würden", so Täuber, "in Führung zu gehen. Immer, wenn wir in Führung gegangen sind, haben wir das Spiel dann auch gewonnen. Okay, das war bislang erst zweimal der Fall."Sollten Sie keine Zeit haben, am Hülser Badeweiher zu sein, so können Sie online gehen und über den WAZ-Live-Ticker das Spiel des VfB Hüls gegen Delbrück verfolgen. Mit Zwischenständen, Torchancen, Trainerstimmen und der Blitztabelle sind Sie stets auf dem Laufenden. Auch am kommenden Sonntag gibt es wieder den Live-Ticker.
www.waz.de/vestsport
Von Markus Ebbing
Seiten: 1 2 3 4 5 6 7 8
Marl. - Sieben Punkte bis zum rettenden 15. Platz, dazu ein miserables Torverhältnis – der Begriff „Endspiel“ ist in diesem Fall angebracht. Klaus Täuber, Trainer des VfB Hüls, bestätigt vor dem Spiel gegen den SC Delbrück: Seine Elf steht schwer unter Druck.
"Eigentlich sind es gleich zwei Endspiele", sagt Klaus Täuber vor der Partie am Badeweiher am Mittwochabend (Anstoß: 18.30 Uhr). "Jetzt gegen Delbrück und am Sonntag gegen Eintracht Rheine. Die beiden Heimspiele müssen wir unbedingt gewinnen, um den Anschluss herzustellen."
Besonders vorbereiten will der Trainer seine Elf auf das wegweisende Spiel nicht. "Für uns geht es darum zu regenerieren. Schließlich haben wir sieben Spiele in einem Monat absolviert."
Den Tabellenzehnten Delbrück hat er am Sonntag beim 1:1 in Wattenscheid beobachtet: "Ein starker Oberligist mit exzellenter Raumaufteilung und vielen guten Spielern. Das 1:1 täuscht über den Spielverlauf hinweg. Wir müssen schon einen sehr guten Tag erwischen und endlich auch mal das nötige Glück haben, um Delbrück zu schlagen."
"Für den VfB ist es die letzte Chance"
FUSSBALL. (MSPW) Trainer Roger Schmidt, der sich im Nachholspiel heute (18.30 Uhr) mit dem Delbrücker SC beim VfB Hüls vorstellt, bestreitet so etwas wie seine "Abschiedstour" durch die Oberliga Westfalen. -
Diese Saison, es ist seine dritte beim DSC, will er noch zu Ende bringen. In der kommenden Spielzeit wird Schmidt dann ausschließlich als Sportlicher Leiter fungieren. Seinen Nachfolger auf dem Trainerstuhl hat er schon ausgesucht, Werner Koch wird Schmidt beerben. Da die Ostwestfalen den Klassenerhalt trotz der jüngsten Negativserie so gut wie sicher haben, sind die Planungen für die neue Saison schon weit fort geschritten.
Zuletzt erreichte der VfB-Gegner ein 1:1-Unentschieden bei der SG Wattenscheid 09. Doch über das Remis konnte Schmidt sich gar nicht freuen. "Wir hätten das Spiel gewinnen müssen. Nach der 1:0-Führung hatten wir mehrere hochkarätige Chancen, den Abstand weiter zu vergrößern. Doch wie so oft im Fußball wird man bestraft, wenn man seine Möglichkeiten nicht nutzt."
Seit sechs Partien wartet der Delbrücker SC nun schon auf einen Sieg. Die Ursachen sind bei den Verantwortlichen längst bekannt. Schmidt: "Wir hatten einfach eine schwächere Phase. Das ist normal. Schließlich sind wir keine Übermannschaft. Zudem haben wir größtenteils gegen Gegner aus dem oberen Tabellendrittel gespielt." Das Spiel in Wattenscheid sieht der künftige Sportliche Leister als einen Schritt in die richtige Richtung. Schmidt: "Außer mit der Chancenverwertung war ich zufrieden."
Trotz der Schwächephase ist der Abstieg anders als beim VfB Hüls kein Thema mehr. "Man soll sich nie zu sicher sein, aber es sieht ganz gut aus. Wir werden sehen, was am Ende heraus kommt. Unser Anspruch ist es schon, noch den einen oder anderen Platz gut zu machen. Außerdem wollen wir unseren Fans noch ein paar schöne Spiele zeigen", lautet Schmidts Kampfansage für heute.
Fast mit ein bisschen Mitleid blickt Schmidt auf die sportliche Krise beim VfB Hüls. "Ich bin überrascht, dass die da unten mit reingerutscht sind. Inzwischen haben sie durch Kalayci und Pereira auch wieder die nötige spielerische Qualität. Für den VfB ist es gegen uns ja fast schon so etwas wie die letzte Chance. Die Wattenscheider waren gegen uns in einer ähnlichen Situation. Von daher weiß mein Team, wie es damit umzugehen hat."
Die letzte Chance - Live-Ticker
Der VfB Hüls holt gegen den Delbrücker SC nach. Trainer Täuber hofft auf einen Sieg, sagt aber auch: "Vorne sind wir armseelig besetzt"
FUSSBALL OBERLIGA
Marl. Horst Darmstädter, der Fußball-Boss des VfB Hüls, könnte auch für die Titel bei Box-Kämpfen sorgen. Wenn Faustkämpfer aufeinander treffen, wird das gerne "gehottet". Das ist neudeutsch und heißt: angeheizt. Da gibt es zum Beispiel "Das Comeback des Jahres" oder "Die Nacht der Rache" oder auch "Die "Boxsensation des Jahres". Bei Darmstädter heißt es vor dem Nachholspiel in der Oberliga gegen den Delbrücker SC: "Die letzte
Das klingt drastisch, gar dramatisch, kann aber vielleicht bei den Hülser Akteuren dafür sorgen, dass sie noch ein paar Körnchen mehr investieren und dann jetzt auch endgültig verstanden haben, um was es für sie, um was aber in erster Linie für den Verein VfB Hüls geht. Nämlich darum, dass er im Jahr vor dem 100. Geburtstag wahrscheinlich in die Verbandsliga absteigen wird - nach gefühlten 50 Jahren.
Das Spiel gegen Delbrück ist wichtig. Es ist aber mitnichten die letzte Chance, die das Team von Klaus Täuber hat. Aber auch der Trainer weiß, dass es eminent wichtig wäre, wenn es einen Sieg im letzten noch ausstehenden Nachholspiel geben würde. "Wir haben alles noch selber in der Hand", sagt er weiterhin. Dass er aber selber genau weiß, wie schwierig es sein wird, den VfB Hüls in der Klasse zu halten, und dass er keineswegs blauäugig an das Restprogramm seines Teams herangeht, macht er mit dem Zusatz, "na klar, wir müssen gewinnen", deutlich.
Was auch gegen Delbrück schwierig wird. Täuber hat den freien Sonntag, Hüls hatte bereits am Freitag bei Preußen Münster verloren, genutzt, um sich den Gegner beim Spiel bei der SG Wattenscheid 09 anzusehen. "Das ist eine gute Mannschaft. Da kann der Trainer mit drei Stürmern spielen und in der Schlussphase mit Ulf Raschke noch einen weiteren Stürmer bringen. Das ist nicht schlecht." Vor allem würde Täuber das gerne selber machen. Das Problem ist, "dass wir vorne armseelig besetzt sind". Täuber hat zwar nominell sogar mehr als drei Stürmer im Kader. Bis auf Seyfullah Kalayci und Miguel Pereira hat bislang keiner die Fähigkeiten gezeigt, eine Oberliga-Deckung entscheidend durcheinander zu bringen und zu treffen. Mirko Eisen schafft das nicht, Hasan Fidan auch nicht. Gerade den beiden jungen Stürmern ist deutlich anzumerken dass ihnen das Selbstvertrauen und das Erfolgserlebnis fehlt. Und weil das so ist, bekommt gegen Delbrück nach Lukas Kozielski und Patrick Walter voraussichtlich mit Markus Krawitz der nächste Spieler der zweiten Mannschaft ein Chance. "Das kann klappen", sagt Täuber. "Schließlich sind auch Walter und Kozielski Stammspieler geworden."
Kozielski aber wird gegen Delbrück ausfallen. Ebenso wie weiterhin Mario Paust, Tino Westphal, Carsten Sichler und auch Marcel Olschewski. "Das ist natürlich das nächste Problem, zumal es fraglich ist, ob Andreas Kluy wird spielen können. Er hat sich für das Montagstraining mit einer Magen-Darmgrippe abgemeldet", so Täuber. "Seitdem ich hier Trainer bin, konnte ich noch nicht einmal in zwei Spielen in Folge die gleiche Mannschaft aufstellen. Dadurch fehlen die Automatismen und die Sicherheiten." Noch wichtiger wäre allerdings ein weiteres Erfolgserlebnis, ein Sieg, der dann wahrscheinlicher wird, "wenn wir es endlich mal wieder schaffen würden", so Täuber, "in Führung zu gehen. Immer, wenn wir in Führung gegangen sind, haben wir das Spiel dann auch gewonnen. Okay, das war bislang erst zweimal der Fall."Sollten Sie keine Zeit haben, am Hülser Badeweiher zu sein, so können Sie online gehen und über den WAZ-Live-Ticker das Spiel des VfB Hüls gegen Delbrück verfolgen. Mit Zwischenständen, Torchancen, Trainerstimmen und der Blitztabelle sind Sie stets auf dem Laufenden. Auch am kommenden Sonntag gibt es wieder den Live-Ticker.
www.waz.de/vestsport
Von Markus Ebbing
Seiten: 1 2 3 4 5 6 7 8