Presseberichte der Fussball Oberliga Westfalen vom 28.04.2007
Titelhoffnungen bei der Spvgg. Erkenschwick
Oer-Erkenschwick. Am Ende des Hinrundenspiels kochten die Emotionen nach Sebastian Westerhoffs Ausgleichstreffer in der Nachspielzeit ansatzweise sogar handgreiflich über. "Doch das ist Schnee von gestern, das sind so Kleinigkeiten, die immer mal passieren", wiegelt Spvgg. Erkenschwicks Trainer Manfred Wölpper vor dem morgigen Rückspiel bei Arminia Bielefeld II (Anstoß um 14 Uhr im Stadion Brackwede) ab.
Obwohl sich die äußeren Bedingungen gleichen: Bielefeld, wie damals Tabellenzweiter, hat noch eine vage Chance auf den Titel. Und auch die Spielvereinigung steckte zu der Zeit schon im Sog des Tabellenkellers. Aber: Dr. Jörg Weber, quasi der Auslöser der Turbulenzen in der Hinrunde, ist in der Arminia-Hierarchie aufgestiegen, mischt jetzt beim Bundesligateam der Ostwestfalen mit. Und die hoffnungsfrohe Ausgangsposition des Arminia-Nachwuchsteams sieht Wölpper absolut nicht negativ: "Das wird ein ganz anderes Spiel. Weil Bielefeld noch Chancen nach oben hat, gehe ich davon aus, dass wir viel mehr Platz nach vorn bekommen als gegen Oestrich oder Lotte." Er hofft im gleichen Atemzug, dass auch der Knoten bei seinen torgefährlichsten Spielern Sebastian Westerhoff und Martin Setzke endlich wieder platzt: "Manchmal ist es ja einfach nur das eine Erfolgserlebnis, das sie brauchen, um zu alter Stärke zurück zu finden."
Ganz klar: Im Blickpunkt steht morgen erst einmal die Defensivabteilung, die auch weiter ohne Michael Strzys und Thomas Falkowski auskommen muss. Doch die hat sich zuletzt ja als sehr stabil erwiesen, in den letzten fünf Spielen nur einen Gegentreffer hinnehmen müssen. Und auf diese Stabilität setzt der Erkenschwicker Coach ebenso wie auf die Tatsache, dass sein Team gegen die "Großen" der Liga eigentlich fast immer gut ausgesehen hat. Auch wenn es vorrangig darum geht, "möglichst schnell den Klassenerhalt zu sichern": In der kommenden Woche wird die Spielvereinigung vielleicht schon Neuzugänge für die nächste Saison nennen.
Jürgen Seyb
Stevens hätte Spaß
von Thomas Braucks
Oberliga. Der Fußball-Lehrer Huub Stevens, dem der Satz "Die Null muss stehen" zugeschrieben wird, hätte womöglich seine helle Freude an der Spvgg Erkenschwick. "Wir haben im April noch kein Tor kassiert", merkt Manfred Wölpper selbstbewusst an.
Ein echter Mutmacher vor der Reise zu Arminia Bielefeld II am Sonntag (Stadion Brackwede, bereits um 14 Uhr!). Die junge, hochtalentierte Reserve des Fußball-Bundesligisten ist nicht nur eine der spielstärksten Mannschaften der Liga - sie ist mit nunmehr 59 Toren in 28 Spielen auch die torhungrigste.
Da kann es Manfred Wölpper nur recht sein, dass sein Team zurzeit kompakt steht, aufmerksam verteidigt und dem Gegner kaum Chancen gestattet. Auf der anderen Seite, gibt der Übungsleiter zu bedenken, "haben wir auch nur ein Tor erzielt". Beim 1:0-Erfolg in Münster.
Trotzdem glaubt Manfred Wölpper, dass die Fußball-Freunde im Stadion Brackwede am Sonntag ein unterhaltsames Spiel zu sehen bekommen. Schließlich setzten die letzten Gegner der Spielvereinigung (Oestrich, Hamm oder Lotte) ihre Angriffe vorsichtig mit der Pipette. "Die haben nur hinten drin gestanden und auf einen Fehler von uns gewartet", so der Trainer. "Da war es schwer, gute Chancen herauszuspielen."
Arminia Bielefeld II, das immerhin noch eine kleine Aufstiegschance besitzt, dürfte da ein ganz anderer Spielpartner sein. Einer, der Tempo macht, offensiv auftritt und das Risiko sucht. Wölpper: "Da bekommen auch wir sicher die Möglichkeit, uns in Szene zu setzen."
Freilich - der Stimberg-Elf kann es in Bielefeld nicht nur um eine sehenswerte Fußball-Show gehen. Noch fehlen ein paar Punkte zum Klassenerhalt. "Den müssen wir jetzt ganz schnell in trockene Tücher bringen", sagt Manfred Wölpper - schon um die laufenden Verhandlungen mit potentiellen neuen Kickern zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen.
"Keiner sagt zu, bevor nicht klar ist, wohin die Reise geht", so der Trainer. Aber Wölpper ist zuversichtlich: "Wir haben alles selbst in der Hand." Emsdetten 05 stellt sich noch am Stimberg vor, außerdem Rot-Weiß Ahlen II. Das sind Elfmeter, die die Spielvereinigung verwandeln muss. Und so ist Wölpper mit dem torarmen April auch nicht unzufrieden. "Ich finde das Glas ist halbvoll - nicht halbleer."
"Wir werden uns nicht an der aktuellen Tabelle ergötzen"
Oer-Erkenschwick - Vor dem Heimspiel gegen die Spvgg. Erkenschwick (Sonntag, 14 Uhr) ist Arminia Bielefeld II erster Verfolger von Tabellenführer SC Verl und wieder dick im Geschäft. Wir sprachen mit Bielefelds Trainer Detlev Dammeier, der seit rund sechs Wochen im Amt ist.
Frage: Sie haben nach dem letzten 1:0-Erfolg bei den Sportfreunden Oestrich-Iserlohn von einem „schmutzigen Sieg“ gesprochen. War es wirklich so schwer?
Dammeier: Auf Kunstrasen, was nicht unser Lieblingsbelag ist, haben wir einige Zeit gebraucht, bis wir uns daran gewöhnt hatten und besser ins Spiel kamen. Wir haben dann den Gegner gut in den Griff bekommen und am Ende verdient gewonnen. Ich glaube, dass wir um dieses eine Tor besser waren.
Frage: Ein Blick auf die Tabelle muss Sie im Moment doch stolz machen. Sie sind mit der jungen Mannschaft erster Verfolger des SC Verl!
Dammeier: Sicher ist das angenehm. Wir wollen uns aber nicht an der Tabelle ergötzen, sondern weiterkommen. Darum haben wir uns auch nicht zu lange mit dem aktuellen Tabellenstand beschäftigt.
Frage: Soll das heißen, dass Sie keine Gedanken an den Aufstieg verschwenden?
Dammeier: Doch, aber nur wenige. Wir müssen, wenn wir eine Chance haben wollen, nur auf uns schauen und unsere Hausaufgaben erledigen. Nach dem derzeitigen Stand kommen wir sowieso nur noch einmal ins Geschäft, wenn Verl schwächelt. Auf diesen Zeitpunkt müssen wir vorbereitet sein.
Frage: „Hausaufgaben machen“ heißt, die Spiele bis zum Aufeinandertreffen mit Verl am vorletzten Spieltag zu gewinnen?
Dammeier: Genau. Das ist uns vor allem zu Hause zuletzt gegen die Hammer SpVg. und den FC Gütersloh 2000 nicht gelungen, soll jetzt aber gegen die Spvgg. Erkenschwick klappen. Es könnte ein Vorteil sein, dass wir noch vier Mal zu Hause und nur noch zwei Mal auswärts spielen.
Frage: Wie schätzen Sie die Spvgg. Erkenschwick ein?
Dammeier: Um mir ein genaues Urteil bilden zu können, kenne ich die Liga noch zu wenig. Ich habe sie aber in Gütersloh beobachtet und war positiv überrascht. Nach vorne haben die Erkenschwicker enorme Möglichkeiten. Sie haben in Gütersloh viel zu hoch verloren. Trotzdem bleibe ich dabei, dass wir, um unsere Minimalchance zu erhalten, vor allem die Heimspiele gewinnen müssen.
Frage: Am vorletzten Spieltag sind Sie mit Ihrer Mannschaft in Verl zu Gast. Dort könnte es zum entscheidenden Duell kommen!
Dammeier: Wenn uns das gelingen würde, diese Situation herbei zu führen, hätten wir alles richtig gemacht. Darauf arbeiten wir hin.
Frage: Wie sieht es personell aus?
Dammeier: Einige Spieler sind angeschlagen aus der Oestrich-Partie hervorgegangen. Mal schauen, wen die medizinische Abteilung wieder fit bekommt. Wir werden auf jeden Fall eine gute Mannschaft ins Spiel schicken können.
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Oer-Erkenschwick. Am Ende des Hinrundenspiels kochten die Emotionen nach Sebastian Westerhoffs Ausgleichstreffer in der Nachspielzeit ansatzweise sogar handgreiflich über. "Doch das ist Schnee von gestern, das sind so Kleinigkeiten, die immer mal passieren", wiegelt Spvgg. Erkenschwicks Trainer Manfred Wölpper vor dem morgigen Rückspiel bei Arminia Bielefeld II (Anstoß um 14 Uhr im Stadion Brackwede) ab.
Obwohl sich die äußeren Bedingungen gleichen: Bielefeld, wie damals Tabellenzweiter, hat noch eine vage Chance auf den Titel. Und auch die Spielvereinigung steckte zu der Zeit schon im Sog des Tabellenkellers. Aber: Dr. Jörg Weber, quasi der Auslöser der Turbulenzen in der Hinrunde, ist in der Arminia-Hierarchie aufgestiegen, mischt jetzt beim Bundesligateam der Ostwestfalen mit. Und die hoffnungsfrohe Ausgangsposition des Arminia-Nachwuchsteams sieht Wölpper absolut nicht negativ: "Das wird ein ganz anderes Spiel. Weil Bielefeld noch Chancen nach oben hat, gehe ich davon aus, dass wir viel mehr Platz nach vorn bekommen als gegen Oestrich oder Lotte." Er hofft im gleichen Atemzug, dass auch der Knoten bei seinen torgefährlichsten Spielern Sebastian Westerhoff und Martin Setzke endlich wieder platzt: "Manchmal ist es ja einfach nur das eine Erfolgserlebnis, das sie brauchen, um zu alter Stärke zurück zu finden."
Ganz klar: Im Blickpunkt steht morgen erst einmal die Defensivabteilung, die auch weiter ohne Michael Strzys und Thomas Falkowski auskommen muss. Doch die hat sich zuletzt ja als sehr stabil erwiesen, in den letzten fünf Spielen nur einen Gegentreffer hinnehmen müssen. Und auf diese Stabilität setzt der Erkenschwicker Coach ebenso wie auf die Tatsache, dass sein Team gegen die "Großen" der Liga eigentlich fast immer gut ausgesehen hat. Auch wenn es vorrangig darum geht, "möglichst schnell den Klassenerhalt zu sichern": In der kommenden Woche wird die Spielvereinigung vielleicht schon Neuzugänge für die nächste Saison nennen.
Jürgen Seyb
Stevens hätte Spaß
von Thomas Braucks
Oberliga. Der Fußball-Lehrer Huub Stevens, dem der Satz "Die Null muss stehen" zugeschrieben wird, hätte womöglich seine helle Freude an der Spvgg Erkenschwick. "Wir haben im April noch kein Tor kassiert", merkt Manfred Wölpper selbstbewusst an.
Ein echter Mutmacher vor der Reise zu Arminia Bielefeld II am Sonntag (Stadion Brackwede, bereits um 14 Uhr!). Die junge, hochtalentierte Reserve des Fußball-Bundesligisten ist nicht nur eine der spielstärksten Mannschaften der Liga - sie ist mit nunmehr 59 Toren in 28 Spielen auch die torhungrigste.
Da kann es Manfred Wölpper nur recht sein, dass sein Team zurzeit kompakt steht, aufmerksam verteidigt und dem Gegner kaum Chancen gestattet. Auf der anderen Seite, gibt der Übungsleiter zu bedenken, "haben wir auch nur ein Tor erzielt". Beim 1:0-Erfolg in Münster.
Trotzdem glaubt Manfred Wölpper, dass die Fußball-Freunde im Stadion Brackwede am Sonntag ein unterhaltsames Spiel zu sehen bekommen. Schließlich setzten die letzten Gegner der Spielvereinigung (Oestrich, Hamm oder Lotte) ihre Angriffe vorsichtig mit der Pipette. "Die haben nur hinten drin gestanden und auf einen Fehler von uns gewartet", so der Trainer. "Da war es schwer, gute Chancen herauszuspielen."
Arminia Bielefeld II, das immerhin noch eine kleine Aufstiegschance besitzt, dürfte da ein ganz anderer Spielpartner sein. Einer, der Tempo macht, offensiv auftritt und das Risiko sucht. Wölpper: "Da bekommen auch wir sicher die Möglichkeit, uns in Szene zu setzen."
Freilich - der Stimberg-Elf kann es in Bielefeld nicht nur um eine sehenswerte Fußball-Show gehen. Noch fehlen ein paar Punkte zum Klassenerhalt. "Den müssen wir jetzt ganz schnell in trockene Tücher bringen", sagt Manfred Wölpper - schon um die laufenden Verhandlungen mit potentiellen neuen Kickern zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen.
"Keiner sagt zu, bevor nicht klar ist, wohin die Reise geht", so der Trainer. Aber Wölpper ist zuversichtlich: "Wir haben alles selbst in der Hand." Emsdetten 05 stellt sich noch am Stimberg vor, außerdem Rot-Weiß Ahlen II. Das sind Elfmeter, die die Spielvereinigung verwandeln muss. Und so ist Wölpper mit dem torarmen April auch nicht unzufrieden. "Ich finde das Glas ist halbvoll - nicht halbleer."
"Wir werden uns nicht an der aktuellen Tabelle ergötzen"
Oer-Erkenschwick - Vor dem Heimspiel gegen die Spvgg. Erkenschwick (Sonntag, 14 Uhr) ist Arminia Bielefeld II erster Verfolger von Tabellenführer SC Verl und wieder dick im Geschäft. Wir sprachen mit Bielefelds Trainer Detlev Dammeier, der seit rund sechs Wochen im Amt ist.
Frage: Sie haben nach dem letzten 1:0-Erfolg bei den Sportfreunden Oestrich-Iserlohn von einem „schmutzigen Sieg“ gesprochen. War es wirklich so schwer?
Dammeier: Auf Kunstrasen, was nicht unser Lieblingsbelag ist, haben wir einige Zeit gebraucht, bis wir uns daran gewöhnt hatten und besser ins Spiel kamen. Wir haben dann den Gegner gut in den Griff bekommen und am Ende verdient gewonnen. Ich glaube, dass wir um dieses eine Tor besser waren.
Frage: Ein Blick auf die Tabelle muss Sie im Moment doch stolz machen. Sie sind mit der jungen Mannschaft erster Verfolger des SC Verl!
Dammeier: Sicher ist das angenehm. Wir wollen uns aber nicht an der Tabelle ergötzen, sondern weiterkommen. Darum haben wir uns auch nicht zu lange mit dem aktuellen Tabellenstand beschäftigt.
Frage: Soll das heißen, dass Sie keine Gedanken an den Aufstieg verschwenden?
Dammeier: Doch, aber nur wenige. Wir müssen, wenn wir eine Chance haben wollen, nur auf uns schauen und unsere Hausaufgaben erledigen. Nach dem derzeitigen Stand kommen wir sowieso nur noch einmal ins Geschäft, wenn Verl schwächelt. Auf diesen Zeitpunkt müssen wir vorbereitet sein.
Frage: „Hausaufgaben machen“ heißt, die Spiele bis zum Aufeinandertreffen mit Verl am vorletzten Spieltag zu gewinnen?
Dammeier: Genau. Das ist uns vor allem zu Hause zuletzt gegen die Hammer SpVg. und den FC Gütersloh 2000 nicht gelungen, soll jetzt aber gegen die Spvgg. Erkenschwick klappen. Es könnte ein Vorteil sein, dass wir noch vier Mal zu Hause und nur noch zwei Mal auswärts spielen.
Frage: Wie schätzen Sie die Spvgg. Erkenschwick ein?
Dammeier: Um mir ein genaues Urteil bilden zu können, kenne ich die Liga noch zu wenig. Ich habe sie aber in Gütersloh beobachtet und war positiv überrascht. Nach vorne haben die Erkenschwicker enorme Möglichkeiten. Sie haben in Gütersloh viel zu hoch verloren. Trotzdem bleibe ich dabei, dass wir, um unsere Minimalchance zu erhalten, vor allem die Heimspiele gewinnen müssen.
Frage: Am vorletzten Spieltag sind Sie mit Ihrer Mannschaft in Verl zu Gast. Dort könnte es zum entscheidenden Duell kommen!
Dammeier: Wenn uns das gelingen würde, diese Situation herbei zu führen, hätten wir alles richtig gemacht. Darauf arbeiten wir hin.
Frage: Wie sieht es personell aus?
Dammeier: Einige Spieler sind angeschlagen aus der Oestrich-Partie hervorgegangen. Mal schauen, wen die medizinische Abteilung wieder fit bekommt. Wir werden auf jeden Fall eine gute Mannschaft ins Spiel schicken können.
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