Presseberichte der Fussball Oberliga Westfalen vom 04.05.2007
Prüfer: "Das ist eine Unterstellung!"
Rheine - Vehement wehrte sich FCE-Trainer Jürgen Prüfer gestern gegen Vorwürfe seitens der "sportlichen Leitung" des FCE, nur fertige Spieler zu fordern statt junge Spieler ins Rheiner Team zu integrieren. Prüfer: "Das ist eine Unterstellung, gegen die ich mich verwehren möchte!" Und dann listet er auf: "Thorsten Sandtel, Björn Fleddermann, Manuel Schupp, Michi Rintelen, Tom Schneider, Christoph Siedler, Michael Ungru, Maik Osterhaus, Daniel Brink, der zurzeit verletzte Sebastian Berk - das sind alles junge Spieler. Wir spielen quasi mit einer halben U 23", weist er den Vorwurf aus bestimmten Vorstandskreisen zurück.
"Wir haben den Klassenerhalt so gut wie erreicht und zudem die Mannschaft noch deutlich verjüngt", betont er. "Aber wir können sie nicht noch weiter verjüngen. Ich brauche auch erfahrene Spieler, um in der neuen Saison die Chance zu haben, die Ziele auch zu erreichen, die im Winter formuliert wurden." - Christoph Niemeyer
Vorfreude auf die Preußen durch gefährliche Passivität getrübt
-dm- Rheine. Hin- und hergerissen ist Jürgen Prüfer im Vorfeld des Münsterlandklassikers gegen Preußen Münster heute Abend (Anstoß 19 Uhr, Auto-Senger-Stadion). Als verantwortlicher Fußball-Lehrer beim FC Eintracht Rheine überwiegt die positive Spannung, sich mit dem gestürzten Riesen der Oberliga zu messen. Als Personalplaner hingegen plagen den Eintracht-Trainer Sorgen. Es knirscht im Gebälk des Prüferschen Seelenfriedens, der Stillstand um die Verpflichtung potenzieller Neuzugängen besorgt ihn. Seit Monaten ist er um die Quadratur des Kreises bemüht, stopft mit jungen Kräften die erheblichen Lücken im Kader, die der Weggang von Björn Laurenz, Thorsten Schmidt und Michael Felix gerissen hat.
So haben wir keine Chance, realistisch von Platz vier zu sprechen, ist für den Coach die seriöse Saisonplanung 2007/08 in Frage gestellt, wenn er nur sich nur aus dem Topf von eigener Nachwuchskräften bedienen darf. Ich bin auch nicht blind und weiß, dass ein Alexander Dingwerth Qualität hat. Aber der kann aus beruflichen Gründen nicht trainieren, und dann reicht das eben nicht, weist Prüfer den Vorwurf energisch zurück, den eigenen Jugendspielern keine Chance zu geben. Doch für die zur Winterpause ausgerufene Regionalliga-Qualifikation muss dem FCE-Kader weitere Qualität von außen zugeführt werden. Was durchaus möglich ist: Mit Alexander Thamm ist sich Prüfer längst über einen Wechsel einig, die Finanzierung durch externe Sponsoren gesichert. Auch bei Pantelis Kalaitzidis sieht es gut aus.
Jetzt habe ich Leute an der Hand, die echtes Interesse haben, nach Rheine zu kommen, will der Sportchef nicht bis zum Sommer warten, wenn nur noch Fußball-Legionäre auf dem Markt sind.
Die ersehnte Einigung mit Kalaitzidis und Thamm ist vor diesem Hintergrund nur die notwendige Pflicht, um den Oberligakader auf Sollstärke zu bringen. Will der FCE mehr sprich mindestens Platz vier erreichen, muss gerade im Offensivbereich nachgelegt werden. Auch hier hat Prüfer bereits weitere Kandidaten gesichtet und angesprochen.
Vor dem Heimspiel gegen Preußen Münster hofft der Fußball-Lehrer, seinen Frust in positive Anspannung zu kanalisieren. Natürlich schaut auch das sportliche Personal ganz genau hin, welche Anstrengungen der Vorstand auf dem Transfermarkt unternimmt. Gegen die Preußen bleiben die Zukunftsgedanken heute aber für 90 Minuten in der Kabine. Größtes Sorgenkind ist Marcus Fischer. Der Mann der Monate Februar, März und April brennt zwar, wurde aber bislang durch eine Zerrung zur Passivität verurteilt. Prüfer hält Fischers Einsatz kaum für möglich und plant bereits Alternativen. Eine Möglichkeit würde Ali Göl in die Anfangsformation spülen, der jedoch im Vergleich zu Fischer weit weniger nach hinten arbeitet. Martin Roling und Marc Barton sind zwar angeschlagen, können aber wohl auflaufen. Wobei im Fall Roling noch Unheil droht. Eine Kernspintomografie am Dienstag ergab einen leichten Meniskusschaden, der eine Operation vermutlich unumgänglich macht.
Sollte das neue Sechser-Mittelfeld aufgefüllt werden müssen, wäre Frank Kotzek erste Wahl. Der früher gesetzte Verteidiger hat seine lange Formkrise überwunden und zuletzt wieder überzeugt.
Die Preußen kommen nicht nur mit dem Trauma der 1:2-Hinspielniederlage nach Rheine, sondern auch in dem Bewusstsein, nur noch um die goldene Ananas zu spielen. Der Kader ist in Auflösung begriffen, nur sechs Spieler (Torwart Michael Joswig, Simon Talarek, Grover Gibson, Marius Sowislo, Uwe Seggewiß und Arthur Matlik) sollen gehalten werden, wie Teammanager und Interimstrainer Carsten Gockel bestätigte. Im Kreispokal-Viertelfinale setzte sich der ehemalige Regionalligst vorgestern beim BSV Roxel (Bezirksliga) mit 4:2 durch. Wohlgemerkt nach Verlängerung.
|www.westline.de/go/scp-ticker
Dingwerth und Toylular klopfen an
-dm- Rheine. Not macht erfinderisch. Und verhilft so nebenbei dem einen oder anderen Fußballer zum Oberliga-Debüt. Beim Debütantenball im FCE-Hofstaat steht ein weiteres Duo vor seiner Feuertaufe in der zweithöchsten deutschen Amateurklasse. Süleyman Toylular und Alexander Dingwerth könnten theoretisch schon heute Abend zum Einsatz in der 1. Mannschaft kommen. Abwehrmann Toylular sollte bereits beim VfB Hüls schon auf der Bank sitzen, zerrte sich aber beim Aufwärmen den Oberschenkelmuskel. Wir müssen schon Beifall klatschen, wenn bei uns einer unfallfrei aus dem Bus steigt, kommentiert Trainer Jürgen Prüfer die endlose Kette an Verletzungsgeschichten. Ohne Toylular einen Vorwurf zu machen. Der körperlich starke Rechtsverteidiger trainiert bereits dosiert im Oberligakader mit.
Ambitionen nach oben hegt auch Alexander Dingwerth. Das Manko des bulligen Mittelstürmers ist jedoch sein Dienst bei der Bundespolizei, der kein regelmäßiges Training während der Woche erlaubt. Als spurtstarker Linksfuß bringt er eigentlich gerade solche Voraussetzungen mit, die Talentspäher landesweit mit der Lupe suchen.
Aus dem Kader der 2. Mannschaft ist nur Alexander für uns interessant, sagt Prüfer ganz offen, der in den vergangen Monaten viel Aufbauarbeit in eigenen Reihen geleistet hat. Dennoch sei inzwischen das Ende der Fahnenstange erreicht. Nach Michael Ungru, Maik Osterhaus und Toylular wird im kommenden Sommer kein weiterer Akteur aus den A-Junioren in den Leistungsbereich der Seniorenabteilung vorstoßen. Zumal Tobias Brüggemann und Mario Vaal den FC Eintracht Rheine verlassen werden.
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Rheine - Vehement wehrte sich FCE-Trainer Jürgen Prüfer gestern gegen Vorwürfe seitens der "sportlichen Leitung" des FCE, nur fertige Spieler zu fordern statt junge Spieler ins Rheiner Team zu integrieren. Prüfer: "Das ist eine Unterstellung, gegen die ich mich verwehren möchte!" Und dann listet er auf: "Thorsten Sandtel, Björn Fleddermann, Manuel Schupp, Michi Rintelen, Tom Schneider, Christoph Siedler, Michael Ungru, Maik Osterhaus, Daniel Brink, der zurzeit verletzte Sebastian Berk - das sind alles junge Spieler. Wir spielen quasi mit einer halben U 23", weist er den Vorwurf aus bestimmten Vorstandskreisen zurück.
"Wir haben den Klassenerhalt so gut wie erreicht und zudem die Mannschaft noch deutlich verjüngt", betont er. "Aber wir können sie nicht noch weiter verjüngen. Ich brauche auch erfahrene Spieler, um in der neuen Saison die Chance zu haben, die Ziele auch zu erreichen, die im Winter formuliert wurden." - Christoph Niemeyer
Vorfreude auf die Preußen durch gefährliche Passivität getrübt
-dm- Rheine. Hin- und hergerissen ist Jürgen Prüfer im Vorfeld des Münsterlandklassikers gegen Preußen Münster heute Abend (Anstoß 19 Uhr, Auto-Senger-Stadion). Als verantwortlicher Fußball-Lehrer beim FC Eintracht Rheine überwiegt die positive Spannung, sich mit dem gestürzten Riesen der Oberliga zu messen. Als Personalplaner hingegen plagen den Eintracht-Trainer Sorgen. Es knirscht im Gebälk des Prüferschen Seelenfriedens, der Stillstand um die Verpflichtung potenzieller Neuzugängen besorgt ihn. Seit Monaten ist er um die Quadratur des Kreises bemüht, stopft mit jungen Kräften die erheblichen Lücken im Kader, die der Weggang von Björn Laurenz, Thorsten Schmidt und Michael Felix gerissen hat.
So haben wir keine Chance, realistisch von Platz vier zu sprechen, ist für den Coach die seriöse Saisonplanung 2007/08 in Frage gestellt, wenn er nur sich nur aus dem Topf von eigener Nachwuchskräften bedienen darf. Ich bin auch nicht blind und weiß, dass ein Alexander Dingwerth Qualität hat. Aber der kann aus beruflichen Gründen nicht trainieren, und dann reicht das eben nicht, weist Prüfer den Vorwurf energisch zurück, den eigenen Jugendspielern keine Chance zu geben. Doch für die zur Winterpause ausgerufene Regionalliga-Qualifikation muss dem FCE-Kader weitere Qualität von außen zugeführt werden. Was durchaus möglich ist: Mit Alexander Thamm ist sich Prüfer längst über einen Wechsel einig, die Finanzierung durch externe Sponsoren gesichert. Auch bei Pantelis Kalaitzidis sieht es gut aus.
Jetzt habe ich Leute an der Hand, die echtes Interesse haben, nach Rheine zu kommen, will der Sportchef nicht bis zum Sommer warten, wenn nur noch Fußball-Legionäre auf dem Markt sind.
Die ersehnte Einigung mit Kalaitzidis und Thamm ist vor diesem Hintergrund nur die notwendige Pflicht, um den Oberligakader auf Sollstärke zu bringen. Will der FCE mehr sprich mindestens Platz vier erreichen, muss gerade im Offensivbereich nachgelegt werden. Auch hier hat Prüfer bereits weitere Kandidaten gesichtet und angesprochen.
Vor dem Heimspiel gegen Preußen Münster hofft der Fußball-Lehrer, seinen Frust in positive Anspannung zu kanalisieren. Natürlich schaut auch das sportliche Personal ganz genau hin, welche Anstrengungen der Vorstand auf dem Transfermarkt unternimmt. Gegen die Preußen bleiben die Zukunftsgedanken heute aber für 90 Minuten in der Kabine. Größtes Sorgenkind ist Marcus Fischer. Der Mann der Monate Februar, März und April brennt zwar, wurde aber bislang durch eine Zerrung zur Passivität verurteilt. Prüfer hält Fischers Einsatz kaum für möglich und plant bereits Alternativen. Eine Möglichkeit würde Ali Göl in die Anfangsformation spülen, der jedoch im Vergleich zu Fischer weit weniger nach hinten arbeitet. Martin Roling und Marc Barton sind zwar angeschlagen, können aber wohl auflaufen. Wobei im Fall Roling noch Unheil droht. Eine Kernspintomografie am Dienstag ergab einen leichten Meniskusschaden, der eine Operation vermutlich unumgänglich macht.
Sollte das neue Sechser-Mittelfeld aufgefüllt werden müssen, wäre Frank Kotzek erste Wahl. Der früher gesetzte Verteidiger hat seine lange Formkrise überwunden und zuletzt wieder überzeugt.
Die Preußen kommen nicht nur mit dem Trauma der 1:2-Hinspielniederlage nach Rheine, sondern auch in dem Bewusstsein, nur noch um die goldene Ananas zu spielen. Der Kader ist in Auflösung begriffen, nur sechs Spieler (Torwart Michael Joswig, Simon Talarek, Grover Gibson, Marius Sowislo, Uwe Seggewiß und Arthur Matlik) sollen gehalten werden, wie Teammanager und Interimstrainer Carsten Gockel bestätigte. Im Kreispokal-Viertelfinale setzte sich der ehemalige Regionalligst vorgestern beim BSV Roxel (Bezirksliga) mit 4:2 durch. Wohlgemerkt nach Verlängerung.
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Dingwerth und Toylular klopfen an
-dm- Rheine. Not macht erfinderisch. Und verhilft so nebenbei dem einen oder anderen Fußballer zum Oberliga-Debüt. Beim Debütantenball im FCE-Hofstaat steht ein weiteres Duo vor seiner Feuertaufe in der zweithöchsten deutschen Amateurklasse. Süleyman Toylular und Alexander Dingwerth könnten theoretisch schon heute Abend zum Einsatz in der 1. Mannschaft kommen. Abwehrmann Toylular sollte bereits beim VfB Hüls schon auf der Bank sitzen, zerrte sich aber beim Aufwärmen den Oberschenkelmuskel. Wir müssen schon Beifall klatschen, wenn bei uns einer unfallfrei aus dem Bus steigt, kommentiert Trainer Jürgen Prüfer die endlose Kette an Verletzungsgeschichten. Ohne Toylular einen Vorwurf zu machen. Der körperlich starke Rechtsverteidiger trainiert bereits dosiert im Oberligakader mit.
Ambitionen nach oben hegt auch Alexander Dingwerth. Das Manko des bulligen Mittelstürmers ist jedoch sein Dienst bei der Bundespolizei, der kein regelmäßiges Training während der Woche erlaubt. Als spurtstarker Linksfuß bringt er eigentlich gerade solche Voraussetzungen mit, die Talentspäher landesweit mit der Lupe suchen.
Aus dem Kader der 2. Mannschaft ist nur Alexander für uns interessant, sagt Prüfer ganz offen, der in den vergangen Monaten viel Aufbauarbeit in eigenen Reihen geleistet hat. Dennoch sei inzwischen das Ende der Fahnenstange erreicht. Nach Michael Ungru, Maik Osterhaus und Toylular wird im kommenden Sommer kein weiterer Akteur aus den A-Junioren in den Leistungsbereich der Seniorenabteilung vorstoßen. Zumal Tobias Brüggemann und Mario Vaal den FC Eintracht Rheine verlassen werden.
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