Presseberichte der Fussball Oberliga Westfalen vom 17.05.2007
Pokal vor Augen, Verl im Kopf
Recklinghausen. - Verteidigt die Spvgg. Erkenschwick den Titel? Oder schafft es Verbandsliga-Meister SV Schermbeck? Wer 2007 den Krombacher-Kreispokal und 750 Euro Prämie einsackt, steht heute Abend fest.
Auf der Bezirkssportanlage Lange Wanne in Recklinghausen steigt am Vatertag das Finale zwischen der Spvgg. Erkenschwick und dem SV Schermbeck (Anpfiff: 17 Uhr). Zwei Mannschaften, deren Voraussetzungen nicht unterschiedlicher sein könnten.
Liebend gern würde die Spielvereinigung den Pokal verteidigen. Aber Manfred Wölpper und seine Kicker haben am Sonntag Meister und Regionalliga-Aufsteiger SC Verl vor der Brust. Der Partie und dem Klassenerhalt gilt am Stimberg die Konzentration. „Noch haben wir unseren Job in der Oberliga nicht ganz zu Ende gebracht“, sagt Trainer Wölpper.
Deshalb will er wichtigen Akteuren heute eine schöpferische Pause einräumen. Sicher ist: Die A-Junioren Pelka und Kaczmarek, die demnächst in den Kader der ersten Mannschaft aufrücken sollen, erhalten im Pokalfinale eine Chance, ihr Können vorzuzeigen.
Ganz anders ist die Lage beim Finalpartner SV Schermbeck: Der Wiederaufstieg in die Oberliga ist geschafft, jetzt könnte der Kreispokal-Erfolg folgen. Wenn es nach Trainer Martin Stroetzel ginge.
Aber der Übungsleiter soll Kicker an die A-Junioren und ans B-Team abtreten. „€Alles scheint beim SV Schermbeck wichtiger als die erste Mannschaft zu sein“, mosert Stroetzel. „Wenn wir nur mit zehn Mann in Recklinghausen antreten, kann sich ein anderer an die Linie stellen. Ich mache mich doch nicht zum Clown.“
Bereits um 15 Uhr wird das Spiel um den dritten Platz angepfiffen. Und das hat es in sich. Die Spvgg. Erkenschwick und der SV Schermbeck sind bereits für den Westfalenpokal qualifiziert. Zwischen Landesligist FC 96 Recklinghausen und Bezirksligist GW Erkenschwick entscheidet sich, wer als dritte Kraft aus dem Kreis die nächste Runde erreicht.
FC96-Trainer Thomas Kruse (kl. Foto) sagt: „Wir wollen unbedingt weiterkommen.“ Vor zwei Wochen hat Kruse das Halbfinale gegen Schermbeck (0:1) hergeschenkt. Er bot nur ein verstärktes B-Team auf, um seine Mannschaft für die Liga zu schonen. Diesmal, verspricht Kruse, wird alles spielen, was Rang und Klasse hat. Bei Grün-Weiß ist man gewarnt: „Wir nehmen die Sache sehr ernst“, so Martin Sonntag, der Sportliche Leiter. „Unser Ziel ist, an der Langen Wanne für eine Überraschung zu sorgen.“
Kreispokal: Sven-Ole Lemke, der Aushilfs-Spielführer
Oer-Erkenschwick. Drei (Oberliga-)Jahre hat er für den SV Schermbeck gegen das runde Leder getreten. Seit Saisonbeginn steht er im Team der Spvgg. Erkenschwick, kam in 29 der bisher 31 Meister-schaftsspiele zum Einsatz. Und auch heute, im Kreispokalfinale gegen Schermbeck, wird Sven Ole Lemke wieder im Team der Schwarz-Roten auflaufen.
Auch wenn das angesichts der aktuellen Situation in der Oberliga Westfalen nicht die absolute A-Mannschaft sein wird, wie Trainer Manfred Wölpper feststellt. "Dafür wird sicherlich jeder Verständnis haben, dass wir drei Tage vor dem Spiel gegen Meister Verl nicht in Bestbesetzung auflaufen. Schließlich wollen wir dem Tabellenführer einen Riesenkampf liefern", und natürlich, wenn eben möglich, auch noch mindestens einen Punkt für die Klassen-Sicherung einfahren. Denn nach wie vor steht Wölppers Bemerkung vom Sonntag nach dem Sieg in Bochum: "Ich bin mir sicher, dass wir kein Spiel mehr verlieren."
Gut möglich also, dass der 26-jährige Sven Ole Lemke gegen seinen Ex-Klub heute sogar die Kapitänsbinde tragen wird. Sicher dürfte auch sein, dass er zusammen mit seinen Spielerkollegen, die am Sonntag nicht von Beginn an im Einsatz waren, sowie mit den weiteren Teamkollegen aus der Bezirksliga-Mannschaft und aus dem A-Junioren-Bundesligateam (Pelka/Kaczmarek), dem als Oberliga-"Heimkehrer" feststehenden Gegner nichts schenken wird. Trotz der natürlich nach wie vor bestehenden Verbindungen, die der Lehramts-Student (Sport und Philosophie) noch hat. "Der Kontakt ist natürlich nicht mehr sehr intensiv. Aber man telefoniert natürlich noch häufiger miteinander." Zum Beispiel mit Christof Konowski. Oder auch mit Stefan Schröder, dem zweiten Mann im Tor hinter Oliver Dirr. "Ich glaube, das wird ein ganz nettes Spiel werden", so Lemke, "auch wenn die Emotionen da nicht allzu hoch kochen werden. Schließlich sind beide Finalisten ja schon für den Westfalenpokal qualifiziert."
Anreize, die Partie nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, gibt es für beide. Trotz der feststehenden Qualifikation, trotz des Polterabends, zu dem Schermbecks Abwehrspieler Stefan Zepanski am Mittwoch eingeladen hatte. Schließlich geht es ja auch ein bisschen um die Ehre zweier Teams, die in der kommenden Saison wieder um Punkte gegeneinander spielen werden und auch um einen Bonus für die Mannschaftskasse. Der Kreispokalsieger erhält eine etwas höhere Geldprämie als der Verlierer.
Ob Lemke, der sich auch in der Rolle eines Sonderbewachers gut gefällt, allerdings auch in der kommenden Saison noch für Erkenschwick spielen wird, ist noch offen. "Einige Anfragen liegen bei mir vor. Aber ich habe mich noch nicht entschieden." Auch mit der Spielvereinigung stehen noch Gespräche aus für den Studenten , der sich langsam der Examensphase nähert, den Aufwand auch für die Oberliga aber durchaus einzubringen bereit ist. "Training und Spiele sind ja auch eine gute Ablenkung und Erholung vom Studiums-Stress."
Jürgen Seyb
Oberligameister soll Westfalenpokal holen
FUSSBALL: SC Verl heute im Finale gegen RW Ahlen
VON UWE KRAMME
Verl. Zum dritten Mal nach 1992 und 1999 kann der SC Verl heute den Fußball-Westfalenpokal gewinnen. Gegner im Stadion an der Poststraße ist der Regionalliganeunte Rot-Weiß Ahlen. Anstoß ist um 15 Uhr.
"Wir werden versuchen, die Fahne hoch zu halten", verspricht Mario Ermisch. Sicher, ob es wieder eine Feier wie nach dem vorzeitigen Gewinn der Oberligameisterschaft durch das 4:0 gegen die Sf Oestrich/Iserlohn am Sonntag gibt, ist sich der SCV-Coach aber nicht. "Es ist sehr schwer, sich nach so einem Erfolg noch einmal zu motivieren." Ermisch verweist darauf, dass der Sport-Club mit dem Aufstieg in die Regionalliga und der Qualifikation für den DFB-Pokal 2007/08 durch den Einzug in dieses ursprünglich am Sitz des Cup-Sponsors, der Krombacher-Brauerei, in Kreuztal bei Siegen, angesetzten Endspiels bereits alle Saisonziele erreicht hat.
Versprechen mag Ermisch nur, dass der Verein den prestigeträchtigen Vergleich mit einem Kontrahenten in der 3. Liga ernst nimmt. "Gegen Ahlen spielt unsere beste Elf, und ich bin eigentlich auch sicher, dass die Jungs gewinnen wollen." Der SCV-Coach ist froh, seine Stammspieler nicht mehr für die Entscheidung in der Liga schonen zu müssen. "So gesehen kommt das Finale sogar zum richtigen Zeitpunkt." Kollege Heiko Bonan, sieht das anders: "Der Termin passt nicht. Wir müssen am Samstag schon wieder gegen Gladbach II ran."
Voraussichtlich ist das Pokalfinale der letzte Auftritt des Verler Meisterteams. Schon am Sonntag in Erkenschwick und auch am Pfingstmontag im Heimspiel gegen Arminia Bielefeld vor der offiziellenAufstiegsparty schlägt die Stunde der Reservisten. "Bei diesen Gegnern kann uns niemand Wettbewerbsverzerrung vorwerfen, wenn wir unsere hoch geforderten Leistungsträger schonen", stellt Ermisch fest. "Wie das am Ende in Emsdetten aussieht, müssen wir abwarten."
Im Vordergrund stehen beim SC Verl die Kader- und Etatplanung für die Regionalliga. Gestern steckten der Trainer und der Vorsitzende Peter Mankartz die Köpfe zusammen, um Wünsche ("Ich gehe von sechs Neuzugängen aus") und Möglichkeiten ("Wir versuchen, einen entsprechenden Etat aufzustellen") in Einklang zu bringen.
"Ich rechne mit 1,6 Millionen Euro", wagte Mankartz eine vorsichtige Etatschätzung. Zu den etwa 1,1 Millionen Euro, die der SC Verl in der Oberliga bewegt habe, kämen 375.000 Euro Fernsehgeld und wegen der besseren Vermarktungschancen in der dritten Liga zusätzliche Erlöse durch weitere Marketingaktivitäten. Vom Fernsehgeld, lässt sich der Präsident indes nicht blenden. "Das ist wegen der um 120.000 Euro höheren Beiträge an die Berufsgenossenschaft und die Kosten für Fahrten und Unterkünfte sofort weg."
Noch keine Entscheidungen hat es bei den Vertragsgesprächen mit den aktuellen Spielern gegeben. "Wir wollen mit den meisten verlängern", wiederholte Mankartz ein altes Versprechen. Zu den Wackelkandidaten zählen der mit einem Wechsel zum SC Wiedenbrück liebäugelnde Carlos Castilla, der aus beruflichen Gründen für sich keine Chance in der Regionalliga sehende Thies Kambach sowie die in der laufenden Saison wenig eingesetzten Spieler wie Bayamba Belombo, Ouessini Labo oder Lukas Krause. Schon als Abgänge fest stehen Jörg Bode (Karriereende) und Marco Kirchhoff (SC Delbrück).
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Recklinghausen. - Verteidigt die Spvgg. Erkenschwick den Titel? Oder schafft es Verbandsliga-Meister SV Schermbeck? Wer 2007 den Krombacher-Kreispokal und 750 Euro Prämie einsackt, steht heute Abend fest.
Auf der Bezirkssportanlage Lange Wanne in Recklinghausen steigt am Vatertag das Finale zwischen der Spvgg. Erkenschwick und dem SV Schermbeck (Anpfiff: 17 Uhr). Zwei Mannschaften, deren Voraussetzungen nicht unterschiedlicher sein könnten.
Liebend gern würde die Spielvereinigung den Pokal verteidigen. Aber Manfred Wölpper und seine Kicker haben am Sonntag Meister und Regionalliga-Aufsteiger SC Verl vor der Brust. Der Partie und dem Klassenerhalt gilt am Stimberg die Konzentration. „Noch haben wir unseren Job in der Oberliga nicht ganz zu Ende gebracht“, sagt Trainer Wölpper.
Deshalb will er wichtigen Akteuren heute eine schöpferische Pause einräumen. Sicher ist: Die A-Junioren Pelka und Kaczmarek, die demnächst in den Kader der ersten Mannschaft aufrücken sollen, erhalten im Pokalfinale eine Chance, ihr Können vorzuzeigen.
Ganz anders ist die Lage beim Finalpartner SV Schermbeck: Der Wiederaufstieg in die Oberliga ist geschafft, jetzt könnte der Kreispokal-Erfolg folgen. Wenn es nach Trainer Martin Stroetzel ginge.
Aber der Übungsleiter soll Kicker an die A-Junioren und ans B-Team abtreten. „€Alles scheint beim SV Schermbeck wichtiger als die erste Mannschaft zu sein“, mosert Stroetzel. „Wenn wir nur mit zehn Mann in Recklinghausen antreten, kann sich ein anderer an die Linie stellen. Ich mache mich doch nicht zum Clown.“
Bereits um 15 Uhr wird das Spiel um den dritten Platz angepfiffen. Und das hat es in sich. Die Spvgg. Erkenschwick und der SV Schermbeck sind bereits für den Westfalenpokal qualifiziert. Zwischen Landesligist FC 96 Recklinghausen und Bezirksligist GW Erkenschwick entscheidet sich, wer als dritte Kraft aus dem Kreis die nächste Runde erreicht.
FC96-Trainer Thomas Kruse (kl. Foto) sagt: „Wir wollen unbedingt weiterkommen.“ Vor zwei Wochen hat Kruse das Halbfinale gegen Schermbeck (0:1) hergeschenkt. Er bot nur ein verstärktes B-Team auf, um seine Mannschaft für die Liga zu schonen. Diesmal, verspricht Kruse, wird alles spielen, was Rang und Klasse hat. Bei Grün-Weiß ist man gewarnt: „Wir nehmen die Sache sehr ernst“, so Martin Sonntag, der Sportliche Leiter. „Unser Ziel ist, an der Langen Wanne für eine Überraschung zu sorgen.“
Kreispokal: Sven-Ole Lemke, der Aushilfs-Spielführer
Oer-Erkenschwick. Drei (Oberliga-)Jahre hat er für den SV Schermbeck gegen das runde Leder getreten. Seit Saisonbeginn steht er im Team der Spvgg. Erkenschwick, kam in 29 der bisher 31 Meister-schaftsspiele zum Einsatz. Und auch heute, im Kreispokalfinale gegen Schermbeck, wird Sven Ole Lemke wieder im Team der Schwarz-Roten auflaufen.
Auch wenn das angesichts der aktuellen Situation in der Oberliga Westfalen nicht die absolute A-Mannschaft sein wird, wie Trainer Manfred Wölpper feststellt. "Dafür wird sicherlich jeder Verständnis haben, dass wir drei Tage vor dem Spiel gegen Meister Verl nicht in Bestbesetzung auflaufen. Schließlich wollen wir dem Tabellenführer einen Riesenkampf liefern", und natürlich, wenn eben möglich, auch noch mindestens einen Punkt für die Klassen-Sicherung einfahren. Denn nach wie vor steht Wölppers Bemerkung vom Sonntag nach dem Sieg in Bochum: "Ich bin mir sicher, dass wir kein Spiel mehr verlieren."
Gut möglich also, dass der 26-jährige Sven Ole Lemke gegen seinen Ex-Klub heute sogar die Kapitänsbinde tragen wird. Sicher dürfte auch sein, dass er zusammen mit seinen Spielerkollegen, die am Sonntag nicht von Beginn an im Einsatz waren, sowie mit den weiteren Teamkollegen aus der Bezirksliga-Mannschaft und aus dem A-Junioren-Bundesligateam (Pelka/Kaczmarek), dem als Oberliga-"Heimkehrer" feststehenden Gegner nichts schenken wird. Trotz der natürlich nach wie vor bestehenden Verbindungen, die der Lehramts-Student (Sport und Philosophie) noch hat. "Der Kontakt ist natürlich nicht mehr sehr intensiv. Aber man telefoniert natürlich noch häufiger miteinander." Zum Beispiel mit Christof Konowski. Oder auch mit Stefan Schröder, dem zweiten Mann im Tor hinter Oliver Dirr. "Ich glaube, das wird ein ganz nettes Spiel werden", so Lemke, "auch wenn die Emotionen da nicht allzu hoch kochen werden. Schließlich sind beide Finalisten ja schon für den Westfalenpokal qualifiziert."
Anreize, die Partie nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, gibt es für beide. Trotz der feststehenden Qualifikation, trotz des Polterabends, zu dem Schermbecks Abwehrspieler Stefan Zepanski am Mittwoch eingeladen hatte. Schließlich geht es ja auch ein bisschen um die Ehre zweier Teams, die in der kommenden Saison wieder um Punkte gegeneinander spielen werden und auch um einen Bonus für die Mannschaftskasse. Der Kreispokalsieger erhält eine etwas höhere Geldprämie als der Verlierer.
Ob Lemke, der sich auch in der Rolle eines Sonderbewachers gut gefällt, allerdings auch in der kommenden Saison noch für Erkenschwick spielen wird, ist noch offen. "Einige Anfragen liegen bei mir vor. Aber ich habe mich noch nicht entschieden." Auch mit der Spielvereinigung stehen noch Gespräche aus für den Studenten , der sich langsam der Examensphase nähert, den Aufwand auch für die Oberliga aber durchaus einzubringen bereit ist. "Training und Spiele sind ja auch eine gute Ablenkung und Erholung vom Studiums-Stress."
Jürgen Seyb
Oberligameister soll Westfalenpokal holen
FUSSBALL: SC Verl heute im Finale gegen RW Ahlen
VON UWE KRAMME
Verl. Zum dritten Mal nach 1992 und 1999 kann der SC Verl heute den Fußball-Westfalenpokal gewinnen. Gegner im Stadion an der Poststraße ist der Regionalliganeunte Rot-Weiß Ahlen. Anstoß ist um 15 Uhr.
"Wir werden versuchen, die Fahne hoch zu halten", verspricht Mario Ermisch. Sicher, ob es wieder eine Feier wie nach dem vorzeitigen Gewinn der Oberligameisterschaft durch das 4:0 gegen die Sf Oestrich/Iserlohn am Sonntag gibt, ist sich der SCV-Coach aber nicht. "Es ist sehr schwer, sich nach so einem Erfolg noch einmal zu motivieren." Ermisch verweist darauf, dass der Sport-Club mit dem Aufstieg in die Regionalliga und der Qualifikation für den DFB-Pokal 2007/08 durch den Einzug in dieses ursprünglich am Sitz des Cup-Sponsors, der Krombacher-Brauerei, in Kreuztal bei Siegen, angesetzten Endspiels bereits alle Saisonziele erreicht hat.
Versprechen mag Ermisch nur, dass der Verein den prestigeträchtigen Vergleich mit einem Kontrahenten in der 3. Liga ernst nimmt. "Gegen Ahlen spielt unsere beste Elf, und ich bin eigentlich auch sicher, dass die Jungs gewinnen wollen." Der SCV-Coach ist froh, seine Stammspieler nicht mehr für die Entscheidung in der Liga schonen zu müssen. "So gesehen kommt das Finale sogar zum richtigen Zeitpunkt." Kollege Heiko Bonan, sieht das anders: "Der Termin passt nicht. Wir müssen am Samstag schon wieder gegen Gladbach II ran."
Voraussichtlich ist das Pokalfinale der letzte Auftritt des Verler Meisterteams. Schon am Sonntag in Erkenschwick und auch am Pfingstmontag im Heimspiel gegen Arminia Bielefeld vor der offiziellenAufstiegsparty schlägt die Stunde der Reservisten. "Bei diesen Gegnern kann uns niemand Wettbewerbsverzerrung vorwerfen, wenn wir unsere hoch geforderten Leistungsträger schonen", stellt Ermisch fest. "Wie das am Ende in Emsdetten aussieht, müssen wir abwarten."
Im Vordergrund stehen beim SC Verl die Kader- und Etatplanung für die Regionalliga. Gestern steckten der Trainer und der Vorsitzende Peter Mankartz die Köpfe zusammen, um Wünsche ("Ich gehe von sechs Neuzugängen aus") und Möglichkeiten ("Wir versuchen, einen entsprechenden Etat aufzustellen") in Einklang zu bringen.
"Ich rechne mit 1,6 Millionen Euro", wagte Mankartz eine vorsichtige Etatschätzung. Zu den etwa 1,1 Millionen Euro, die der SC Verl in der Oberliga bewegt habe, kämen 375.000 Euro Fernsehgeld und wegen der besseren Vermarktungschancen in der dritten Liga zusätzliche Erlöse durch weitere Marketingaktivitäten. Vom Fernsehgeld, lässt sich der Präsident indes nicht blenden. "Das ist wegen der um 120.000 Euro höheren Beiträge an die Berufsgenossenschaft und die Kosten für Fahrten und Unterkünfte sofort weg."
Noch keine Entscheidungen hat es bei den Vertragsgesprächen mit den aktuellen Spielern gegeben. "Wir wollen mit den meisten verlängern", wiederholte Mankartz ein altes Versprechen. Zu den Wackelkandidaten zählen der mit einem Wechsel zum SC Wiedenbrück liebäugelnde Carlos Castilla, der aus beruflichen Gründen für sich keine Chance in der Regionalliga sehende Thies Kambach sowie die in der laufenden Saison wenig eingesetzten Spieler wie Bayamba Belombo, Ouessini Labo oder Lukas Krause. Schon als Abgänge fest stehen Jörg Bode (Karriereende) und Marco Kirchhoff (SC Delbrück).
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