Presseberichte der Fussball Oberliga Westfalen vom 22.05.2007
Mustroph würde gerne noch was springen lassen
Oer-Erkenschwick - Irgendwie könnte es ein teurer Monat werden für Mirko Mustroph. Die Gelb-Rote Karte, die sich der Erkenschwicker Mannschaftskapitän beim 1:1 im Oberligaspiel gegen SC Verl einfing, „kostet auf jeden Fall eine Kiste“.
Eine Extra-Prämie hat Mustroph zudem bereits ausgesetzt. „Ich hoffe, dass ,Hotte’ sich noch ein paar Tore aufgespart hat für die letzen beiden Spiele“, sagt der Ex-Bochumer, „dann gibt es ein Bier von mir extra.“
In der Tat: Daniel Seidel entwickelt sich in den jüngsten Wochen zum Mann für die wichtigen Tore im schwarz-roten Dress. Gegen Verl bewahrte der 20-Jährige mit seinem Treffer zum 1:1 seine Farben vor der ersten Niederlage nach sieben erfolgreichen Spielen in Folge. „Er trifft genau, nachdem ich vor einigen Wochen gesagt habe: ,Junge, du bis noch jung, hole dir Spielpraxis in der Zweiten’“, nennt Trainer Manni Wölpper den Grund, warum es beim jungen Dattelner Stürmer jetzt wie geschmiert läuft. „Vielleicht hätte ich nur eher mit ihm sprechen sollen, vielleicht wären wir dann schon durch.“
„Jetzt müssen wir in Delbrück den Sack zumachen“, fordert auch Mirko Mustroph, dass der Verein neben der relativen bald endlich auch absolute Sicherheit haben muss. Als Absteiger wolle er schließlich nicht nach Herne wechseln, wie der Kapitän sagt. Es ist ein Wechsel übrigens, an dem entgegen anders lautenden Gerüchten nichts mehr zu rütteln ist, wie Mustroph versichert.
Dass am 1:1 gegen Verl ebenfalls nichts zu rütteln war und der Punkt verdient war, steht außer Frage. Auch, dass es doch noch ein Stück schwere Arbeit für die Spvgg. war.
„Für die Galerie haben die Verler nicht gespielt“, sagt Philipp Kasperidus, „auch wenn die durch sind, geht es doch noch um Prämien und für einige Spieler wohl auch noch um neue Verträge. Auch wenn vielleicht ein, zwei Spieler gefehlt haben, hat man gesehen, was für ein Potenzial Verl besitzt“, spart „Kasper“ nicht mit Lob für den kommenden Regionalligisten.
Dem großen Einsatz der Platzherren ist es zu verdanken, dass die Ostwestfalen nur einmal jubeln durften, als ein Freistoß den Weg ins Netz fand. „Wieder ein Standard“, ärgerte sich Manni Wölpper, „mittlerweile bekomme ich bei jedem Freistoß auf unser Tor schon Schweißperlen auf der Stirn.“
Allerdings: Hätte die Spvgg. eine ihrer drei klaren Gelegenheiten im ersten Durchgang genutzt und wäre in Führung gegangen, vielleicht wäre sie schon jetzt aller Sorgen entledigt. Und so kommt es, dass die Ungewissheit noch heftig an den Nerven nagt.
Manni Wölpper jedenfalls ist zurück gerudert. „Natürlich gehe ich davon aus, dass wir es so oder so schaffen“, sagt der Fußball-Lehrer. Wohler wäre ihm aber, er hätte es schon am nächsten Sonntag schwarz auf weiß.
Denn irgendwie, dünkt Wölpper, ist die ganze Sache doch paradox: Rekordverdächtige acht Spiele ist sein Team nun ungeschlagen. Wölpper: „Wir haben zweimal nicht gegen den Meister verloren und in Münster und in Bochum gewonnen. Und trotzdem sind wir noch nicht durch. Es ist wie verhext.“
"Je mehr Umbau, je schwieriger wird es"
FUSSBALL: Trainer Mario Ermisch würde die Kaderplanung beim SC Verl gerne beschleunigen
VON UWE KRAMME
Kreis Gütersloh. Weil das Geschehen auf dem grünen Rasen nur mäßigen Unterhaltungswert hatte, brachten sich die Anhänger des SC Verl im Stimbergstadion selber in Stimmung. Besonders inbrünstig sang der schwarzweiße Chor natürlich: "Nie mehr Oberliga." Bei den Fans der SpVg. Erkenschwick kam aber auch die fröhliche Steigerung "Nie mehr Heidewald" gar nicht so gut an, schließlich ist trotz des gerechten 1:1 gegen den Meister noch nicht sicher, dass der Traditionsklub auch in der nächsten Serie in der höchsten westfälischen Fußballliga unterwegs ist.
"Die anderen Ergebnisse waren für uns gar nicht günstig", konnte sich auch Manfred Wölpper wegen der Siege von RW Ahlen II in Hamm und der Sf Oestrich/Iserlohn gegen Delbrück nicht so recht am respek-tablen Remis erfreuen. Nichts fürchtet der Erkenschwicker Trainer mehr, als dass es am Pfingstmontag zu einem Abstiegsendspiel gegen die mit zahlreichen Regionalligaspielern aufgepeppte Ahlener Reserve kommt. "Ein Sieg am Sonntag in Delbrück und alles ist klar", zeigte Wölpper seiner Elf deshalb gleich, wie sie erst gar nicht in diese Bredouille kommt.
Erkenschwick 35 Punkte, Oestrich 35 und Ahlen 31 - der Abstiegskampf wäre für die SG Wattenscheid (28) schon gelaufen, wenn die erstmals auf einen Abstiegsplatz zurückgefallene SpVg. Hamm (31) und die SV Emsdetten (31) nicht gepatzt hätten. Dem ehemaligen Bundesligisten steht vor dem Abschluss in Rheine und gegen Schalke aber nicht nur sportlich das Wasser bis zum Hals. Wegen Verbindlichkeiten in Höhe von 600.000 Euro rief Professor Kaup zu einer Spendenaktion auf. "Die Resonanz ist groß, aber geholfen ist uns nur, wenn jetzt Geld fließt. Während der SGW-Vorsitzende den Gang zum Konkursrichter nicht mehr ausschließen kann, schließt der SGW-Trainer den Abstieg aus. Dirk Helmig verlängerte um ein Jahr und plant für die Oberliga.
Mündlich verlängert hat auch der Verler Coach Mario Ermisch. Peter Mankartz ("Unser Meistertrainer bleibt noch ganz lange bei uns") bezeichnet den noch fehlenden schriftlichen Vertrag, als "reine Formsache". In Sachen Kaderplanung legt Mankartz ohnehin Gelassenheit an den Tag. "Dadurch, dass die Entscheidung so früh gefallen ist, haben wir wohltuend viel Vorlauf und für alle Positionen Alternativen."
Mario Ermisch würde die Verhandlungen vor allem mit seinen auch von anderen Klubs umworbenen Leistungsträgern wie Heinrich Schmidtgal gleichwohl gerne beschleunigen. "Das Pfund, mit dem wir in der neuen Saison wuchern können, ist unsere eingespielte Mannschaft." Kämen gezielte Verstärkungen mit jungen Spielern dazu, könne der Sport-Club in der Regionalliga eine gute Rolle spielen. "Aber je mehr Umbau, je schwieriger wird es", adressierte der Coach eine deutliche Warnung an das Umfeld des Sport-Clubs, in dem einige gar schon von der neuen 3. Liga träumen.
Zunächst geht für die Schwarz-Weißen eh das Schaulaufen des Meisters weiter. Steht das Team beim Abschluss in Emsdetten noch einmal in der Pflicht, den Abstiegskampf nicht zu verzerren, geht es am Pfingstmontag in der Partie gegen Arminia Bielefeld II darum, einen attraktiven sportlichen Anlass für die offizielle Aufstiegsfeier und einen würdigen Rahmen für die Verabschiedungen zu schaffen. Als Abgänge fest stehen bis jetzt Jörg Bode, Marco Kirchhoff und Thies Kambach.
Der VfB entdeckt das Toreschießen neu
von Karl-Heinz Kroll
Gütersloh. Der VfB Hüls hat gestern noch einmal eine Duftmarke in der Oberliga Westfalen gesetzt. Beim Anwärter auf den zweiten Tabellenplatz, dem FC Gütersloh 2000, gewann die Mannschaft von Trainer Klaus Täuber mit 4:2 Toren. -
War schon die "Torflut" beim 2:2 gegen Wattenscheid außergewöhnlich, sprengten die Hülser gestern alle Ketten. im Heidewald trafen die Gäste-Angreifer alleine in den letzten zehn Minuten dreimal ins Gütersloher Tor. Wann hat es diese Quote beim VfB schon mal gegeben?
Dabei war man im Stadionheft von einem "Torgewitter" für die Ostwestfalen ausgegangen. Gegen den Tabellenletzten und Absteiger sollte doch ein Schützenfest möglich sein. Es ließ sich auch gut an für die Heimelf, die bereits nach fünf Minuten führte, als Verteidiger Eckel keine Mühe hatte, nach einem Eckstoß flach einzuschießen. Die Hülser Abwehr um die neuformierte Deckung Muth/Westphal patzte ein erstes Mal.
Aber die Gäste aus Marl erholten sich von dem Rückschlag, kamen ihrerseits besser ins Spiel, konnten indes ihre Möglichkeiten vorerst nicht nutzen. Immer wieder beeinträchtigten Fehlpässe das Hülser Angriffsspiel.
Beinahe hätte Fidan nach 30 Spielminuten den Ball dennoch im Gütersloher Tor untergebracht, doch Eckel rettete die Führung für die Gastgeber im letzten Moment.
Doch drei Minuten später hatten die Rot-Weißen dann doch ausgeglichen: Der Vorstoß von Kapitän Krantz wurde zu einem Eckstoß für die Gäste abgewehrt. Walter gab den Ball in den FCG-Strafraum. Westphals Schuss missriet, doch Markus Krawietz gelang mit einem strammen Schuss der 1:1-Ausgleich, der längst verdient war.
Eigentlich hätten angesichts der folgenden Chancen für Fidan und Stondzik die Hülser mit einer Führung in die Pause gehen müssen. Doch Güterslohs Bienemann machte den schläfrigen VfB-Abwehrspielern einen Strich durch die Rechnung. Nach einem Zuspiel von Burger stürmte er alleine auf Rantzow zu und markierte auch unangefochten das 2:1 kurz vor dem Pausenpfiff.
Nach der Pause bekam der VfB weiter Oberwasser, auch durch die Hinausstellung für Güterslohs Avakhti bedingt. Der FCG erhielt durch das Anrennen des VfB Konterchancen, die er allesamt vergab.
Schließlich bricht das Unheil für die Heimelf in den letzten zehn Minuten herauf: Olschewskis Solo beendet Krawietz mit dem 2:2. Krantz schließt ein Vorstoß zum 2:3 ab (86.), ehe auch noch Ümit Celik auf Pass von Fidan das 2:4 gelingt.
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Oer-Erkenschwick - Irgendwie könnte es ein teurer Monat werden für Mirko Mustroph. Die Gelb-Rote Karte, die sich der Erkenschwicker Mannschaftskapitän beim 1:1 im Oberligaspiel gegen SC Verl einfing, „kostet auf jeden Fall eine Kiste“.
Eine Extra-Prämie hat Mustroph zudem bereits ausgesetzt. „Ich hoffe, dass ,Hotte’ sich noch ein paar Tore aufgespart hat für die letzen beiden Spiele“, sagt der Ex-Bochumer, „dann gibt es ein Bier von mir extra.“
In der Tat: Daniel Seidel entwickelt sich in den jüngsten Wochen zum Mann für die wichtigen Tore im schwarz-roten Dress. Gegen Verl bewahrte der 20-Jährige mit seinem Treffer zum 1:1 seine Farben vor der ersten Niederlage nach sieben erfolgreichen Spielen in Folge. „Er trifft genau, nachdem ich vor einigen Wochen gesagt habe: ,Junge, du bis noch jung, hole dir Spielpraxis in der Zweiten’“, nennt Trainer Manni Wölpper den Grund, warum es beim jungen Dattelner Stürmer jetzt wie geschmiert läuft. „Vielleicht hätte ich nur eher mit ihm sprechen sollen, vielleicht wären wir dann schon durch.“
„Jetzt müssen wir in Delbrück den Sack zumachen“, fordert auch Mirko Mustroph, dass der Verein neben der relativen bald endlich auch absolute Sicherheit haben muss. Als Absteiger wolle er schließlich nicht nach Herne wechseln, wie der Kapitän sagt. Es ist ein Wechsel übrigens, an dem entgegen anders lautenden Gerüchten nichts mehr zu rütteln ist, wie Mustroph versichert.
Dass am 1:1 gegen Verl ebenfalls nichts zu rütteln war und der Punkt verdient war, steht außer Frage. Auch, dass es doch noch ein Stück schwere Arbeit für die Spvgg. war.
„Für die Galerie haben die Verler nicht gespielt“, sagt Philipp Kasperidus, „auch wenn die durch sind, geht es doch noch um Prämien und für einige Spieler wohl auch noch um neue Verträge. Auch wenn vielleicht ein, zwei Spieler gefehlt haben, hat man gesehen, was für ein Potenzial Verl besitzt“, spart „Kasper“ nicht mit Lob für den kommenden Regionalligisten.
Dem großen Einsatz der Platzherren ist es zu verdanken, dass die Ostwestfalen nur einmal jubeln durften, als ein Freistoß den Weg ins Netz fand. „Wieder ein Standard“, ärgerte sich Manni Wölpper, „mittlerweile bekomme ich bei jedem Freistoß auf unser Tor schon Schweißperlen auf der Stirn.“
Allerdings: Hätte die Spvgg. eine ihrer drei klaren Gelegenheiten im ersten Durchgang genutzt und wäre in Führung gegangen, vielleicht wäre sie schon jetzt aller Sorgen entledigt. Und so kommt es, dass die Ungewissheit noch heftig an den Nerven nagt.
Manni Wölpper jedenfalls ist zurück gerudert. „Natürlich gehe ich davon aus, dass wir es so oder so schaffen“, sagt der Fußball-Lehrer. Wohler wäre ihm aber, er hätte es schon am nächsten Sonntag schwarz auf weiß.
Denn irgendwie, dünkt Wölpper, ist die ganze Sache doch paradox: Rekordverdächtige acht Spiele ist sein Team nun ungeschlagen. Wölpper: „Wir haben zweimal nicht gegen den Meister verloren und in Münster und in Bochum gewonnen. Und trotzdem sind wir noch nicht durch. Es ist wie verhext.“
"Je mehr Umbau, je schwieriger wird es"
FUSSBALL: Trainer Mario Ermisch würde die Kaderplanung beim SC Verl gerne beschleunigen
VON UWE KRAMME
Kreis Gütersloh. Weil das Geschehen auf dem grünen Rasen nur mäßigen Unterhaltungswert hatte, brachten sich die Anhänger des SC Verl im Stimbergstadion selber in Stimmung. Besonders inbrünstig sang der schwarzweiße Chor natürlich: "Nie mehr Oberliga." Bei den Fans der SpVg. Erkenschwick kam aber auch die fröhliche Steigerung "Nie mehr Heidewald" gar nicht so gut an, schließlich ist trotz des gerechten 1:1 gegen den Meister noch nicht sicher, dass der Traditionsklub auch in der nächsten Serie in der höchsten westfälischen Fußballliga unterwegs ist.
"Die anderen Ergebnisse waren für uns gar nicht günstig", konnte sich auch Manfred Wölpper wegen der Siege von RW Ahlen II in Hamm und der Sf Oestrich/Iserlohn gegen Delbrück nicht so recht am respek-tablen Remis erfreuen. Nichts fürchtet der Erkenschwicker Trainer mehr, als dass es am Pfingstmontag zu einem Abstiegsendspiel gegen die mit zahlreichen Regionalligaspielern aufgepeppte Ahlener Reserve kommt. "Ein Sieg am Sonntag in Delbrück und alles ist klar", zeigte Wölpper seiner Elf deshalb gleich, wie sie erst gar nicht in diese Bredouille kommt.
Erkenschwick 35 Punkte, Oestrich 35 und Ahlen 31 - der Abstiegskampf wäre für die SG Wattenscheid (28) schon gelaufen, wenn die erstmals auf einen Abstiegsplatz zurückgefallene SpVg. Hamm (31) und die SV Emsdetten (31) nicht gepatzt hätten. Dem ehemaligen Bundesligisten steht vor dem Abschluss in Rheine und gegen Schalke aber nicht nur sportlich das Wasser bis zum Hals. Wegen Verbindlichkeiten in Höhe von 600.000 Euro rief Professor Kaup zu einer Spendenaktion auf. "Die Resonanz ist groß, aber geholfen ist uns nur, wenn jetzt Geld fließt. Während der SGW-Vorsitzende den Gang zum Konkursrichter nicht mehr ausschließen kann, schließt der SGW-Trainer den Abstieg aus. Dirk Helmig verlängerte um ein Jahr und plant für die Oberliga.
Mündlich verlängert hat auch der Verler Coach Mario Ermisch. Peter Mankartz ("Unser Meistertrainer bleibt noch ganz lange bei uns") bezeichnet den noch fehlenden schriftlichen Vertrag, als "reine Formsache". In Sachen Kaderplanung legt Mankartz ohnehin Gelassenheit an den Tag. "Dadurch, dass die Entscheidung so früh gefallen ist, haben wir wohltuend viel Vorlauf und für alle Positionen Alternativen."
Mario Ermisch würde die Verhandlungen vor allem mit seinen auch von anderen Klubs umworbenen Leistungsträgern wie Heinrich Schmidtgal gleichwohl gerne beschleunigen. "Das Pfund, mit dem wir in der neuen Saison wuchern können, ist unsere eingespielte Mannschaft." Kämen gezielte Verstärkungen mit jungen Spielern dazu, könne der Sport-Club in der Regionalliga eine gute Rolle spielen. "Aber je mehr Umbau, je schwieriger wird es", adressierte der Coach eine deutliche Warnung an das Umfeld des Sport-Clubs, in dem einige gar schon von der neuen 3. Liga träumen.
Zunächst geht für die Schwarz-Weißen eh das Schaulaufen des Meisters weiter. Steht das Team beim Abschluss in Emsdetten noch einmal in der Pflicht, den Abstiegskampf nicht zu verzerren, geht es am Pfingstmontag in der Partie gegen Arminia Bielefeld II darum, einen attraktiven sportlichen Anlass für die offizielle Aufstiegsfeier und einen würdigen Rahmen für die Verabschiedungen zu schaffen. Als Abgänge fest stehen bis jetzt Jörg Bode, Marco Kirchhoff und Thies Kambach.
Der VfB entdeckt das Toreschießen neu
von Karl-Heinz Kroll
Gütersloh. Der VfB Hüls hat gestern noch einmal eine Duftmarke in der Oberliga Westfalen gesetzt. Beim Anwärter auf den zweiten Tabellenplatz, dem FC Gütersloh 2000, gewann die Mannschaft von Trainer Klaus Täuber mit 4:2 Toren. -
War schon die "Torflut" beim 2:2 gegen Wattenscheid außergewöhnlich, sprengten die Hülser gestern alle Ketten. im Heidewald trafen die Gäste-Angreifer alleine in den letzten zehn Minuten dreimal ins Gütersloher Tor. Wann hat es diese Quote beim VfB schon mal gegeben?
Dabei war man im Stadionheft von einem "Torgewitter" für die Ostwestfalen ausgegangen. Gegen den Tabellenletzten und Absteiger sollte doch ein Schützenfest möglich sein. Es ließ sich auch gut an für die Heimelf, die bereits nach fünf Minuten führte, als Verteidiger Eckel keine Mühe hatte, nach einem Eckstoß flach einzuschießen. Die Hülser Abwehr um die neuformierte Deckung Muth/Westphal patzte ein erstes Mal.
Aber die Gäste aus Marl erholten sich von dem Rückschlag, kamen ihrerseits besser ins Spiel, konnten indes ihre Möglichkeiten vorerst nicht nutzen. Immer wieder beeinträchtigten Fehlpässe das Hülser Angriffsspiel.
Beinahe hätte Fidan nach 30 Spielminuten den Ball dennoch im Gütersloher Tor untergebracht, doch Eckel rettete die Führung für die Gastgeber im letzten Moment.
Doch drei Minuten später hatten die Rot-Weißen dann doch ausgeglichen: Der Vorstoß von Kapitän Krantz wurde zu einem Eckstoß für die Gäste abgewehrt. Walter gab den Ball in den FCG-Strafraum. Westphals Schuss missriet, doch Markus Krawietz gelang mit einem strammen Schuss der 1:1-Ausgleich, der längst verdient war.
Eigentlich hätten angesichts der folgenden Chancen für Fidan und Stondzik die Hülser mit einer Führung in die Pause gehen müssen. Doch Güterslohs Bienemann machte den schläfrigen VfB-Abwehrspielern einen Strich durch die Rechnung. Nach einem Zuspiel von Burger stürmte er alleine auf Rantzow zu und markierte auch unangefochten das 2:1 kurz vor dem Pausenpfiff.
Nach der Pause bekam der VfB weiter Oberwasser, auch durch die Hinausstellung für Güterslohs Avakhti bedingt. Der FCG erhielt durch das Anrennen des VfB Konterchancen, die er allesamt vergab.
Schließlich bricht das Unheil für die Heimelf in den letzten zehn Minuten herauf: Olschewskis Solo beendet Krawietz mit dem 2:2. Krantz schließt ein Vorstoß zum 2:3 ab (86.), ehe auch noch Ümit Celik auf Pass von Fidan das 2:4 gelingt.
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