Presseberichte der Fussball Oberliga Westfalen vom 14.06.2007

Planungen stocken
Fussball. Die Personalplanungen beim Oberligisten Spvgg. Erkenschwick stocken. Vorsitzender Achim Trautmann bestätigte, dass die Lotter Gunvald Herdin und Sven Hozjak abgesagt hätten. Allerdings, so der 50-Jährige, sehe der Verein aktuell keinen allzu großen Handlungsbedarf. "Das Gerüst steht", so Trautmann. Offen ist die Personalie Janos Bluhm. Hier wird eine Entscheidung noch in dieser Woche erwartet.



Spvgg. Erkenschwick: Der Vorbereitungsplan
Oer-Erkenschwick. Fußball-Oberligist Spvgg. Erkenschwick steigt am 2. Juli um 18 Uhr in die Saisonvorbereitung ein. Hier die zurzeit geplanten Freundschaftsspiele in der Übersicht:

7. Juli (15 Uhr): Victoria Resse (A)

10. Juli (19 Uhr): TuS Eving-Lindenhorst (A)

15. Juli (15 Uhr): TSV Raesfeld (A)

18. Juli (18.30 Uhr): Rot-Weiß Essen (H)

24. Juli (18 Uhr): Silkeborg IF (H)

19., 21., 23 Juli: Gruppenspiele Cranger-Kirmes-Cup (in Sodingen)

26. Juli: mögliches Halbfinale Cranger-Kirmes-Cup (in Sodingen)

28. Juli: mögliches Finale Cranger-Kirmes-Cup (in Sodingen)

29. Juli: eventuell Pokalspiel



Naumanns Rolle rückwärts
Der neue Trainer der DJK Germania ist der alte. Spielerrat und die Mannschaft schlüpfen erfolgreich in die Vermittlerrolle. Ehemaliger Profi bastelt schon wieder fleißig an dem Kader für die Saison 2007/2008

FUSSBALL OBERLIGA

Der neue Trainer der DJK Germania ist . . . der alte. Nach mehreren intensiven Gesprächen mit dem Vorstand um den Vorsitzenden Rolf Schobert und den Spielern erklärte Guido Naumann gestern seinen Rücktritt vom Rücktritt. "Jetzt müssen wir alle noch einmal ein paar Tage lang Gas geben, um offene personelle und organisatorische Fragen zu klären", sagte der Coach des Oberliga-Aufsteigers aus Gladbeck.

Entscheidenden Anteil daran, dass Guido Naumann nun seine Arbeit doch fortsetzt, hatte ganz offenbar die Mannschaft. "Die Jungs", bestätigte Naumann, "haben mich seit Samstag permanent bearbeitet." Besonders hartnäckig erwies sich dabei der Spielerrat, namentlich Danny Schnelle und Thorsten Sievert. "Wir haben laufend Gespräche geführt, zum einen mit der Vereinsseite, zum anderen mit Guido", sagte Sievert, der den Rücktritt des Trainers als "Super-Gau" bezeichnete. Am Ende der Unterredungen saßen die entscheidenden Parteien an einem Tisch zusammen und einigten sich darauf, sich dem Abenteuer Oberliga gemeinsam zu stellen. Wobei die Saison für die Gladbecker gar kein Abenteuer werden soll. "Wir wollen in dieser Klasse bestehen und nicht als Lulli-Mannschaft auftreten", betonte Sievert.

Am vergangenen Samstag hatte Naumann wie berichtet seinen Posten zur Verfügung gestellt. Der Trainer fühlte sich vom Verein in der Planung der neuen Spielzeit mehr oder weniger allein gelassen. Darüber hinaus hatten der Vorsitzende Schobert und Naumann zunächst unterschiedliche Vorstellungen über die Dotierung des Trainervertrages.

Diese Dinge konnten geklärt werden, Guido Naumann war gestern Nachmittag bereits wieder in Sachen Germania unterwegs. Die Zeit drängt, schließlich beginnt die Saison bereits am 5. August und die Vorbereitung am 1. Juli. "Innerhalb der nächsten Tage werden die meisten Spieler ihre Verträge unterschreiben, ungewiss ist eigentlich nur, ob Engin Yavuzaslan bleibt oder nicht", sagte Naumann, der gleichwohl noch nach dem einen oder anderen Zugang sucht. Unter anderem in Bochum: Stefan Kratofiel, 23-jähriger Stürmer der in der Oberliga spielenden VfL-Amateure, steht ebenso auf Naumanns Zettel wie Abwehrmann Kevin Nennhuber (19), der in der abgelaufenen Saison in der A-Jugend-Bundesliga für die Bochumer aktiv war.

Nach wie vor ein Thema ist auch die Verpflichtung von Offensivspezialist Stephan Schneider von Regionalliga-Aufsteiger Rot-Weiß Oberhausen. Der 20-Jährige befindet sich zurzeit im Urlaub, RWO könnte sich Naumann zufolge vorstellen, den als Mittelfeldmann und Angreifer einsetzbaren Akteur an die DJK Germania auszuleihen.

Weitere Spieler, auf die der Gladbecker Trainer ein Auge geworfen hat, sind Dennis Rommel (20, VfB Speldorf) und Selcuk Dede (23, SG Wattenscheid 09). Letzterer gehörte in der gerade abgelaufenen Punkterunde mit 16 erzielten Treffern zu den torgefährlichsten Mittelfeldspielern der Oberliga Westfalen. Allerdings wurde Dede, der Absteiger Wattenscheid ablösefrei verlassen kann, zuletzt immer wieder auch mit verschiedenen Regionalligisten in Verbindung gebracht."

Von Thomas Dieckhoff



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