Presseberichte der Fussball Oberliga Westfalen vom 30.06.2007
Gegen Ahlen und Silkeborg
Erkenschwick. Oberligist Spvgg. Erkenschwick vermeldet einen weiteren hochkarätigen Testspielgegner. Am Sonntag nächster Woche (8. Juli) gastieren die Schwarz-Roten beim Regionalligisten RW Ahlen. Zusätzlich zu Ahlen ist nun auch Teutonia SuS Waltrop eingesprungen für RW Oberhausen, das einen ursprünglich geplanten Test kürzlich abgesagt hatte. Die "Schwicker" testen zudem auf eigenem Platz gegen RW Essen (18. 7., 18.30 Uhr) und den dänischen Erstligisten Silkeborg IF (24. 7., 18 Uhr), der von Ex-Schalke-Profi Ebbe Sand trainiert wird.
NRW-Liga erfordert einen Kraftakt
Oer-Erkenschwick. - Der „Herminator“ ist zurück. Wieder einmal. So ist das eben, wenn das Herz für den Verein schlägt. Das kann Hermann Silvers, dem neuen alten Sportlicher Leiter der Spvgg. Erkenschwick, selbst der größte Kritiker nicht absprechen.
Der streitbare Oer-Erkenschwicker, seit 1949 mit kurzen Unterbrechungen dem Verein treu, krempelt die Ärmel auf. Wieder einmal. Es geht in dieser Saison um viel. „Ohne die NRW-Liga wäre ich wohl nicht mehr angetreten“, sagt der 66-Jährige. Um die NRW-Liga dreht sich auch am Stimberg alles. Elfter muss die Spvgg. werden, um nicht in die Verbandsliga abzustürzen, sondern „nur“ in die Fünftklassigkeit abzurutschen. Angesichts der massiv aufrüstenden Konkurrenz muss auch die chronisch klamme Spvgg. beim Hauen und Stechen mitmachen. Für Silvers ist die neue Saison daher nicht nur sportlich ein Kraftakt. „Einen Sponsor wie Gazprom haben wir nicht und werden ihn wohl auch nicht bekommen. Wir müssen darauf vertrauen, dass unsere vielen kleinen Sponsoren ihre Zusagen einhalten.“
Sportlich dafür ist der Boden bereitet. „Unter der Voraussetzung, dass die Mannschaft nicht wieder die komplette Hinrunde braucht, um sich zu finden“, sagt Silvers, „ist die Qualifikation mit diesem Kader drin.“ Mut macht, dass die Spvgg. in der Oberliga-Rückrunde die sechstbeste Mannschaft war und dass sich der Aderlass in Grenzen hält. Zuletzt sorgte die Verpflichtung von zwei Oberliga erfahrenen Akteuren (Sascha Höhle, Christian Baron) für Aufsehen. Zudem hat Silvers dazu beigetragen die Dissonanzen, die zwischen Trainer Manni Wölpper und Leistungsträger Martin Setzke aufgetreten sind, zu kitten. Der Stürmer bleibt entgegen anders lautenden Gerüchten eine feste Größe im Team, wie Silvers sagt.
Eine Position ist allerdings noch frei und ein Kandidat auch schon benannt. Mit Alexander Thamm, der Preußen Münster verlassen will, könnte nach Sascha Höhle ein weiterer Ex-Bochumer den Weg an den Stimberg finden. Dem hoch aufgeschossenen Abwehrrecken (1,91 Meter) allerdings liegen noch zwei weitere Angebote vor. „Mein Eindruck ist, dass er gerne mit seinen alten Jungs zusammen spielen möchte“ sagt Hermann Silvers. Allerdings: Ob die Spvgg. finanziell mithalten kann, steht auf einem anderen Blatt.
Letztlich, und das weiß auch der ehrenamtlich arbeitende Sportliche Leiter, steht der Verein im 92. Jahr seines Bestehens vor dem Scheideweg. „Das ist der letzte Versuch, die Spvgg. im gehobenen Amateurfußball zu halten“, sagt Silvers. Was eine klare Ansage an Fans und Mannschaft ist, die Zeichen der Zeit sofort zu erkennen. „Jetzt, wo es wirklich um etwas geht, wäre es schön, wenn auch die Zuschauer wieder verstärkt kämen“, sagt Silvers.
Fristgerecht
Vest. Seit dem 1. November 2002 können Amateurfußballer nur noch in zwei festgelegten Wechselperioden wechseln.
Wechselperiode I: Abmeldung bis zum 30. Juni und Eingang des Antrags auf Spielerlaubnis bis zum 31. August. Dabei muss sich der Spieler bis zum 30. Juni bei seinem Verein per Einschreiben abmelden. Gehen die vollständigen Spielberechtigungsunterlagen in der Zeit vom 1. Juli bis zum 31. August bei der Passabteilung ein, wird bei erteilter Freigabe die sofortige Spielberechtigung für Pflichtspiele erteilt. Wechselperiode II: Abmeldung in der Zeit zwischen dem 1. Juli und dem 31. Dezember und Eingang des Antrags auf Spielerlaubnis bis zum 31. Januar. Erfolgt die Abmeldung des Spielers in dieser Zeit und gehen die vollständigen Unterlagen in der Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Januar bei der Passabteilung ein, wird bei Zustimmung zum Vereinswechsel die sofortige Spielberechtigung für Pflichtspiele erteilt.
Auch hier hat ein verspätetes Einreichen der Unterlagen erhebliche Folgen.
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Erkenschwick. Oberligist Spvgg. Erkenschwick vermeldet einen weiteren hochkarätigen Testspielgegner. Am Sonntag nächster Woche (8. Juli) gastieren die Schwarz-Roten beim Regionalligisten RW Ahlen. Zusätzlich zu Ahlen ist nun auch Teutonia SuS Waltrop eingesprungen für RW Oberhausen, das einen ursprünglich geplanten Test kürzlich abgesagt hatte. Die "Schwicker" testen zudem auf eigenem Platz gegen RW Essen (18. 7., 18.30 Uhr) und den dänischen Erstligisten Silkeborg IF (24. 7., 18 Uhr), der von Ex-Schalke-Profi Ebbe Sand trainiert wird.
NRW-Liga erfordert einen Kraftakt
Oer-Erkenschwick. - Der „Herminator“ ist zurück. Wieder einmal. So ist das eben, wenn das Herz für den Verein schlägt. Das kann Hermann Silvers, dem neuen alten Sportlicher Leiter der Spvgg. Erkenschwick, selbst der größte Kritiker nicht absprechen.
Der streitbare Oer-Erkenschwicker, seit 1949 mit kurzen Unterbrechungen dem Verein treu, krempelt die Ärmel auf. Wieder einmal. Es geht in dieser Saison um viel. „Ohne die NRW-Liga wäre ich wohl nicht mehr angetreten“, sagt der 66-Jährige. Um die NRW-Liga dreht sich auch am Stimberg alles. Elfter muss die Spvgg. werden, um nicht in die Verbandsliga abzustürzen, sondern „nur“ in die Fünftklassigkeit abzurutschen. Angesichts der massiv aufrüstenden Konkurrenz muss auch die chronisch klamme Spvgg. beim Hauen und Stechen mitmachen. Für Silvers ist die neue Saison daher nicht nur sportlich ein Kraftakt. „Einen Sponsor wie Gazprom haben wir nicht und werden ihn wohl auch nicht bekommen. Wir müssen darauf vertrauen, dass unsere vielen kleinen Sponsoren ihre Zusagen einhalten.“
Sportlich dafür ist der Boden bereitet. „Unter der Voraussetzung, dass die Mannschaft nicht wieder die komplette Hinrunde braucht, um sich zu finden“, sagt Silvers, „ist die Qualifikation mit diesem Kader drin.“ Mut macht, dass die Spvgg. in der Oberliga-Rückrunde die sechstbeste Mannschaft war und dass sich der Aderlass in Grenzen hält. Zuletzt sorgte die Verpflichtung von zwei Oberliga erfahrenen Akteuren (Sascha Höhle, Christian Baron) für Aufsehen. Zudem hat Silvers dazu beigetragen die Dissonanzen, die zwischen Trainer Manni Wölpper und Leistungsträger Martin Setzke aufgetreten sind, zu kitten. Der Stürmer bleibt entgegen anders lautenden Gerüchten eine feste Größe im Team, wie Silvers sagt.
Eine Position ist allerdings noch frei und ein Kandidat auch schon benannt. Mit Alexander Thamm, der Preußen Münster verlassen will, könnte nach Sascha Höhle ein weiterer Ex-Bochumer den Weg an den Stimberg finden. Dem hoch aufgeschossenen Abwehrrecken (1,91 Meter) allerdings liegen noch zwei weitere Angebote vor. „Mein Eindruck ist, dass er gerne mit seinen alten Jungs zusammen spielen möchte“ sagt Hermann Silvers. Allerdings: Ob die Spvgg. finanziell mithalten kann, steht auf einem anderen Blatt.
Letztlich, und das weiß auch der ehrenamtlich arbeitende Sportliche Leiter, steht der Verein im 92. Jahr seines Bestehens vor dem Scheideweg. „Das ist der letzte Versuch, die Spvgg. im gehobenen Amateurfußball zu halten“, sagt Silvers. Was eine klare Ansage an Fans und Mannschaft ist, die Zeichen der Zeit sofort zu erkennen. „Jetzt, wo es wirklich um etwas geht, wäre es schön, wenn auch die Zuschauer wieder verstärkt kämen“, sagt Silvers.
Fristgerecht
Vest. Seit dem 1. November 2002 können Amateurfußballer nur noch in zwei festgelegten Wechselperioden wechseln.
Wechselperiode I: Abmeldung bis zum 30. Juni und Eingang des Antrags auf Spielerlaubnis bis zum 31. August. Dabei muss sich der Spieler bis zum 30. Juni bei seinem Verein per Einschreiben abmelden. Gehen die vollständigen Spielberechtigungsunterlagen in der Zeit vom 1. Juli bis zum 31. August bei der Passabteilung ein, wird bei erteilter Freigabe die sofortige Spielberechtigung für Pflichtspiele erteilt. Wechselperiode II: Abmeldung in der Zeit zwischen dem 1. Juli und dem 31. Dezember und Eingang des Antrags auf Spielerlaubnis bis zum 31. Januar. Erfolgt die Abmeldung des Spielers in dieser Zeit und gehen die vollständigen Unterlagen in der Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Januar bei der Passabteilung ein, wird bei Zustimmung zum Vereinswechsel die sofortige Spielberechtigung für Pflichtspiele erteilt.
Auch hier hat ein verspätetes Einreichen der Unterlagen erhebliche Folgen.
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