Presseberichte der Fussball Oberliga Westfalen vom 11.07.2007
7:1 - das eigene Team macht Wölpper Angst
Oer-Erkenschwick. - Selten, dass Manni Wölpper sprachlos ist. Gestern Abend war er‘s. Der erste Kommentar zum 7:1 (4:1)-Testspielsieg der Spvgg. Erkenschwick beim TuS Eving-Lindenhorst war: „Das ist schon beängstigend.“
Nahtlos knüpften seine Mannen gegen den ambitionierten Landesligisten ans gute Spiel gegen Rot-Weiß Ahlen an. „Es war ein Auftritt ohne Schwachpunkte“, lobte Wölpper sein Team, das ohne die verletzten Seidel, Fischer-Riepe, den verhinderten Warncke und den grippekranken Kurz auskommen musste.
Vor allem die Tore verzückten den Fußball-Lehrer. „Eins schöner heraus gespielt als das andere“, lobte Wölpper. Ob Martin Setzkes Flugkopfball zu 0:1 (14.), Marcel Althaus‘ fulminanter Sololauf übers gesamte Feld zum 1:2 (24.), oder aber das 1:4 direkt vor der Pause durch Sebastian Westerhoff, vor dem der Ball über fünf Stationen lief und Martin Setzke uneigennützig noch quer legte: Die Zuschauer kamen voll auf ihre Kosten. Wölppers Fazit eines voll gelungenen Abends: „Ich hoffe, die Jungs bewahren sich einiges davon für die Saison auf“.
Spvgg. Erkenschwick: Strysz – Baron, Schmidt (55. Pelka), Thamm, Althaus – Eisen, Kasperidus (46. Sawatzki), Höhle (61. Kaczmarek), Westerhoff – Setzke (46. Emile), Özdemir (46. Allali)
Tore: 0:1 Setzke (14.), 1:1 Schwarz (18.), 1:2 Althaus (24.), 1:3 Setzke (35.), 1:4 Westerhoff (44.), 1:5 Emile (61.), 1:6 Emile (71.), 1:7 Westerhoff (76.)
Bewegender Abschied von Preußen-Legende "Fiffi" Gerritzen
Münster (wl) - Rund 500 Angehörige, Bekannte und Freunde der Preußen-Legende Felix ´"Fiffi" Gerritzen haben am Dienstagvormittag den unvergessenen Menschen und Fußballer auf seinem letzten Weg begleitet.
Der Gottesdienst sowie die anschließende Beisetzung wurden ganz nach den Wünschen des am vergangenen Dienstag verstorbenen Gerritzen gestaltet: mit bewegenden Musikeinspielungen, einer Rede von Carsten Cramer, ehemals in verschiedenen Funktionen beim SC Preußen Münster tätig, sowie viel Schwarz-Weiß-Grün, den Vereinsfarben des SCP. Unter den 500 Trauernden waren neben der großen Familie ehemalige Weggefährten, Mitglieder alter SCP-Vorstände, der aktuelle Vorstand, die Mannschaft, Vertreter der Stadt Münster sowie zahlreiche Fans des SC Preußen.
Felix "Fiffi" Gerritzen: Er lebte den Fußball
Münster (wl) - So einen Andrang hat der Mauritz-Friedhof vermutlich noch nie erlebt. Rund 500 Trauergäste kamen gestern, um sich von Münsters Fußball-Legende Fiffi Gerritzen zu verabschieden, der vor einer Woche im Alter von 80 Jahren verstorben war.
Darunter neben der Familie nicht nur die komplette aktuelle Mannschaft des SC Preußen, sondern auch viele Spieler vergangener Jahre. Und mit Rudi Schulz schließlich auch ein Mitstreiter aus jener SCP-Mannschaft, die 1951 das Endspiel um die deutsche Deutsche Meisterschaft gegen den 1. FC Kaiserslautern erreichte.
Sie alle hatten mehr als nur eine Träne im Augenwinkel, als Ex-Präsident Thomas Herda, das aktuelle Präsidiums-Mitglied Andreas Schulte-Werning, der langjährige Jugend-Koordinator Manfred Henning, Ex-Spieler Ansgar Brinkmann, Mannschafts-Betreuer Michael Wilmsen sowie der Vorsitzende des Revisionsausschusses, Heiner Stipp, den Sarg zum Grab trugen, wo neben ungezählten Blumengestecken und weiteren Trauerkränzen als letzter Gruß auch ein Kranz des Deutschen Fußball-Bundes zu sehen war.
Der Beerdigung vorgeschaltet war eine Trauermesse in der Mauritz-Kirche. Auf Wunsch des Vestorbenen hielt dort Carsten Cramer die Trauerrede. Der langjährige Geschäftsführer, der bis zum vergangenen Jahr dem Aufsichtsrat des Vereins angehörte, skizzierte kurz noch einmal den sportlichen Werdegang Fiffi Gerritzens.
In den Mittelpunkt seiner Ansprache stellte er aber den Menschen Fiffi Gerritzen. Viele von uns haben ihn nie Fußball spielen sehen, aber ein jeder weiß, dass dieser Fiffi Gerritzen ein großer, ein besonderer und außergewöhnlicher Mensch war, so Cramer. Und weiter: Dieser Mensch lebte den Fußball, er personifizierte ihn in Münster wie kaum ein anderer. Wenn er auch nur einer von elf Spielern war, die auf den Platz stehen konnten, so war er doch etwas Besonderes.
Cramer ging darüber hinaus auch auf den Künstler Fiffi Gerritzen ein. Mit Schlägermütze, Kosaken-Kostüm und Balalaika-Musik im Hintergrund habe er in seinem Atelier an der Pleistermühle seinen Fantasien freien Lauf gelassen. Um dann aber doch schnell wieder auf den Sportler Fiffi Gerritzen zu sprechen zu kommen.
Das Wichtigste sei ihm bis zuletzt sein SC Preußen gewesen. Noch im Krankenhaus habe er seine Besucher zeitweilig mit dem Spruch Wer kein Preuße ist, ist hier nicht erwünscht begrüßt, selbst als er schon gesundheitlich schwer angeschlagen war, sei er noch ständiger Besucher der Heimspiele seines SCP gewesen. Cramer schloss: Danke, Fiffi, für alles was du uns gegeben hast. Dass es anschließend Beifall gab, war für eine Trauerfeier zwar ungewöhnlich, passte aber irgendwie ins Bild.
Rund 500 Trauergäste folgten am Dienstag dem Sarg Fiffi Gerritzens auf dem Weg zu seiner letzten Ruhestätte auf dem Mauritz-Friedhof.
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Oer-Erkenschwick. - Selten, dass Manni Wölpper sprachlos ist. Gestern Abend war er‘s. Der erste Kommentar zum 7:1 (4:1)-Testspielsieg der Spvgg. Erkenschwick beim TuS Eving-Lindenhorst war: „Das ist schon beängstigend.“
Nahtlos knüpften seine Mannen gegen den ambitionierten Landesligisten ans gute Spiel gegen Rot-Weiß Ahlen an. „Es war ein Auftritt ohne Schwachpunkte“, lobte Wölpper sein Team, das ohne die verletzten Seidel, Fischer-Riepe, den verhinderten Warncke und den grippekranken Kurz auskommen musste.
Vor allem die Tore verzückten den Fußball-Lehrer. „Eins schöner heraus gespielt als das andere“, lobte Wölpper. Ob Martin Setzkes Flugkopfball zu 0:1 (14.), Marcel Althaus‘ fulminanter Sololauf übers gesamte Feld zum 1:2 (24.), oder aber das 1:4 direkt vor der Pause durch Sebastian Westerhoff, vor dem der Ball über fünf Stationen lief und Martin Setzke uneigennützig noch quer legte: Die Zuschauer kamen voll auf ihre Kosten. Wölppers Fazit eines voll gelungenen Abends: „Ich hoffe, die Jungs bewahren sich einiges davon für die Saison auf“.
Spvgg. Erkenschwick: Strysz – Baron, Schmidt (55. Pelka), Thamm, Althaus – Eisen, Kasperidus (46. Sawatzki), Höhle (61. Kaczmarek), Westerhoff – Setzke (46. Emile), Özdemir (46. Allali)
Tore: 0:1 Setzke (14.), 1:1 Schwarz (18.), 1:2 Althaus (24.), 1:3 Setzke (35.), 1:4 Westerhoff (44.), 1:5 Emile (61.), 1:6 Emile (71.), 1:7 Westerhoff (76.)
Bewegender Abschied von Preußen-Legende "Fiffi" Gerritzen
Münster (wl) - Rund 500 Angehörige, Bekannte und Freunde der Preußen-Legende Felix ´"Fiffi" Gerritzen haben am Dienstagvormittag den unvergessenen Menschen und Fußballer auf seinem letzten Weg begleitet.
Der Gottesdienst sowie die anschließende Beisetzung wurden ganz nach den Wünschen des am vergangenen Dienstag verstorbenen Gerritzen gestaltet: mit bewegenden Musikeinspielungen, einer Rede von Carsten Cramer, ehemals in verschiedenen Funktionen beim SC Preußen Münster tätig, sowie viel Schwarz-Weiß-Grün, den Vereinsfarben des SCP. Unter den 500 Trauernden waren neben der großen Familie ehemalige Weggefährten, Mitglieder alter SCP-Vorstände, der aktuelle Vorstand, die Mannschaft, Vertreter der Stadt Münster sowie zahlreiche Fans des SC Preußen.
Felix "Fiffi" Gerritzen: Er lebte den Fußball
Münster (wl) - So einen Andrang hat der Mauritz-Friedhof vermutlich noch nie erlebt. Rund 500 Trauergäste kamen gestern, um sich von Münsters Fußball-Legende Fiffi Gerritzen zu verabschieden, der vor einer Woche im Alter von 80 Jahren verstorben war.
Darunter neben der Familie nicht nur die komplette aktuelle Mannschaft des SC Preußen, sondern auch viele Spieler vergangener Jahre. Und mit Rudi Schulz schließlich auch ein Mitstreiter aus jener SCP-Mannschaft, die 1951 das Endspiel um die deutsche Deutsche Meisterschaft gegen den 1. FC Kaiserslautern erreichte.
Sie alle hatten mehr als nur eine Träne im Augenwinkel, als Ex-Präsident Thomas Herda, das aktuelle Präsidiums-Mitglied Andreas Schulte-Werning, der langjährige Jugend-Koordinator Manfred Henning, Ex-Spieler Ansgar Brinkmann, Mannschafts-Betreuer Michael Wilmsen sowie der Vorsitzende des Revisionsausschusses, Heiner Stipp, den Sarg zum Grab trugen, wo neben ungezählten Blumengestecken und weiteren Trauerkränzen als letzter Gruß auch ein Kranz des Deutschen Fußball-Bundes zu sehen war.
Der Beerdigung vorgeschaltet war eine Trauermesse in der Mauritz-Kirche. Auf Wunsch des Vestorbenen hielt dort Carsten Cramer die Trauerrede. Der langjährige Geschäftsführer, der bis zum vergangenen Jahr dem Aufsichtsrat des Vereins angehörte, skizzierte kurz noch einmal den sportlichen Werdegang Fiffi Gerritzens.
In den Mittelpunkt seiner Ansprache stellte er aber den Menschen Fiffi Gerritzen. Viele von uns haben ihn nie Fußball spielen sehen, aber ein jeder weiß, dass dieser Fiffi Gerritzen ein großer, ein besonderer und außergewöhnlicher Mensch war, so Cramer. Und weiter: Dieser Mensch lebte den Fußball, er personifizierte ihn in Münster wie kaum ein anderer. Wenn er auch nur einer von elf Spielern war, die auf den Platz stehen konnten, so war er doch etwas Besonderes.
Cramer ging darüber hinaus auch auf den Künstler Fiffi Gerritzen ein. Mit Schlägermütze, Kosaken-Kostüm und Balalaika-Musik im Hintergrund habe er in seinem Atelier an der Pleistermühle seinen Fantasien freien Lauf gelassen. Um dann aber doch schnell wieder auf den Sportler Fiffi Gerritzen zu sprechen zu kommen.
Das Wichtigste sei ihm bis zuletzt sein SC Preußen gewesen. Noch im Krankenhaus habe er seine Besucher zeitweilig mit dem Spruch Wer kein Preuße ist, ist hier nicht erwünscht begrüßt, selbst als er schon gesundheitlich schwer angeschlagen war, sei er noch ständiger Besucher der Heimspiele seines SCP gewesen. Cramer schloss: Danke, Fiffi, für alles was du uns gegeben hast. Dass es anschließend Beifall gab, war für eine Trauerfeier zwar ungewöhnlich, passte aber irgendwie ins Bild.
Rund 500 Trauergäste folgten am Dienstag dem Sarg Fiffi Gerritzens auf dem Weg zu seiner letzten Ruhestätte auf dem Mauritz-Friedhof.
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