Presseberichte der Fussball Oberliga Westfalen vom 14.07.2007

Spvgg. Erkenschwick: Knallharte Einheiten
Oer-Erkenschwick. Saisonvorbereitung ist kein Zuckerschlecken. Das wissen auch die Spieler des Oberligisten Spvgg. Erkenschwick. Und deshalb stellen sie sich auch Sonntag auf einen absolut strapaziösen Arbeitstag ein nach dem nicht allein wegen der Kennenlern-Party vom Freitagabend trainingsfreien Samstag. "Wir treffen uns am Sonntag um 8.45 Uhr zu einer knallharten Einheit. Deshalb habe ich uns zum Ausklang des Sonntags einen vermeintlich leichteren Gegner ausgesucht. Mehr wäre nach der Einheit auch gar nicht möglich", nennt Trainer Manfred Wölpper einen Teil der Motivation, warum sein Team am Sonntag um 15 Uhr beim A-Kreisligisten TSV Raesfeld antritt.

Teil zwei der Motivation sind alte Kontakte zu Raesfelds Trainer Peter Ellermann aus gemeinsamen Zeiten beim TSV Marl-Hüls, der Wölpper gebeten hatte, mit seinem Team zur Einweihung der Erweiterung der Sportanlage "Zum Michael" zu kommen.

Personell kann der Erkenschwicker Coach aus dem Vollen schöpfen und fast seinen kompletten Kader aufbieten: Nur Thomas Falkowski fehlt noch wegen seines Muskelfaserrisses, wird aber in der kommenden Woche auch wieder ins Training einsteigen.

sb



Fußball: Pokal-Knüller für den SV Schermbeck
Recklinghausen. Ein echter Leckerbissen erwartet die Fans von Fußball-Oberligist SV Schermbeck: Bei der Auslosung der ersten Runde des Westfalen-Pokals bekam der Aufsteiger am Donnerstagabend in Kamen-Kaiserau den Regionalligisten Rot-Weiß Ahlen zugelost. "Das ist ja geil", freute sich Schermbecks Trainer Martin Stroetzel, als er durch die WAZ von der Auslosung erfuhr. "Das wird sicherlich interessant", ist sich Strotzel sicher. "Und wenn wir die Ahlener dann rauskegeln, ist es umso schöner."

Weniger attraktiv ist das Los, dafür deutlich einfacher hat es Schermbecks Liga-Konkurrent Spvgg. Erkenschwick. Das Team von Manfred Wölpper muss beim A-Kreisligisten SC Dortmund 97/08 antreten. Beide Begegnungen finden am Mittwoch, 15. August, um 18.30 Uhr statt.

Bereits zehn Tage eher muss der dritte Vertreter aus dem Fußballkreis Recklinghausen ran: Verbandsliga-Aufsteiger FC 96 Recklinghausen gibt seine Visitenkarte am Sonntag, 5. August, um 15 Uhr bei der DJK TuS Hordel ab, die ebenfalls in der Verbandsliga (Parallelgruppe) beheimatet ist.

1. Runde im Überblick

SC Dortmund - Spvgg. Erkenschwick (Mittwoch, 15. August, 18.30 Uhr)

DJK TuS Hordel - FC 96 Recklinghausen (Sonntag, 5. August, 15 Uhr)

SV Schermbeck - RW Ahlen (Mittwoch, 15. August, 18.30 Uhr)

Christian Schiebold



Freude übers Pokal-Los hält sich bei "96" in Grenzen
Kreis. - Pokalauslosungen sind im allgemeinen eine spannende Angelegenheit. Sie leben von der Dramatik, die sich mit jedem weiteren Los zuspitzen soll. Der FC 96 Recklinghausen hätte gerne darauf verzichtet.

Nicht nur, weil der Verbandsligist das letzte Los im Topf war, sondern weil die Aufgabe auch noch äußerst undankbar ist.

Am 5. August geht es in der ersten Runde auf Landesebene zum TuS Hordel, einem etablierten Verbandsligisten, der zudem auf Kunstrasen seine Heimspiele austrägt. Neidisch schaute der Sportliche Leiter Thorsten Hohoff da auf die lokale Konkurrenz.

Der SV Schermbeck beispielsweise hat mit Rot-Weiß Ahlen einen vermeintlichen Kracher an Land gezogen, die Spvgg. Erkenschwick die offenbar leichteste Aufgabe, die im Topf lag: Am 15. August geht‘s für die Wölpper-Truppe zum Dortmunder A-Kreisligisten SC 97/08. Vielleicht tröstet am Hohenhorst die Aussicht, im Falle eines Sieges in Hordel dann doch zu einem lukrativen Spiel zu kommen. Mögliche Gegner in der Gruppe 3 wären Westfalia Herne (spielt in der ersten Runde beim Bezirksligisten TSG Herdecke), die SG Wattenscheid 09 (zog ein Freilos) oder eben Erkenschwick.

Erstmals einstimmen werden sich die Mannschaften am reichlich gefüllten Testspiel-Wochenende. Reichlich gefüllt vor allem aus Hülser Sicht. Heute beim Bezirksligisten Huckarde, Sonntag (16 Uhr) gegen den Oberliga-Aufsteiger SV Schermbeck, und zur Krönung am Montag (19 Uhr) noch gegen den SC Braga. Für Trainer Klaus Täuber „ist’s auf einmal ein bisschen viel“. Zumal der Coach aktuell mitten im Grundlagentraining ist. „Am Halterner Stausee gibt’s eine schöne Laufstrecke“, so Täuber. Und die kennen seine Jungs mittlerweile in- und auswendig. „Da ist einiger Schweiß geflossen und sind die Kilos gepurzelt“, freut sich der Ex-Profi. Weiterer Schweiß dürfte heute fallen. In Huckarde wird auf Asche gespielt, „und das bei erwarteten 30 Grad. Ich muss sehen, wie ich das alles dosiere“, so Täuber. Denn am Sonntag auf eigenem Platz gegen Schermbeck „soll’s schon etwas ernster zugehen. Da will ich was sehen“.

Verbandsligist FC 96 lädt eine Woche nach Trainingsbeginn die Fans am Sonntag

(14 Uhr) gleich zu einem Aufsteigerduell gegen Oberligist Germania Gladbeck auf den oberen Hohenhorst-Platz ein. Testspiele zwischen „96“ und Germania haben eine gewisse Tradition. Der Klub vom Hohenhorst steigt mit dem Gladbeck-Spiel sportlich sofort richtig ein. „Nur in Testspielen gegen höherklassige Mannschaften können Trainer und Spieler sehen, wo es letztlich hapert“, propagierte Coach Thomas Kruse schon in der Vergangenheit. Bei der Stadtmeisterschaft trifft „96“ dann noch oft genug auf unterklassige Vereine.

Eine leichte Aufgabe hat die Spvgg. Erkenschwick vor der Brust, die am Sonntag beim TSV Raesfeld testen wird. „Peter Ellermann, ein Freund aus alten TSV-Tagen, hatte angefragt, ob wir nicht mal vorbei kommen wollten“, so Spvgg.-Coach Manni Wölpper über den Freundschaftsdienst. Dem Fußball-Lehrer kommt der lockere Test auch sehr gelegen: „Der Ball wird am Sonntag der einzige sein, der noch Luft hat“, kündigt Wölpper an, am Wochenende ein hartes Konditionsprogramm durchzuführen.



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