Presseberichte der Fussball Oberliga Westfalen vom 17.07.2007
Spvgg. kooperiert mit dem Deutschen Kinderhospizverein
Oer-Erkenschwick. - Tore der eigenen Mannschaft erfreuen den Trainer und den Fan ohnehin. Am Stimberg werden Tore aber demnächst auch an anderer Stelle beklatscht. Gestern stellte der Fußball-Oberligist die neue Kooperation mit dem Deutschen Kinderhospizverein vor.
Für den dürfte sich eine erfolgreiche Oberliga-Saison der Schwarz-Roten durchaus lohnen: 50 Euro pro geschossenes Saison-Tor wird die Spvgg. nämlich dem caritativen Verein spenden. Auch Erlöse aus dem Fanartikel-Verkauf sollen an die Einrichtung gehen. Wie auch 50 Cent jeder Eintrittskarte für das Gastspiel des FC Schalke 04, für das die „Königsblauen“ im Sommer 2008 zugesagt haben.
Für die ebenso im Amateursport ungewöhnliche Kooperation hat sogar die Firma Kohler Badewelten, obwohl vertraglich als Trikotsponsor bis 2008 an die Spvgg. gebunden, die Brust geräumt und dem Hospiz überlassen. Bereits am Mittwoch, wenn um 18.30 Uhr Zweitliga-Absteiger Rot-Weiß Essen am Stimberg gastiert, wollen die Erkenschwicker sich ihren Fans im neuen Trikot präsentieren, das in einem leuchtenden Rot daher kommt. Ungewohnt allerdings sind die Ausweichtrikots: Sie werden komplett in Blau gehalten sein.
Diplom-Sozialpädagoge Jens Schneider, der die Arbeit der bundesweit 16 Kinderhospize von Recklinghausen aus koordiniert, ist froh um die neue Partnerschaft: „Ein Verein wie die Spvgg. Erkenschwick ermöglicht uns, in die Öffentlichkeit zu kommen. Zudem kommen Spenden zusammen, auf die wir als rein ehrenamtlich tätiger Verein angewiesen sind.“
Zustande gekommen ist der Kontakt über Sabine Richter, einer Cousine von Spvgg.-Trainer Manni Wölpper, und deren Mann Jörg. Beide verloren einen Sohn im Alter von vier Jahren, der an einer nicht zu behandelnden Krankheit litt. Seitdem sind beide ehrenamtlich für den Kinderhospizverein tätig.
Zum Sponsorenpool, der die Kooperation finanziell unterstützt, gehören aktuell vier Firmen, darunter Kohler Badewelten, Sport Philipp als Ausrüster des Vereins sowie die Firma Railtec von Jörg Richter. „Wir hoffen natürlich, dass sich dieser Pool stetig vergrößert“, so Spvgg.-Vorsitzender Achim Trautmann. Der Verein stellt den Sponsoren dafür kostenlose Werbemöglichkeiten (Banden etc.) zur Verfügung. In der Mannschaft ist man gewillt, ebenfalls viel zu einem guten Ergebnis beizutragen. „Dann können wir ja ruhig mal 4:5 verlieren, Hauptsache, wir schießen viele Tore“, flachste zwar Alexander Thamm.
Doch wie der Ex-Preuße stimmen auch die weiteren Neuzugänge Sascha Höhle und Pascal Kurz darüber ein: Die Qualifikation für die Oberliga NRW ist ein Muss. „Und zwar ohne zu zittern“, wie Höhle sagt. Für Alexander Thamm ist dabei „ungemein wichtig, wie der Start ausfallen wird. Wir dürfen keinesfalls sofort hinterher rennen. Dann muss man gespannt sein auf die Winterpause, wo das Wettrüsten in den Vereinen wohl weiter gehen wird. Deshalb müssen wir auch 2008 gut aus den Startlöchern kommen.“
Forscher formulierte das Ziel Pascal Kurz: „Ich will immer Meister werden und aufsteigen.“ Der Keeper, der jüngst mit der TSG Sprockhövel in der Verbandsliga eben diese Ziele erreicht hat, wäre diesmal aber „auch mit Platz vier zufrieden“. Für Trainer Wölpper aber bleibt’s dabei: „Die NRW-Quali muss unser Ziel sein, und zwar ohne zu zittern. Das möchte ich mir und meiner Gesundheit ersparen.“
Spvgg. Erkenschwick: Engagiert für den Deutschen Kinderhospizverein
Oer-Erkenschwick. Wenn Fußball-Oberligist Spvgg. Erkenschwick am Mittwoch, 18. Juli, um 18.30 Uhr den Regionalligisten RW Essen im Stimberg-Stadion zum Testspiel empfängt, wird die Brust der Spieler ein höchst ungewöhnlicher Aufdruck zieren. Denn ab sofort werben die Kicker in Schwarz-Rot für den Deutschen Kinderhospizverein, dessen ehrenamtliche Helfer Kinder mit unheilbar lebensverkürzenden Erkrankungen und ihre Familien vom Tag der Diagnose an betreuend begleiten.
Um diese Kooperation eingehen zu können, wurde ein aus vier Firmen bestehender Sponsorenpool gegründet, der eine bestimmte Summe bereitstellt - vorrangig (aber nicht ausschließlich) für den Kinderhospizverein und den Ambulanten Kinderhospizdienst Kreis Recklinghausen, der zurzeit zwölf Familien im Kreisgebiet betreut und ihnen ein wenig von der Bürde der alltäglichen Belastungen abnimmt.
Spvgg.-Vorsitzender Achim Trautmann unterstrich bei der Vorstellung des neuen Werbekonzeptes, für das u.a. der bisherige Trikotsponsor "Badewelten" ohne Beschneidung seiner Aufwendungen auf den Werbeaufdruck verzichtete, dass auch der Verein über die jetzt begonnene Kooperation hinaus den Kinderhospizverein unterstützen wird: "Pro erzieltes Oberligator gibt es von uns 50 Euro. Außerdem werden wir im Sommer 2008 von jeder verkauften Eintrittskarte unseres Spieles gegen den FC Schalke 04 50 Cent an den Kinderhospizverein weiterleiten", so Trautmann.
Doch nicht nur beim nahezu ausschließlich auf Spenden angewiesenen Deutschen Kinderhospizverein hofft man jetzt auf viele Tore der Erkenschwicker Oberligakicker. Denn auch die Schwarz-Roten selbst wollen sich auf dem Weg in die neue NRW-Liga (mindestens 11. Tabellenplatz) eine neue Zittersaison ersparen. "Wir sind nicht gekommen, um gegen den Abstieg zu spielen", stellte der von Preußen Münster gekommene neue Abwehr-Hoffnungsträger Alexander Thamm klar fest. "Ich glaube grundsätzlich, dass es erstmal sechs Mannschaften gibt, die uns vom Papier her voraus sind. Eine Platzierung zwischen den Rängen sieben und elf ist deshalb für uns durchaus realistisch."
Jürgen Seyb
Eintrittspreise für die Oberliga bleiben stabil
Oer-Erkenschwick - Die Eintrittspreise in der Oberliga Westfalen bleiben stabil, eine kleine Steh-Tribüne für den Kunstrasenplatz soll kommen, nur der Zeitpunkt ist noch ungewiss.
Das waren am Rande der Trikot-Präsentation die wichtigsten Mitteilungen der Spvgg., die Achim Trautmann machen konnte.
Der Vorverkauf für die Saison wird am Dienstag im Vereinsheim beginnen. 120 Euro müssen Vollzahler berappen, 80 Euro kostet die ermäßigte Jahreskarte. Eingeschlossen sind dabei sämtliche Freundschaftsspiele. Wer also fix ist, kann den Auftritt von Rot-Weiß Essen am Mittwoch (18.30 Uhr) als Dauerkarten-Inhaber verfolgen.
Die Einzelkarte für Oberliga-Spiele kostet ebenfalls unverändert acht Euro – die freie Platzwahl bleibt garantiert. Aufkommende Kritik über die Höhe des Entgeltes lässt der Sportliche Leiter Hermann Silvers bei dieser Gelegenheit nicht aufkommen: „Zieht man von diesen acht Euro alle Leistungen wie Sicherheitsdienst oder Catering ab, bleiben dem Verein netto 2,34 Euro. Wie sollen wir da mit den Preisen runtergehen können?“
Durch umfangreiche Pflegemaßnahmen der Stadt sei man optimistisch, so Trautmann, auch im Winter möglichst alle Spiele im Stadion auszutragen. Anlass zu Kritik hatte es gegeben, da die Zuschauer-Kapazität des Kunstrasenplatzes begrenzt und die Sichtverhältnisse nicht unbedingt optimal sind. Der Verein bemüht sich daher weiter um die Errichtung einer keinen Stehtribüne. Ob die noch 2007 kommen wird, dürfte ausgeschlossen sein. „Alles steht und fällt mit der Finanzierung. Haben wir das Geld, könnte es sofort los gehen“, so Trautmann. Kostenpunkt der Tribüne: 15 000 Euro, Eigenleistungen inklusive.
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Oer-Erkenschwick. - Tore der eigenen Mannschaft erfreuen den Trainer und den Fan ohnehin. Am Stimberg werden Tore aber demnächst auch an anderer Stelle beklatscht. Gestern stellte der Fußball-Oberligist die neue Kooperation mit dem Deutschen Kinderhospizverein vor.
Für den dürfte sich eine erfolgreiche Oberliga-Saison der Schwarz-Roten durchaus lohnen: 50 Euro pro geschossenes Saison-Tor wird die Spvgg. nämlich dem caritativen Verein spenden. Auch Erlöse aus dem Fanartikel-Verkauf sollen an die Einrichtung gehen. Wie auch 50 Cent jeder Eintrittskarte für das Gastspiel des FC Schalke 04, für das die „Königsblauen“ im Sommer 2008 zugesagt haben.
Für die ebenso im Amateursport ungewöhnliche Kooperation hat sogar die Firma Kohler Badewelten, obwohl vertraglich als Trikotsponsor bis 2008 an die Spvgg. gebunden, die Brust geräumt und dem Hospiz überlassen. Bereits am Mittwoch, wenn um 18.30 Uhr Zweitliga-Absteiger Rot-Weiß Essen am Stimberg gastiert, wollen die Erkenschwicker sich ihren Fans im neuen Trikot präsentieren, das in einem leuchtenden Rot daher kommt. Ungewohnt allerdings sind die Ausweichtrikots: Sie werden komplett in Blau gehalten sein.
Diplom-Sozialpädagoge Jens Schneider, der die Arbeit der bundesweit 16 Kinderhospize von Recklinghausen aus koordiniert, ist froh um die neue Partnerschaft: „Ein Verein wie die Spvgg. Erkenschwick ermöglicht uns, in die Öffentlichkeit zu kommen. Zudem kommen Spenden zusammen, auf die wir als rein ehrenamtlich tätiger Verein angewiesen sind.“
Zustande gekommen ist der Kontakt über Sabine Richter, einer Cousine von Spvgg.-Trainer Manni Wölpper, und deren Mann Jörg. Beide verloren einen Sohn im Alter von vier Jahren, der an einer nicht zu behandelnden Krankheit litt. Seitdem sind beide ehrenamtlich für den Kinderhospizverein tätig.
Zum Sponsorenpool, der die Kooperation finanziell unterstützt, gehören aktuell vier Firmen, darunter Kohler Badewelten, Sport Philipp als Ausrüster des Vereins sowie die Firma Railtec von Jörg Richter. „Wir hoffen natürlich, dass sich dieser Pool stetig vergrößert“, so Spvgg.-Vorsitzender Achim Trautmann. Der Verein stellt den Sponsoren dafür kostenlose Werbemöglichkeiten (Banden etc.) zur Verfügung. In der Mannschaft ist man gewillt, ebenfalls viel zu einem guten Ergebnis beizutragen. „Dann können wir ja ruhig mal 4:5 verlieren, Hauptsache, wir schießen viele Tore“, flachste zwar Alexander Thamm.
Doch wie der Ex-Preuße stimmen auch die weiteren Neuzugänge Sascha Höhle und Pascal Kurz darüber ein: Die Qualifikation für die Oberliga NRW ist ein Muss. „Und zwar ohne zu zittern“, wie Höhle sagt. Für Alexander Thamm ist dabei „ungemein wichtig, wie der Start ausfallen wird. Wir dürfen keinesfalls sofort hinterher rennen. Dann muss man gespannt sein auf die Winterpause, wo das Wettrüsten in den Vereinen wohl weiter gehen wird. Deshalb müssen wir auch 2008 gut aus den Startlöchern kommen.“
Forscher formulierte das Ziel Pascal Kurz: „Ich will immer Meister werden und aufsteigen.“ Der Keeper, der jüngst mit der TSG Sprockhövel in der Verbandsliga eben diese Ziele erreicht hat, wäre diesmal aber „auch mit Platz vier zufrieden“. Für Trainer Wölpper aber bleibt’s dabei: „Die NRW-Quali muss unser Ziel sein, und zwar ohne zu zittern. Das möchte ich mir und meiner Gesundheit ersparen.“
Spvgg. Erkenschwick: Engagiert für den Deutschen Kinderhospizverein
Oer-Erkenschwick. Wenn Fußball-Oberligist Spvgg. Erkenschwick am Mittwoch, 18. Juli, um 18.30 Uhr den Regionalligisten RW Essen im Stimberg-Stadion zum Testspiel empfängt, wird die Brust der Spieler ein höchst ungewöhnlicher Aufdruck zieren. Denn ab sofort werben die Kicker in Schwarz-Rot für den Deutschen Kinderhospizverein, dessen ehrenamtliche Helfer Kinder mit unheilbar lebensverkürzenden Erkrankungen und ihre Familien vom Tag der Diagnose an betreuend begleiten.
Um diese Kooperation eingehen zu können, wurde ein aus vier Firmen bestehender Sponsorenpool gegründet, der eine bestimmte Summe bereitstellt - vorrangig (aber nicht ausschließlich) für den Kinderhospizverein und den Ambulanten Kinderhospizdienst Kreis Recklinghausen, der zurzeit zwölf Familien im Kreisgebiet betreut und ihnen ein wenig von der Bürde der alltäglichen Belastungen abnimmt.
Spvgg.-Vorsitzender Achim Trautmann unterstrich bei der Vorstellung des neuen Werbekonzeptes, für das u.a. der bisherige Trikotsponsor "Badewelten" ohne Beschneidung seiner Aufwendungen auf den Werbeaufdruck verzichtete, dass auch der Verein über die jetzt begonnene Kooperation hinaus den Kinderhospizverein unterstützen wird: "Pro erzieltes Oberligator gibt es von uns 50 Euro. Außerdem werden wir im Sommer 2008 von jeder verkauften Eintrittskarte unseres Spieles gegen den FC Schalke 04 50 Cent an den Kinderhospizverein weiterleiten", so Trautmann.
Doch nicht nur beim nahezu ausschließlich auf Spenden angewiesenen Deutschen Kinderhospizverein hofft man jetzt auf viele Tore der Erkenschwicker Oberligakicker. Denn auch die Schwarz-Roten selbst wollen sich auf dem Weg in die neue NRW-Liga (mindestens 11. Tabellenplatz) eine neue Zittersaison ersparen. "Wir sind nicht gekommen, um gegen den Abstieg zu spielen", stellte der von Preußen Münster gekommene neue Abwehr-Hoffnungsträger Alexander Thamm klar fest. "Ich glaube grundsätzlich, dass es erstmal sechs Mannschaften gibt, die uns vom Papier her voraus sind. Eine Platzierung zwischen den Rängen sieben und elf ist deshalb für uns durchaus realistisch."
Jürgen Seyb
Eintrittspreise für die Oberliga bleiben stabil
Oer-Erkenschwick - Die Eintrittspreise in der Oberliga Westfalen bleiben stabil, eine kleine Steh-Tribüne für den Kunstrasenplatz soll kommen, nur der Zeitpunkt ist noch ungewiss.
Das waren am Rande der Trikot-Präsentation die wichtigsten Mitteilungen der Spvgg., die Achim Trautmann machen konnte.
Der Vorverkauf für die Saison wird am Dienstag im Vereinsheim beginnen. 120 Euro müssen Vollzahler berappen, 80 Euro kostet die ermäßigte Jahreskarte. Eingeschlossen sind dabei sämtliche Freundschaftsspiele. Wer also fix ist, kann den Auftritt von Rot-Weiß Essen am Mittwoch (18.30 Uhr) als Dauerkarten-Inhaber verfolgen.
Die Einzelkarte für Oberliga-Spiele kostet ebenfalls unverändert acht Euro – die freie Platzwahl bleibt garantiert. Aufkommende Kritik über die Höhe des Entgeltes lässt der Sportliche Leiter Hermann Silvers bei dieser Gelegenheit nicht aufkommen: „Zieht man von diesen acht Euro alle Leistungen wie Sicherheitsdienst oder Catering ab, bleiben dem Verein netto 2,34 Euro. Wie sollen wir da mit den Preisen runtergehen können?“
Durch umfangreiche Pflegemaßnahmen der Stadt sei man optimistisch, so Trautmann, auch im Winter möglichst alle Spiele im Stadion auszutragen. Anlass zu Kritik hatte es gegeben, da die Zuschauer-Kapazität des Kunstrasenplatzes begrenzt und die Sichtverhältnisse nicht unbedingt optimal sind. Der Verein bemüht sich daher weiter um die Errichtung einer keinen Stehtribüne. Ob die noch 2007 kommen wird, dürfte ausgeschlossen sein. „Alles steht und fällt mit der Finanzierung. Haben wir das Geld, könnte es sofort los gehen“, so Trautmann. Kostenpunkt der Tribüne: 15 000 Euro, Eigenleistungen inklusive.
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