Presseberichte der Fussball Oberliga Westfalen vom 11.12.2007
Demnächst sind die Mitglieder am Zug
Oer-Erkenschwick. - Gespannt haben die Fans der Spvgg. Erkenschwick auf die Sitzung des Vereinsbeirats am Montag gewartet. Und auch so mancher Spieler erkundigte sich besorgt nach dem Ergebnis. Das fiel dann aber reichlich unspektakulär aus.
Über die finanziellen Probleme des Oberligisten soll jetzt eine Mitgliederversammlung beraten. Dr. Reinhard Bassier, Vorsitzender des Aufsichts-Gremiums, teilte mit: „Wir haben Achim Trautmann empfohlen, im Rahmen der nächsten Mitgliederversammlung sein Finanzkonzept vorzustellen.“ Um allen Spekulationen ein Ende zu bereiten, so Beiratschef Bassier weiter.
Die Versammlung, so der Beirat, solle „zeitnah“ stattfinden. „Also noch vor Ende der Winterpause, vermutlich Ende Januar“, sagte Dr. Bassier. Letztlich könnten nur die Mitglieder über die Zukunft des Klubs entscheiden – der Beirat habe schließlich nur beratende Funktion.
Neben dem Vorsitzenden Achim Trautmann nahm auch Trainer Manfred Wölpper an der Sitzung gestern teil. Er nahm Stellung zu den jüngsten Berichten, wonach die Mannschaft in der Winterpause auseinander zu brechen drohe. Davon könne keine Rede sein. „Da wurde in den vergangenen Tagen ja viel Nebel verbreitet“, sagte Dr. Bassier. Wölpper habe dem Beirat vielmehr bestätigt, dass es einen Exodus in der Winterpause nicht geben werde.
Dr. Bassier gab zu, dass die Saison für den Verein eine Gratwanderung sei. Derzeit sei der Verein mit einem Monatsgehalt im Verzug. Demnächst werde zwar das nächste fällig. „Aber nach meiner Einschätzung wird die Spvgg. Erkenschwick die Saison wie geplant zu Ende spielen.“
Auch dem Lizensierungsverfahren für die neue NRW-Liga sehe er gelassen entgegen. Vorausgesetzt, es gelinge in den kommenden Monaten die finanziellen Probleme des Vereins zu lösen.
Viel erwartet sich der Beirat vom Spiel gegen den FC Schalke 04 im kommenden Sommer. Mit der Partie wolle die Spvgg. Erkenschwick eine sechsstellige Summe erlösen, so Dr. Bassier: „Achim Trautmann hat da eine belastbare Planung vorgelegt.“
"Auf dem richtigen Weg" - Jahreshauptversammlung des SC Preußen Münster / Moser jetzt Ehrenmitglied
Münster (wl) - Der Name des Preußenstadions darf nicht ohne Zustimmung der Vereinsmitglieder verkauft werden. Diesen von lebhaften Diskussionen begleiteten Beschluss förderte die Jahreshauptversammlung des SC Preußen am Montag Abend zu Tage.
Zwar liegen die Rechte des Stadions an der Hammer Straße und damit auch am Namen des sanierungsbedürftigen Areals in den Händen der Stadt Münster. Doch im Zuge des anvisierten Um- und Ausbaus der altehrwürdigen Spielstätte hielten sich die Mitglieder das Recht offen, im Fall der Fälle einen unliebsamen Sponsoren abzulehnen.
"Wir dürfen die Tradition nicht so einfach hergeben", hatte Dirk Müller, Vorsitzender des SCP-Fanprojekts zuvor appelliert. Mehrheitlich folgten die 163 anwesenden der 1179 Mitglieder schließlich dem Antrag des Fanprojektes, im Rahmen einer Jahreshauptversammlung über eine eventuelle Namensvermarktung zu befinden.
Preußen-Präsident Dr. Marco de Angelis und Vorstandsmitglied Georg Krimphove hatten zuvor durchaus angenehme Aufgaben erfüllt. Sie zeichneten Harry Dietrich und Werner Klöwer mit der Goldenen Ehrennadel aus. Beide seien "große Persönlichkeiten" und hätten sich "riesige Verdienste um den SC Preußen erworben".
Unter stehend dargebrachten Ovationen erhielt Günther-Peter Moser zudem die Ernennung zum Ehrenmitglied des Klubs. Seit über 75 Jahren hält der Münsteraner den Preußen bereits die Treue.
Für zufriedene Mienen im Bühnensaal des Cafe Uferlos sorgte der Vorstand auch beim Rückblick auf das sportliche und finanzielle Jahresergebnis. "Wir haben aus der Tour der Leiden zum Ende der vergangenen Saison die Lehren gezogen und ein neues Konzept entwickelt, mit dem wir jetzt auf dem richtigen Weg sind", bilanzierte Dr. Marco de Angelis. Wuchern könne der SCP vor allem mit einer starken Jugendarbeit, einer Oberliga-Mannschaft mit großem Entwicklungspotenzial und dem "100 prozentig richtigen Trainer" sowie einem immensen Zuschauerzuspruch von derzeit 4691 Besuchern im Schnitt.
Gute Nachrichten gab es auch beim Blick auf die Bankkonten. Die Preußen, vor drei Jahren noch am Rande der Insolvenz, erwirtschafteten trotz des vorherigen Regionalliga-Abstiegs bei einem Umsatz von über 2,2 Millionen Euro einen Überschuss von fast 200 000 Euro, der komplett zur Schuldentilgung verwendet wird. Auch wenn den Verein noch deutlich mehr als eine Millionen Euro Schulden belasten, "sind wir auf dem Weg der Sanierung einen wichtigen Schritt vorwärts gekommen", wie Dr. Bernward Maasjost resümierte.
Die Preußen entlasteten daraufhin ihr Präsidium, das zum Stadion-Umbau noch nichts Neues berichten konnte. Dr. Marco de Angelis: "Sobald uns erste Pläne vorliegen, werden wir sie mit der Stadt erörtern."
kla
Delbrück will Sven Krause
Münster (wl) - Fußball-Oberligist Delbrücker SC hat bei seiner Suche nach einem neuen Stürmer offenbar ein Auge auf Preußens Sven Krause geworfen.
Bereits zum Winter wollen die Delbrücker ihre Offensive verstärken, Krause passe perfekt ins Anforderungsprofil, hieß es aus Klubkreisen. Ein Weggang des Angreifers aus Münster ist jedoch unwahrscheinlich. "Es gab bisher keinen Kontakt zu Delbrück", betonte Krause gestern, "außerdem will ich in der Rückrunde bei Preußen angreifen“".
kla
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Oer-Erkenschwick. - Gespannt haben die Fans der Spvgg. Erkenschwick auf die Sitzung des Vereinsbeirats am Montag gewartet. Und auch so mancher Spieler erkundigte sich besorgt nach dem Ergebnis. Das fiel dann aber reichlich unspektakulär aus.
Über die finanziellen Probleme des Oberligisten soll jetzt eine Mitgliederversammlung beraten. Dr. Reinhard Bassier, Vorsitzender des Aufsichts-Gremiums, teilte mit: „Wir haben Achim Trautmann empfohlen, im Rahmen der nächsten Mitgliederversammlung sein Finanzkonzept vorzustellen.“ Um allen Spekulationen ein Ende zu bereiten, so Beiratschef Bassier weiter.
Die Versammlung, so der Beirat, solle „zeitnah“ stattfinden. „Also noch vor Ende der Winterpause, vermutlich Ende Januar“, sagte Dr. Bassier. Letztlich könnten nur die Mitglieder über die Zukunft des Klubs entscheiden – der Beirat habe schließlich nur beratende Funktion.
Neben dem Vorsitzenden Achim Trautmann nahm auch Trainer Manfred Wölpper an der Sitzung gestern teil. Er nahm Stellung zu den jüngsten Berichten, wonach die Mannschaft in der Winterpause auseinander zu brechen drohe. Davon könne keine Rede sein. „Da wurde in den vergangenen Tagen ja viel Nebel verbreitet“, sagte Dr. Bassier. Wölpper habe dem Beirat vielmehr bestätigt, dass es einen Exodus in der Winterpause nicht geben werde.
Dr. Bassier gab zu, dass die Saison für den Verein eine Gratwanderung sei. Derzeit sei der Verein mit einem Monatsgehalt im Verzug. Demnächst werde zwar das nächste fällig. „Aber nach meiner Einschätzung wird die Spvgg. Erkenschwick die Saison wie geplant zu Ende spielen.“
Auch dem Lizensierungsverfahren für die neue NRW-Liga sehe er gelassen entgegen. Vorausgesetzt, es gelinge in den kommenden Monaten die finanziellen Probleme des Vereins zu lösen.
Viel erwartet sich der Beirat vom Spiel gegen den FC Schalke 04 im kommenden Sommer. Mit der Partie wolle die Spvgg. Erkenschwick eine sechsstellige Summe erlösen, so Dr. Bassier: „Achim Trautmann hat da eine belastbare Planung vorgelegt.“
"Auf dem richtigen Weg" - Jahreshauptversammlung des SC Preußen Münster / Moser jetzt Ehrenmitglied
Münster (wl) - Der Name des Preußenstadions darf nicht ohne Zustimmung der Vereinsmitglieder verkauft werden. Diesen von lebhaften Diskussionen begleiteten Beschluss förderte die Jahreshauptversammlung des SC Preußen am Montag Abend zu Tage.
Zwar liegen die Rechte des Stadions an der Hammer Straße und damit auch am Namen des sanierungsbedürftigen Areals in den Händen der Stadt Münster. Doch im Zuge des anvisierten Um- und Ausbaus der altehrwürdigen Spielstätte hielten sich die Mitglieder das Recht offen, im Fall der Fälle einen unliebsamen Sponsoren abzulehnen.
"Wir dürfen die Tradition nicht so einfach hergeben", hatte Dirk Müller, Vorsitzender des SCP-Fanprojekts zuvor appelliert. Mehrheitlich folgten die 163 anwesenden der 1179 Mitglieder schließlich dem Antrag des Fanprojektes, im Rahmen einer Jahreshauptversammlung über eine eventuelle Namensvermarktung zu befinden.
Preußen-Präsident Dr. Marco de Angelis und Vorstandsmitglied Georg Krimphove hatten zuvor durchaus angenehme Aufgaben erfüllt. Sie zeichneten Harry Dietrich und Werner Klöwer mit der Goldenen Ehrennadel aus. Beide seien "große Persönlichkeiten" und hätten sich "riesige Verdienste um den SC Preußen erworben".
Unter stehend dargebrachten Ovationen erhielt Günther-Peter Moser zudem die Ernennung zum Ehrenmitglied des Klubs. Seit über 75 Jahren hält der Münsteraner den Preußen bereits die Treue.
Für zufriedene Mienen im Bühnensaal des Cafe Uferlos sorgte der Vorstand auch beim Rückblick auf das sportliche und finanzielle Jahresergebnis. "Wir haben aus der Tour der Leiden zum Ende der vergangenen Saison die Lehren gezogen und ein neues Konzept entwickelt, mit dem wir jetzt auf dem richtigen Weg sind", bilanzierte Dr. Marco de Angelis. Wuchern könne der SCP vor allem mit einer starken Jugendarbeit, einer Oberliga-Mannschaft mit großem Entwicklungspotenzial und dem "100 prozentig richtigen Trainer" sowie einem immensen Zuschauerzuspruch von derzeit 4691 Besuchern im Schnitt.
Gute Nachrichten gab es auch beim Blick auf die Bankkonten. Die Preußen, vor drei Jahren noch am Rande der Insolvenz, erwirtschafteten trotz des vorherigen Regionalliga-Abstiegs bei einem Umsatz von über 2,2 Millionen Euro einen Überschuss von fast 200 000 Euro, der komplett zur Schuldentilgung verwendet wird. Auch wenn den Verein noch deutlich mehr als eine Millionen Euro Schulden belasten, "sind wir auf dem Weg der Sanierung einen wichtigen Schritt vorwärts gekommen", wie Dr. Bernward Maasjost resümierte.
Die Preußen entlasteten daraufhin ihr Präsidium, das zum Stadion-Umbau noch nichts Neues berichten konnte. Dr. Marco de Angelis: "Sobald uns erste Pläne vorliegen, werden wir sie mit der Stadt erörtern."
kla
Delbrück will Sven Krause
Münster (wl) - Fußball-Oberligist Delbrücker SC hat bei seiner Suche nach einem neuen Stürmer offenbar ein Auge auf Preußens Sven Krause geworfen.
Bereits zum Winter wollen die Delbrücker ihre Offensive verstärken, Krause passe perfekt ins Anforderungsprofil, hieß es aus Klubkreisen. Ein Weggang des Angreifers aus Münster ist jedoch unwahrscheinlich. "Es gab bisher keinen Kontakt zu Delbrück", betonte Krause gestern, "außerdem will ich in der Rückrunde bei Preußen angreifen“".
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