Presseberichte der Fussball Oberliga Westfalen vom 11.12.2007
Die halbe Saison im Rückblick - Von Biotop bis Trikot-Fetzen
Münster (wl) - Manchmal geht es schneller als erwartet. Der gemeine westfälische Dauerregen hat uns die letzten 90 Minuten Fußball in 2007 gemopst. Was nach dem 5:2 in Erkenschwick eine weitere Party hätte werden können, ist am Ende im Feuchtbiotop Preußenstadion versumpft. Gegen Naturgewalten biblischen Ausmaßes kann man eben nichts machen.
Ein bisschen ärgerlich ist es natürlich schon, dass die Adler nicht auf Platz eins überwintern. Das hätte die Tabelle noch etwas attraktiver gemacht. Zumal die Schalker sich am Wochenende eine imposante 0:4-Klatsche in Delbrück abgeholt haben. Jetzt müssen wir uns zwei Monate irgendwie anders beschäftigen.
An den Wochenenden erwarten uns erst einmal keine Ausflüge ins westfälische Umland mehr. Da freut man sich ja fast auf die Vorbereitung, auf das Testspiel gegen Verl im Januar. Und wie war das erste halbe Jahr der Saison so im Rückblick? Überwiegend heiter, mit leichter Bewölkung zum Herbst hin, aufklarend im Dezember.
Eine Umfrage auf der Homepage der Preußen brachte ans Licht:
Das beste Spiel der Preußen in der Hinrunde war das 4:2 in Rheine. Ein Spiel, in das sich der SCP reingebissen hat. Die Partie zuletzt in Erkenschwick stand noch nicht zur Wahl – es ist kaum ein gewagter Tipp, dass auch dieses sagenhafte Kampfspiel ganz weit oben gelandet wäre.
Und was sagt uns das? Willst du einen Fußballfan wirklich beeindrucken, dann sorg dafür, dass dein Trikot am Ende in Fetzen hängt, der Schweiß vom Gesicht rinnt und der Rasen im Eimer ist. Dafür ist der Dezember doch eigentlich da. Warum noch mal gibt es die Winterpause?
Autor und SCP-Fan Carsten Schulte schreibt unabhängig von unserer Redaktion.
Stadion-Pläne sind das große SCP-Thema
Kurz vor Ende seiner ersten Legislaturperiode nimmt Preußen Münsters Präsident Marco de Angelis die womöglich größte Aufgabe ins Visier.
Auf der Mitgliederversammlung des Fußball-Traditionsklubs erklärte der Jurist, der Ende Januar 2008 durch den Aufsichtsrat wiedergewählt werden kann und will, den Umbau und die Modernisierung des Stadions zur Hauptaufgabe der insgesamt vierköpfigen Führungsriege.
"Sanierung" sinnvoll
Einmal mehr erteilte er der vagen Perspektive namens Neubau an der Nieberdingstraße eine Absage. „Es gibt unüberbrückbare Schwierigkeiten, was die Bereitstellung der Grundstücke angeht“, wusste er im Agora-Tagungshotel zu berichten. Im Focus des inzwischen 1179 Mitglieder starken Vereins ist nurmehr der bewährte Platz an der Hammer Straße. „Verwaltung, Politik und Verein halten es für sinnvoll, die Sanierung dort in Angriff zu nehmen.“
Die gewonnenen Partner Walter Hellmich und Berater Rudi Assauer sowie die involvierten Firmen wüssten, „dass wir das OVG-Urteil berücksichtigen müssen und zu beachten haben, dass der einst gültige Bebauungsplan für nichtig erklärt worden ist.“ Es seit zu prüfen, „was an diesem Standort überhaupt geht.“
Die Vereinsmitglieder interessierte sehr, ob eine geplante Stadionrenovierung bereits fest an die Hellmich-Gruppe vergeben sei. De Angelis klärte auf: „Wenn wir zu marktüblichen Preisen ein genehmigungsfähiges Produkt erhalten, würden wir mit Hellmich bauen wollen. Einigen wir uns nicht, steht Hellmich keine Vergütung für die Vorplanungen zu.“
De Angelis gab sich grundsätzlich vorsichtig: „Investitionen über den Betrag von fünf Millionen hinaus, mit dem wir kalkulieren können, sind aktuell nicht darzustellen.“ Daher widme sich der Klub Überlegungen, „einen Investor zu finden, mit dem wir über eine spätere Nutzungsentschädigung reden können.“
Mitglieder bestimmen
Zur Abstimmung kam der Antrag des Fanprojektvorsitzenden Dirk Müller, die Versammlung möge beschließen, den Stadionnamen nicht ohne Zustimmung der Mitglieder zu verkaufen oder mit einem Sponsornamen zu versehen. De Angelis wollte den Blick in diese Zukunft noch nicht einengen: „Es ist nicht angedacht, in diese Richtung zu handeln. Aber vielleicht kommen wir in eine Situation, die uns zum Nachdenken bringt.“ Alleine könne der Klub den Namen eh nicht veräußern. „Da sind wir nicht verfügungsbefugt, sondern müssen zusammen mit der Stadt das Thema erörtern.“ Die Preußenspitze verspreche, so der Präsident, die Fans nicht zu übergehen. „Mit euren Sorgen und Wünschen rennt ihr bei mir offene Türen ein.“
Versammlungsleiter Marcus Geuting erläuterte die Problematik: „Da der Verein alleine gar nicht zuständig ist in dieser Frage, sprechen wir über ein rechtliches Nullum.“ Nach ausführlicher Diskussion über Sinn und Zweck einer Abstimmung im Augenblick wurde Müllers Vorschlag entsprochen. Nun ist Fakt, dass im Thema Namensänderung oder Namensergänzung nicht ohne das Wort der Mitgliederversammlung entschieden werden kann.
"Attraktive Klasse"
Dank der sehr aussichtsreichen Platzierung der Oberliga-Mannschaft dürfe der Klub, so de Angelis, zuversichtlich nach vorne schauen. „Ich bin sicher, dass wir die Regionalliga erreichen. Wir werden das neue Jahr ohne jede personelle Veränderung angehen. Trainer Roger Schmidt trägt Kraft seiner Ausstrahlung zu Recht die Hoffnungen.“ Die neue Elf habe zum Teil „überragenden Fußball geboten“ und dokumentiere eine konzeptionelle Entwicklung.
In der künftigen vierten Liga sieht der Klubchef neue Herausforderungen auf die Qualifizierten zukommen. „Ob man als künftiger Regionalligist von Qualifikation oder Aufstieg spricht, ist wohl Ansichtssache. Die Wahrheit liegt in der Mitte. Ich bin aber sicher, dass die Liga eine attraktive Klasse wird.“
Gold für Dietrich und Klöwer
Mit der Goldenen Ehrennadel des Vereins wurden mit Harry Dietrich und Werner Klöwer zwei auf ganz unterschiedlichen Feldern ehrenamtlich Tätige geehrt. Dietrich, einst Juniorentrainer und heute noch Coach der Traditionsmannschaft, steht für die kleine Gruppe derer, die jahrelang und gerne mit Herzblut am Ball sind. Der frühere Stadion-Vorkämpfer Klöwer aus Wetter an der Ruhr nahm die späte Wertschätzung seines Engagements als Zeichen dafür an, dass sich in Kürze in seinem Sinne doch etwas bewegen werde.
Thomas Austermann
Preußen bauen weiter ihre Schulden ab
Preußen Münsters „Schatzmeister“ Dr. Bernward Maasjost hält die Euros zusammen. Der im amtierenden Präsidium für den Bereich Finanzen zuständige Fachmann wies auf der Mitgliederversammlung vor 163 Stimmberechtigten in seinem Bericht zur Gewinn- und Verlustrechnung der Serie 2006/2007 einen Überschuss von 191 635 Euro nach.
Der Etat betrug rund 2,24 Millionen Euro. In der Serie vorher plante Drittligist Münster noch mit einem 2,82 Mio. starken Haushalt.
Verbindlichkeiten bei 1,081 Millionen
Selbst im Jahr nach dem Abstieg in die Oberliga hat der Traditionsverein weiter an seiner Schuldenreduzierung gearbeitet, was ihm auch möglich ist durch den bekannten städtischen Zuschuss von 250 000 Euro pro Jahr. Der Posten kann in der laufenden Serie letztmals eingebucht werden. Er wird freilich direkt verwendet für seinen eigentlichen Zweck, dem Schuldenabbau nämlich. An Verbindlichkeiten, einem Darlehn bei der Sparkasse Münsterland-Ost, belasten den Klub inzwischen nur noch 1,081 Mio. Euro zum 30. Juni 2007. „Inzwischen wieder weniger, denn im Oktober wurde ja vertragsgemäß etwas fällig“, so Maasjost. „Die Zahl ist immer noch keine vorzeigbare.“
In der vierten Liga, in die Münster hoffnungsfroh mit Trainer Georg Kreß gestartet war, nahm Münster 2 239 089 Millionen Euro ein und gab 2 047 454 Euro aus. Auf der Haben-Seite verbuchte der Verein genau 583 135 Euro weniger als in der (Regionallig-)Saison davor. Allein der so genannte Lizenzbereich verzeichnete eine Mindereinnahme von 620 268 Euro im Vergleich zu 2005/2006. „Vor einem Jahr durften wir noch 355 000 Euro TV-Geld einrechnen, in der Oberliga sind es 13 000 Euro“, erklärte Maasjost. „Und im Vergleich fehlten uns 100 000 Euro an Zuschauereinnahmen.“
Die gesamten Aufwendungen des Klubs lagen um 423 500 Euro niedriger als im Vergleichszeitraum. Der Posten „Sonstige Erträge“ lag in 06/07 bei 733 528 Euro und damit höher als zuvor (696 395 Euro). Sonstige Aufwendungen werden mit 186 070 Euro ausgewiesen (vorher 264 152).
Unter Maasjosts Kontrolle gab der Verein in 06/07 allein für die Erste 345 417 Euro weniger aus: Die Kosten für den Lizenzbereich lagen insgesamt bei 1 861 384 Mio. Euro, im Jahr davor waren es in genau diesem Bereich noch 2 206 801 Euro.
922 749 Euro Schulden abgebaut
Addiert man die Zahlen der letzten fünf Abschlüsse, für die zwei Präsidien verantwortlich waren, hat der Klub seit der Serie 2002/2003 die Schulden um 922 749 Euro reduziert.
Zahlen zum Vergleich: In der Serie 2005/2006 erwirtschaftete der Klub einen Überschuss von de fakto 351 270 Euro. In der Serie 04/05 lag der Jahresüberschuss bei 215 768 Euro. In 03/04 wurde ein Plus Höhe von 112 391 Euro erwirtschaftet, in der Spielzeit davor 51 685 Euro. Zuletzt stand nach der Saison 2000/2001 ein Bilanzminus von 396 000 Euro im Jahresabschluss.
Thomas Austermann
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Münster (wl) - Manchmal geht es schneller als erwartet. Der gemeine westfälische Dauerregen hat uns die letzten 90 Minuten Fußball in 2007 gemopst. Was nach dem 5:2 in Erkenschwick eine weitere Party hätte werden können, ist am Ende im Feuchtbiotop Preußenstadion versumpft. Gegen Naturgewalten biblischen Ausmaßes kann man eben nichts machen.
Ein bisschen ärgerlich ist es natürlich schon, dass die Adler nicht auf Platz eins überwintern. Das hätte die Tabelle noch etwas attraktiver gemacht. Zumal die Schalker sich am Wochenende eine imposante 0:4-Klatsche in Delbrück abgeholt haben. Jetzt müssen wir uns zwei Monate irgendwie anders beschäftigen.
An den Wochenenden erwarten uns erst einmal keine Ausflüge ins westfälische Umland mehr. Da freut man sich ja fast auf die Vorbereitung, auf das Testspiel gegen Verl im Januar. Und wie war das erste halbe Jahr der Saison so im Rückblick? Überwiegend heiter, mit leichter Bewölkung zum Herbst hin, aufklarend im Dezember.
Eine Umfrage auf der Homepage der Preußen brachte ans Licht:
Das beste Spiel der Preußen in der Hinrunde war das 4:2 in Rheine. Ein Spiel, in das sich der SCP reingebissen hat. Die Partie zuletzt in Erkenschwick stand noch nicht zur Wahl – es ist kaum ein gewagter Tipp, dass auch dieses sagenhafte Kampfspiel ganz weit oben gelandet wäre.
Und was sagt uns das? Willst du einen Fußballfan wirklich beeindrucken, dann sorg dafür, dass dein Trikot am Ende in Fetzen hängt, der Schweiß vom Gesicht rinnt und der Rasen im Eimer ist. Dafür ist der Dezember doch eigentlich da. Warum noch mal gibt es die Winterpause?
Autor und SCP-Fan Carsten Schulte schreibt unabhängig von unserer Redaktion.
Stadion-Pläne sind das große SCP-Thema
Kurz vor Ende seiner ersten Legislaturperiode nimmt Preußen Münsters Präsident Marco de Angelis die womöglich größte Aufgabe ins Visier.
Auf der Mitgliederversammlung des Fußball-Traditionsklubs erklärte der Jurist, der Ende Januar 2008 durch den Aufsichtsrat wiedergewählt werden kann und will, den Umbau und die Modernisierung des Stadions zur Hauptaufgabe der insgesamt vierköpfigen Führungsriege.
"Sanierung" sinnvoll
Einmal mehr erteilte er der vagen Perspektive namens Neubau an der Nieberdingstraße eine Absage. „Es gibt unüberbrückbare Schwierigkeiten, was die Bereitstellung der Grundstücke angeht“, wusste er im Agora-Tagungshotel zu berichten. Im Focus des inzwischen 1179 Mitglieder starken Vereins ist nurmehr der bewährte Platz an der Hammer Straße. „Verwaltung, Politik und Verein halten es für sinnvoll, die Sanierung dort in Angriff zu nehmen.“
Die gewonnenen Partner Walter Hellmich und Berater Rudi Assauer sowie die involvierten Firmen wüssten, „dass wir das OVG-Urteil berücksichtigen müssen und zu beachten haben, dass der einst gültige Bebauungsplan für nichtig erklärt worden ist.“ Es seit zu prüfen, „was an diesem Standort überhaupt geht.“
Die Vereinsmitglieder interessierte sehr, ob eine geplante Stadionrenovierung bereits fest an die Hellmich-Gruppe vergeben sei. De Angelis klärte auf: „Wenn wir zu marktüblichen Preisen ein genehmigungsfähiges Produkt erhalten, würden wir mit Hellmich bauen wollen. Einigen wir uns nicht, steht Hellmich keine Vergütung für die Vorplanungen zu.“
De Angelis gab sich grundsätzlich vorsichtig: „Investitionen über den Betrag von fünf Millionen hinaus, mit dem wir kalkulieren können, sind aktuell nicht darzustellen.“ Daher widme sich der Klub Überlegungen, „einen Investor zu finden, mit dem wir über eine spätere Nutzungsentschädigung reden können.“
Mitglieder bestimmen
Zur Abstimmung kam der Antrag des Fanprojektvorsitzenden Dirk Müller, die Versammlung möge beschließen, den Stadionnamen nicht ohne Zustimmung der Mitglieder zu verkaufen oder mit einem Sponsornamen zu versehen. De Angelis wollte den Blick in diese Zukunft noch nicht einengen: „Es ist nicht angedacht, in diese Richtung zu handeln. Aber vielleicht kommen wir in eine Situation, die uns zum Nachdenken bringt.“ Alleine könne der Klub den Namen eh nicht veräußern. „Da sind wir nicht verfügungsbefugt, sondern müssen zusammen mit der Stadt das Thema erörtern.“ Die Preußenspitze verspreche, so der Präsident, die Fans nicht zu übergehen. „Mit euren Sorgen und Wünschen rennt ihr bei mir offene Türen ein.“
Versammlungsleiter Marcus Geuting erläuterte die Problematik: „Da der Verein alleine gar nicht zuständig ist in dieser Frage, sprechen wir über ein rechtliches Nullum.“ Nach ausführlicher Diskussion über Sinn und Zweck einer Abstimmung im Augenblick wurde Müllers Vorschlag entsprochen. Nun ist Fakt, dass im Thema Namensänderung oder Namensergänzung nicht ohne das Wort der Mitgliederversammlung entschieden werden kann.
"Attraktive Klasse"
Dank der sehr aussichtsreichen Platzierung der Oberliga-Mannschaft dürfe der Klub, so de Angelis, zuversichtlich nach vorne schauen. „Ich bin sicher, dass wir die Regionalliga erreichen. Wir werden das neue Jahr ohne jede personelle Veränderung angehen. Trainer Roger Schmidt trägt Kraft seiner Ausstrahlung zu Recht die Hoffnungen.“ Die neue Elf habe zum Teil „überragenden Fußball geboten“ und dokumentiere eine konzeptionelle Entwicklung.
In der künftigen vierten Liga sieht der Klubchef neue Herausforderungen auf die Qualifizierten zukommen. „Ob man als künftiger Regionalligist von Qualifikation oder Aufstieg spricht, ist wohl Ansichtssache. Die Wahrheit liegt in der Mitte. Ich bin aber sicher, dass die Liga eine attraktive Klasse wird.“
Gold für Dietrich und Klöwer
Mit der Goldenen Ehrennadel des Vereins wurden mit Harry Dietrich und Werner Klöwer zwei auf ganz unterschiedlichen Feldern ehrenamtlich Tätige geehrt. Dietrich, einst Juniorentrainer und heute noch Coach der Traditionsmannschaft, steht für die kleine Gruppe derer, die jahrelang und gerne mit Herzblut am Ball sind. Der frühere Stadion-Vorkämpfer Klöwer aus Wetter an der Ruhr nahm die späte Wertschätzung seines Engagements als Zeichen dafür an, dass sich in Kürze in seinem Sinne doch etwas bewegen werde.
Thomas Austermann
Preußen bauen weiter ihre Schulden ab
Preußen Münsters „Schatzmeister“ Dr. Bernward Maasjost hält die Euros zusammen. Der im amtierenden Präsidium für den Bereich Finanzen zuständige Fachmann wies auf der Mitgliederversammlung vor 163 Stimmberechtigten in seinem Bericht zur Gewinn- und Verlustrechnung der Serie 2006/2007 einen Überschuss von 191 635 Euro nach.
Der Etat betrug rund 2,24 Millionen Euro. In der Serie vorher plante Drittligist Münster noch mit einem 2,82 Mio. starken Haushalt.
Verbindlichkeiten bei 1,081 Millionen
Selbst im Jahr nach dem Abstieg in die Oberliga hat der Traditionsverein weiter an seiner Schuldenreduzierung gearbeitet, was ihm auch möglich ist durch den bekannten städtischen Zuschuss von 250 000 Euro pro Jahr. Der Posten kann in der laufenden Serie letztmals eingebucht werden. Er wird freilich direkt verwendet für seinen eigentlichen Zweck, dem Schuldenabbau nämlich. An Verbindlichkeiten, einem Darlehn bei der Sparkasse Münsterland-Ost, belasten den Klub inzwischen nur noch 1,081 Mio. Euro zum 30. Juni 2007. „Inzwischen wieder weniger, denn im Oktober wurde ja vertragsgemäß etwas fällig“, so Maasjost. „Die Zahl ist immer noch keine vorzeigbare.“
In der vierten Liga, in die Münster hoffnungsfroh mit Trainer Georg Kreß gestartet war, nahm Münster 2 239 089 Millionen Euro ein und gab 2 047 454 Euro aus. Auf der Haben-Seite verbuchte der Verein genau 583 135 Euro weniger als in der (Regionallig-)Saison davor. Allein der so genannte Lizenzbereich verzeichnete eine Mindereinnahme von 620 268 Euro im Vergleich zu 2005/2006. „Vor einem Jahr durften wir noch 355 000 Euro TV-Geld einrechnen, in der Oberliga sind es 13 000 Euro“, erklärte Maasjost. „Und im Vergleich fehlten uns 100 000 Euro an Zuschauereinnahmen.“
Die gesamten Aufwendungen des Klubs lagen um 423 500 Euro niedriger als im Vergleichszeitraum. Der Posten „Sonstige Erträge“ lag in 06/07 bei 733 528 Euro und damit höher als zuvor (696 395 Euro). Sonstige Aufwendungen werden mit 186 070 Euro ausgewiesen (vorher 264 152).
Unter Maasjosts Kontrolle gab der Verein in 06/07 allein für die Erste 345 417 Euro weniger aus: Die Kosten für den Lizenzbereich lagen insgesamt bei 1 861 384 Mio. Euro, im Jahr davor waren es in genau diesem Bereich noch 2 206 801 Euro.
922 749 Euro Schulden abgebaut
Addiert man die Zahlen der letzten fünf Abschlüsse, für die zwei Präsidien verantwortlich waren, hat der Klub seit der Serie 2002/2003 die Schulden um 922 749 Euro reduziert.
Zahlen zum Vergleich: In der Serie 2005/2006 erwirtschaftete der Klub einen Überschuss von de fakto 351 270 Euro. In der Serie 04/05 lag der Jahresüberschuss bei 215 768 Euro. In 03/04 wurde ein Plus Höhe von 112 391 Euro erwirtschaftet, in der Spielzeit davor 51 685 Euro. Zuletzt stand nach der Saison 2000/2001 ein Bilanzminus von 396 000 Euro im Jahresabschluss.
Thomas Austermann
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