Presseberichte der Fussball Oberliga Westfalen vom 11.12.2007

Strikter Sparkurs – Schulden verringert
Münster. Sportlich war die Saison 2006/2007 für den SC Preußen ein Reinfall. Als Tabellensechster verpasste die Mannschafts das gesteckte Saisonziel um Längen. Finanziell dagegen darf die Saison eins nach dem Abstieg aus der Regionalliga durchaus als Erfolg gewertet werden. Am Ende stand bei Einnahmen in Höhe von 2 239 089 Euro und Ausgaben in Höhe von 2 047 454 Euro ein operativer Gewinn von 191 635 Euro zu Buche. Gleichzeitig konnte das negative Vereinsvermögen auf 1,081 Millionen Euro gesenkt werden. Zum Vergleich: Am 30. Juni 2005 beliefen sich die Schulden (so titulierte man das negative Vereinsvermögen früher) noch auf 1,633 Millionen Euro.

„Sicherlich sind die aktuellen Zahlen kein Grund, um in Jubelstürme auszubrechen. Sie zeigen aber, dass wir solide arbeiten und auf einem guten Wege sind“, stellte der im SCP-Präsidium für die Finanzen zuständige Bernward Maasjost wenige Stunden vor der Mitgliederversammlung in einem Gespräch mit unserer Zeitung fest. Als besonderen Erfolg bewertete er in diesem Zusammenhang, dass es gelungen sei, das Geschäftsjahr trotz der nach dem Abstieg in die Viertklassigkeit drastisch zurückgegangenen Fernsehgelder (statt 355 000 flossen nur noch 13 000 Euro) operativ erneut mit einem Überschuss zu beenden: „Das war ein hartes Stück Arbeit und war nur möglich, weil wir wirklich an allen Ecken und Enden gespart haben.“ Als Beispiel nannte er die Personalkosten für die erste Mannschaft. Diese wurden in der Saison 06/07 auf 1,096 Millionen (05/06: 1,3 Millionen) zurückgefahren.

Insgesamt wurden die Ausgaben in der Spielzeit 06/07 im Vergleich zur Vorsaison sogar um 423 000 Euro (von 2,470 auf 2,047 Mio. Euro) gesenkt. Noch drastischer – nämlich um 583 000 Euro) gingen allerdings im gleichen Zeitraum die Einnahmen zurück. Sie sanken von 2,822 auf 2,239 Millionen Euro. Dementsprechend reduzierte sich auch der operatve Gewinn. In der Saison 05/06 betrug er 351 270 Euro.

Für das laufende Jahr erwartet Maasjost, dass der operative Gewinn wieder gesteigert werden kann – dank der hervorragenden Zuschauerzahlen. „In diesem Bereich liegen wir deutlich über den Erwartungen“, so der SCP-Finanzchef. Und: „Sollte dieser Trend in der Rückrunde anhalten, würde sich das auch im Ergebnis niederschlagen.“

VON UWE PEPPENHORST



75 Jahre treu zum SCP
Von Alexander Heflik

Münster. Es gab schon schlimmere Zeiten, wesentlich ruppigere und hitzigere Mitglieder-Versammlungen beim SC Preußen Münster. Nein, nein, da kochte nichts richtig über, als zum Beispiel Vereins-Präsident Dr. Marco de Angelis souverän Bilanz zog – vielleicht seine beste Vorstellung in den vergangenen drei Jahren und damit passend zum sportlichen Aufschwung der Oberliga-Erstvertretung. Oder Präsidiumsmitglied Dr. Bernward Maasjost die verbesserten Zahlen des Jahres darlegte.

Zu guter Letzt aber wurde es etwas bunter und lebhafter, als es um eine etwaige Umbenennung des Preußenstadions in naher oder ferner Zukunft ging. Eine Bezeichnung wie Osnatel-Arena II, Milka-Kuh-Stadion oder sonst wie, das war die Sorge, die den Fanprojekt-Vorsitzenden Dirk Müller zu seinem Antrag trieb. „Diese Maßnahme steht überhaupt nicht an. Und außerdem sind wir sowieso bei einer solchen Entscheidung auf das Votum der Mitglieder-Versammlung angewiesen“, antwortete de Angelis gelassen. Eine Diskussion um ein so genanntes „ungelegtes Ei“? Eindeutiges Jein.

Mit den Stimmen der Mehrheit wurde entschieden, dass der Verkauf der Namensrechte des Stadions nicht ohne Zustimmung der Mitglieder-Versammlung befunden werden kann. Tja, dachten da wohl die anwesenden Juristen. „Ein Nullum, eine juristisch fragwürdige Sache über etwas zu befinden, was uns gar nicht gehört. Die Stadt Münster besitzt die Namensrechte am Stadion“, nahm der Veranstaltungsleiter Dr. Markus Geuting den Antrag und die Abstimmung achselzuckend zur Kenntnis.

Und sonst? Marco de Angelis verkündete die Trendwende. Man habe im sportlichen Bereich nach dem „unbegreiflichem Auftreten der Mannschaft in der vergangenen Saison die Lehren gezogen.“ Mit Trainer Roger Schmidt und Manager Carsten Gockel habe man die richtigen Zukunftsentscheidungen getroffen. Er habe keine Zweifel an der Regionalliga-Qualifikation des aktuellen Teams. „Wir sind auf einem verheißungsvollen Weg. Die zukünftige Regionalliga ist wertvoller als die Oberliga, obwohl es auch nur die vierte Liga ist. Aber die Klasse wird wesentlich attraktiver sein.“

De Angelis stellte auch in Sachen Stadion einiges klar. Die Unternehmensgruppe Walter Hellmich wird vom SC Preußen nur Geld erhalten, wenn an der baufälligen Arena Erneuerungsarbeiten durchgeführt werden. Rudi Assauer, ehemals Manager von Schalke 04, soll in die Sponsorensuche eingebunden werden und dann auch im Erfolgsfalle entsprechend vergütet werden. Zudem müsse man noch weiter abklopfen, inwieweit juristisch eine Umbaumaßnahme durchführbar ist.

Weiterhin muss der SCP in den kommenden Jahren zwei Kredite bedienen über 250 000 sowie 102 000 Euro per anno. Auf rund 1,1 Millionen Euro beläuft sich noch der Schuldenstand (siehe Bericht auf dieser Seite). Die Entschuldung geht ergo weiter. Angewachsen ist auch die Mitgliederzahl (1179). Eine positive Zahl, rund 200 waren gestern Abend im Sitzungssaal des Agora-Hotels zugegen.

Günther-Peter Moser, begleitet von Ehefrau Rosemarie, wurde nach 75 Jahren als Clubmitglied zum Ehrenmitglied ernannt. Günter Platz wurde für 60 Jahre Vereinstreue geehrt, Heinz Flechtker für 50 Jahre. Trainer und Traditionself-Organisator Harry Dietrich und der stete Kämpfer für ein neues Stadion, Werner Klöwer, wurden zudem mit der goldenen Ehrennadel versehen. Tradition wird beim SCP auch weiterhin gepflegt und gehegt.



Viele Vorbereitungsspiele
Mike Büskens schickt seine Spieler heute in die Winterpause Heute nach dem Training beginnt für die Spieler des Oberligisten FC Schalke 04 II die Winterpause. Sie dauert bis zum 7. ...

... Januar, denn an diesem Tag hat Trainer Mike Büskens das erste Training angesetzt. Ihre ersten vier Wettkämpfe im Jahre 2008 absolvieren die Königsblauen in der Halle. Sie nehmen an insgesamt vier Turnieren in den nordöstlichen Bundesländern teil, und zwar am 11. Januar in Köthen, am 12. Januar in Sömmerda, am 13. Januar in Nordhausen und am 14. Januar in Querfurt.Das erste Vorbereitungsspiel unter freiem Himmel ist am 16. Januar gegen den Verbandsligisten 1. FC Wülfrath vorgesehen. Es folgen weitere Begegnungen am 19. Januar gegen den Oberligisten 1. FC Kleve, am 23. Januar gegen den Bezirksligisten TuS Haltern, am 26. Januar gegen den Oberligisten SSVgg Velbert, am 30. Januar gegen den Oberligisten Wuppertaler SV Borussia II, am 2. Februar gegen den Hamburger Verbandsligisten SC Victoria, am 10. Februar gegen den Oberligisten Fortuna Düsseldorf II und am 13. Februar gegen den Landesligisten VfB Günnigfeld. In der ersten Meisterschaftspartie nach der Winterpause treffen die Schalker am 17. Februar auf eigenem Platz auf RW Ahlen II.



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