Presseberichte der Fussball Oberliga Westfalen vom 11.12.2007
4:0 - Wiebusch schießt Schalke ab
Oberliga: Delbrücker SC führt den Spitzenreiter vor - Fassungslosigkeit beim Sieger
Von Klaus Münstermann
Delbrück (WV). Der Delbrücker SC machte gestern für die zweite Mannschaft aus Schalke den Vereinsnamen zum Programm. Mit einer verdienten 0:4 (0:2)-Niederlage wurde der Oberliga-Tabellenführer deklassiert. Mit drei Treffern war Stürmer Raffaele Wiebusch Spieler des Tages. Zum 4:0-Endstand verwandelte Peter Berhorst einen - natürlich - an Wiebusch verursachten Elfer.
Nach 30 Minuten hatte es gar nicht nach einer so deutlichen Klatsche für die Gäste-Elf von Trainer Mike Büskens, die bereits das Hinspiel 1:2 verloren hatte, ausgesehen. Die Gastgeber standen gut gestaffelt und ließen die Revierfußballer das Spiel machen.
Klare Torchancen blieben jedoch auf beiden Seiten aus. Einzig Schalkes Marc Lorenz sorgte bei den 657 Zuschauern im AM-Stadion für Erstaunen, warf er die Einwürfe doch problemlos bis auf den Elfmeterpunkt.
Solch eine Situation bedeutete für den Oberliga-Herbstmeister in der 32. Minute jedoch den Anfang vom Ende. Nach einem missglückten Einwurf bekam Lorenz den Ball postwendend zurück und verlor anschließend den Zweikampf gegen Delbrücks Engin Yildiz. Der zögerte keine Sekunde und schickte Raffaele Wiebusch auf die Reise. Der DSC-Stürmer fackelte nicht lange und schob überlegt zum 1:0 ein. Nur fünf Minuten später fiel bereits die Vorentscheidung. Jan Welker spielte Wiebusch frei und der behielt abermals in der 1:1-Situation gegen Schalkes Torhüter Ralf Fährmann die Nerven - 2:0 zur Halbzeit.
Büskens (»Wir waren die Pfingstochsen zu Weihnachten«) hatte nach dem Gegentreffer genug von seiner Startformation gesehen, schickte seine Ergänzungsspieler zum Aufwärmen und wechselte zwei Mal zu Beginn der zweiten Halbzeit. Genutzt hat es nichts. Und das lag erneut an Wiebusch. Schon in der 56. Minute schnürte der 26-Jährige seinen Dreierpack. Nach einem abgefälschten Schuss von Ansgar Kuhn stand er richtig, um den Abpraller zu Saisontor Nummer acht zu verwerten. Fünf Minuten später hatte Benedikt Höwedes genug von der Ein-Mann-Show. Der S04-Abwehrspieler hielt Wiebusch auf dem Weg zum 4:0 im Strafraum fest. Zum vierten Mal in dieser Saison versenkte Peter Berhorst sicher den fälligen Elfmeter.
Dass der Vereinsname für die Königsblauen nachher im Ergebnis abzulesen war, hatte noch zwei Gründe. In der einzig brenzligen Szene für den DSC zeichnete sich Torhüter Marco Kirchhoff aus, als er einen Kopfball von Wilko-Rudi Risser (82.) an die Latte lenkte. Und der eingewechselte Tobias Wiens (76.) vergab in seinem letzten Spiel (Praktikum in den USA) für die Elf vom Laumeskamp nach einer schönen Kombination über Welker und Serdar Erdogmus das mögliche 5:0.
Delbrücks Trainer Jörg Bode war von der klaren Angelegenheit ebenso überrascht wie seine Spieler: »Ich hätte von Schalke mehr erwartet. Die Jungs können es selbst kaum fassen.« Zur Belohnung sprach Bode gestern den Beginn der Winterpause aus: »Wir machen jetzt Schluss und feiern Freitag nur noch Weihnachten.«
Jörg Bode: »Würde alles tun, um ihn zu halten« - Wiebusch macht aus drei Chancen drei Tore
Delbrück (km). Es kommt nicht alle Fußballtage vor, dass ein Spieler drei Tore in einem Spiel erzielt, jedenfalls nicht in der Oberliga. Delbrücks Raffaele Wiebusch gelang es gestern gegen Schalke 04 II bereits zum zweiten Mal in seiner Laufbahn. »In der vergangenen Saison habe ich auch gegen Herne drei Mal getroffen«, verrät der 26-Jährige. Zuvor hatte er den Tabellenführer aus dem Revier mit drei blitzsauberen Treffern fast im Alleingang besiegt und sich zu Recht bei seiner Auswechslung von den Zuschauern für seine Saisontore Nummer sechs bis acht feiern lassen. »Wir waren richtig heiß und nachdem das erste Ding drin war, wurde es ein Selbstläufer«, ist ein Erklärungsversuch des »Spieler des Tages« für seinen an Effektivität nicht zu überbietenden Auftritt. Drei Chancen, drei Tore und bei der vierten Gelegenheit nur durch ein Foul zu stoppen, das zum Elfmeter führte.
»Er hatte nicht einen Fehlschuss und hat in der Form sicherlich das Zeug dazu, auch einmal höher zu spielen«, war DSC-Trainer Jörg Bode voll des Lobes und trat im nächsten Moment auf die Euphoriebremse: »So eine Leistung muss er erst über einen längeren Zeitraum in der Rückrunde bestätigen.« Für diesen Fall müssen die DSC-Fans jedoch keinen Vereinswechsel des Stürmers fürchten. Jedenfalls nicht, wenn Bode bei seiner Ankündigung bleibt: »Ich würde alles dafür tun, um ihn in Delbrück zu halten.«
Wiens und Schmidt wechseln
DELBRÜCKER SC: Büskens ärgert sich über den 04-Wortwitz
VON SIGURD GRINGEL
Delbrück. Mike Büskens, Trainer des FC Schalke 04 II, war nach der 0:4-Niederlage seiner Mannschaft gegen den Delbrücker SC hörbar angefressen. Besonders ärgerte ihn das Wortspiel des Stadionsprechers Guido Jeschek, der das Endergebnis mit dem Vereinsnamen der Gäste in Verbindung brachte.
"Sie hatten die Lacher auf ihrer Seite", wandte sich Büskens in der anschließenden Pressekonferenz an Jeschek, der sich dafür brav entschuldigte. Aber auch an den Delbrücker Tobias Wiens richtete sich der ehemalige Schalke-Profi: "Für Tobias Wiens war das ein schöner Abschied." Wiens wird den Delbrücker SC in der Winterpause verlassen und wurde daher vor Spielbeginn offiziell durch Geschäftsführer Dirk Brökelmann verabschiedet. Als Präsent erhielt Wiens das Trikot des DSC im Kleinformat und die CD mit dem Vereinslied. Über die schöne Geste freute sich Wiens, der ab Februar ein Praktikum in den USA absolvieren wird.
"Ich habe letzte Woche gut gespielt und hoffe, dass ich gleich noch eingewechselt werde", sagte der Angreifer in der Halbzeitpause. Trainer Jörg Bode erfüllte seinen Wunsch und brachte ihn 20 Minuten vor Schluss für den dreifachen Torschützen Raffaele Wiebusch in die Partie. Die Krönung des Nachmittages blieb ihm allerdings verwehrt. Vier Minuten nach seiner Einwechselung hätte er das fünfte Tor erzielen müssen, schob den Ball aber freistehend über das Tor.
Einen ebenso versöhnlichen Abschied hätte sich auch Alexander Schmidt gewünscht. Doch die Zusammenarbeit zwischen ihm und dem DSC wird nicht ganz so harmonisch beendet wie im Fall Wiens.
Vor einer Woche gab sich Ergänzungsspieler Schmidt noch kämpferisch. "Im Training ist aber etwas vorgefallen, das mir den Rest gegeben hat", deutete er seine Beweggründe an. Er bittet den Klub nun um die vorzeitige Freigabe und die Geschäftsführung ließ keinen Zweifel daran, den Spieler ziehen zu lassen. Welchen neuen Arbeitgeber Schmidt im Auge hat, ließ er offen. Ein Verbandsligist sollte es aber schon sein.
Da zwei offensive Kicker demnächst weg fallen, macht sich der DSC auf die Suche nach weiteren Alternativen für den Angriff. Die hatte Jörg Bode aber sowieso gefordert. Raffaele Wiebusch, der die neue Konkurrenz am heftigsten zu spüren bekäme, sieht den möglichen Neuverpflichtungen gelassen entgegen. "Ich habe keine Angst vor Konkurrenz", versprühte 26-Jährige Selbstvertrauen. Mit dem jüngsten Dreierpack und mittlerweile acht Saisontreffern kann Wiebusch allerdings auch zukünftig auf das Vertrauen seines Übungsleiters setzen.
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Oberliga: Delbrücker SC führt den Spitzenreiter vor - Fassungslosigkeit beim Sieger
Von Klaus Münstermann
Delbrück (WV). Der Delbrücker SC machte gestern für die zweite Mannschaft aus Schalke den Vereinsnamen zum Programm. Mit einer verdienten 0:4 (0:2)-Niederlage wurde der Oberliga-Tabellenführer deklassiert. Mit drei Treffern war Stürmer Raffaele Wiebusch Spieler des Tages. Zum 4:0-Endstand verwandelte Peter Berhorst einen - natürlich - an Wiebusch verursachten Elfer.
Nach 30 Minuten hatte es gar nicht nach einer so deutlichen Klatsche für die Gäste-Elf von Trainer Mike Büskens, die bereits das Hinspiel 1:2 verloren hatte, ausgesehen. Die Gastgeber standen gut gestaffelt und ließen die Revierfußballer das Spiel machen.
Klare Torchancen blieben jedoch auf beiden Seiten aus. Einzig Schalkes Marc Lorenz sorgte bei den 657 Zuschauern im AM-Stadion für Erstaunen, warf er die Einwürfe doch problemlos bis auf den Elfmeterpunkt.
Solch eine Situation bedeutete für den Oberliga-Herbstmeister in der 32. Minute jedoch den Anfang vom Ende. Nach einem missglückten Einwurf bekam Lorenz den Ball postwendend zurück und verlor anschließend den Zweikampf gegen Delbrücks Engin Yildiz. Der zögerte keine Sekunde und schickte Raffaele Wiebusch auf die Reise. Der DSC-Stürmer fackelte nicht lange und schob überlegt zum 1:0 ein. Nur fünf Minuten später fiel bereits die Vorentscheidung. Jan Welker spielte Wiebusch frei und der behielt abermals in der 1:1-Situation gegen Schalkes Torhüter Ralf Fährmann die Nerven - 2:0 zur Halbzeit.
Büskens (»Wir waren die Pfingstochsen zu Weihnachten«) hatte nach dem Gegentreffer genug von seiner Startformation gesehen, schickte seine Ergänzungsspieler zum Aufwärmen und wechselte zwei Mal zu Beginn der zweiten Halbzeit. Genutzt hat es nichts. Und das lag erneut an Wiebusch. Schon in der 56. Minute schnürte der 26-Jährige seinen Dreierpack. Nach einem abgefälschten Schuss von Ansgar Kuhn stand er richtig, um den Abpraller zu Saisontor Nummer acht zu verwerten. Fünf Minuten später hatte Benedikt Höwedes genug von der Ein-Mann-Show. Der S04-Abwehrspieler hielt Wiebusch auf dem Weg zum 4:0 im Strafraum fest. Zum vierten Mal in dieser Saison versenkte Peter Berhorst sicher den fälligen Elfmeter.
Dass der Vereinsname für die Königsblauen nachher im Ergebnis abzulesen war, hatte noch zwei Gründe. In der einzig brenzligen Szene für den DSC zeichnete sich Torhüter Marco Kirchhoff aus, als er einen Kopfball von Wilko-Rudi Risser (82.) an die Latte lenkte. Und der eingewechselte Tobias Wiens (76.) vergab in seinem letzten Spiel (Praktikum in den USA) für die Elf vom Laumeskamp nach einer schönen Kombination über Welker und Serdar Erdogmus das mögliche 5:0.
Delbrücks Trainer Jörg Bode war von der klaren Angelegenheit ebenso überrascht wie seine Spieler: »Ich hätte von Schalke mehr erwartet. Die Jungs können es selbst kaum fassen.« Zur Belohnung sprach Bode gestern den Beginn der Winterpause aus: »Wir machen jetzt Schluss und feiern Freitag nur noch Weihnachten.«
Jörg Bode: »Würde alles tun, um ihn zu halten« - Wiebusch macht aus drei Chancen drei Tore
Delbrück (km). Es kommt nicht alle Fußballtage vor, dass ein Spieler drei Tore in einem Spiel erzielt, jedenfalls nicht in der Oberliga. Delbrücks Raffaele Wiebusch gelang es gestern gegen Schalke 04 II bereits zum zweiten Mal in seiner Laufbahn. »In der vergangenen Saison habe ich auch gegen Herne drei Mal getroffen«, verrät der 26-Jährige. Zuvor hatte er den Tabellenführer aus dem Revier mit drei blitzsauberen Treffern fast im Alleingang besiegt und sich zu Recht bei seiner Auswechslung von den Zuschauern für seine Saisontore Nummer sechs bis acht feiern lassen. »Wir waren richtig heiß und nachdem das erste Ding drin war, wurde es ein Selbstläufer«, ist ein Erklärungsversuch des »Spieler des Tages« für seinen an Effektivität nicht zu überbietenden Auftritt. Drei Chancen, drei Tore und bei der vierten Gelegenheit nur durch ein Foul zu stoppen, das zum Elfmeter führte.
»Er hatte nicht einen Fehlschuss und hat in der Form sicherlich das Zeug dazu, auch einmal höher zu spielen«, war DSC-Trainer Jörg Bode voll des Lobes und trat im nächsten Moment auf die Euphoriebremse: »So eine Leistung muss er erst über einen längeren Zeitraum in der Rückrunde bestätigen.« Für diesen Fall müssen die DSC-Fans jedoch keinen Vereinswechsel des Stürmers fürchten. Jedenfalls nicht, wenn Bode bei seiner Ankündigung bleibt: »Ich würde alles dafür tun, um ihn in Delbrück zu halten.«
Wiens und Schmidt wechseln
DELBRÜCKER SC: Büskens ärgert sich über den 04-Wortwitz
VON SIGURD GRINGEL
Delbrück. Mike Büskens, Trainer des FC Schalke 04 II, war nach der 0:4-Niederlage seiner Mannschaft gegen den Delbrücker SC hörbar angefressen. Besonders ärgerte ihn das Wortspiel des Stadionsprechers Guido Jeschek, der das Endergebnis mit dem Vereinsnamen der Gäste in Verbindung brachte.
"Sie hatten die Lacher auf ihrer Seite", wandte sich Büskens in der anschließenden Pressekonferenz an Jeschek, der sich dafür brav entschuldigte. Aber auch an den Delbrücker Tobias Wiens richtete sich der ehemalige Schalke-Profi: "Für Tobias Wiens war das ein schöner Abschied." Wiens wird den Delbrücker SC in der Winterpause verlassen und wurde daher vor Spielbeginn offiziell durch Geschäftsführer Dirk Brökelmann verabschiedet. Als Präsent erhielt Wiens das Trikot des DSC im Kleinformat und die CD mit dem Vereinslied. Über die schöne Geste freute sich Wiens, der ab Februar ein Praktikum in den USA absolvieren wird.
"Ich habe letzte Woche gut gespielt und hoffe, dass ich gleich noch eingewechselt werde", sagte der Angreifer in der Halbzeitpause. Trainer Jörg Bode erfüllte seinen Wunsch und brachte ihn 20 Minuten vor Schluss für den dreifachen Torschützen Raffaele Wiebusch in die Partie. Die Krönung des Nachmittages blieb ihm allerdings verwehrt. Vier Minuten nach seiner Einwechselung hätte er das fünfte Tor erzielen müssen, schob den Ball aber freistehend über das Tor.
Einen ebenso versöhnlichen Abschied hätte sich auch Alexander Schmidt gewünscht. Doch die Zusammenarbeit zwischen ihm und dem DSC wird nicht ganz so harmonisch beendet wie im Fall Wiens.
Vor einer Woche gab sich Ergänzungsspieler Schmidt noch kämpferisch. "Im Training ist aber etwas vorgefallen, das mir den Rest gegeben hat", deutete er seine Beweggründe an. Er bittet den Klub nun um die vorzeitige Freigabe und die Geschäftsführung ließ keinen Zweifel daran, den Spieler ziehen zu lassen. Welchen neuen Arbeitgeber Schmidt im Auge hat, ließ er offen. Ein Verbandsligist sollte es aber schon sein.
Da zwei offensive Kicker demnächst weg fallen, macht sich der DSC auf die Suche nach weiteren Alternativen für den Angriff. Die hatte Jörg Bode aber sowieso gefordert. Raffaele Wiebusch, der die neue Konkurrenz am heftigsten zu spüren bekäme, sieht den möglichen Neuverpflichtungen gelassen entgegen. "Ich habe keine Angst vor Konkurrenz", versprühte 26-Jährige Selbstvertrauen. Mit dem jüngsten Dreierpack und mittlerweile acht Saisontreffern kann Wiebusch allerdings auch zukünftig auf das Vertrauen seines Übungsleiters setzen.
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